Onlinehandel

Icon eines Einkaufswagens
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Die Vorgänge beim Einkaufen im Internet unterliegen in Deutschland klaren rechtlichen Regelungen. So müssen Verbraucherinnen und Verbraucher beispielsweise vor einem Kauf auf eventuelle Zusatzgebühren hingewiesen werden und zwischen mehreren Zahlungsarten wählen können. Damit beim Onlineshopping die persönlichen Daten nicht ausgespäht werden, sollten Verbraucherinnen und Verbraucher beim Bezahlen im Internet immer auf eine verschlüsselte Verbindung achten.

Rechtliche Grundlagen zum Onlinehandel

Der Onlinehandel innerhalb der EU unterliegt der Richtlinie 2011/83/EU der Europäischen Union über die Rechte von Verbrauchern. Darin ist festgelegt, dass Verbraucherinnen und Verbraucher vor dem Kauf eines Produkts auf eventuelle Zusatzkosten hingewiesen werden müssen. Auch wenn das Produkt über das Internet gekauft wird, entsteht ein regulärer Verbrauchervertrag mit allen dazugehörigen Rechten und Pflichten für beide Vertragsparteien. Für den Kauf von Lebensmitteln im Internet gelten gesonderte Regelungen.

Rechtliche Grundlagen zum Onlinehandel mit Lebensmitteln

Für den Kauf von Lebensmitteln im Internet gilt in Deutschland das Lebensmittel-Futtergesetzbuch, in dem die EU-Verordnung (EG) Nr. 178/2002 über die allgemeinen Grundsätze des Lebensmittelrechts umgesetzt wurde. Die EU-Richtlinie 1169/2011 legt für den Kauf von Lebensmitteln im Internet weiterhin fest, dass Verbraucherinnen und Verbraucher noch vor dem Kauf in verständlicher Sprache über deren Inhaltsstoffe informiert werden müssen.

Sicher Bezahlen beim Onlineshopping und die Buttonlösung

Bei Einkaufen im Internet sollten Verbraucherinnen und Verbraucher auf eine verschlüsselte Verbindung achten, die durch das “s” im “https://” der URL im Browserfenster erkennbar ist. Durch die Verschlüsselung wird verhindert, dass persönliche Daten wie Konto- oder Kartennummern während des Bezahlvorgangs von anderen mitgelesen werden können. Zum Schutz von Verbraucherinnen und Verbrauchern vor Kostenfallen muss vor einer kostenpflichtigen Bestellung darauf hingewiesen werden, dass der nächste Schritt der verpflichtende Kauf ist (sogenannte Buttonlösung).

Mustershop zum Online-Einkauf von Lebensmitteln

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) will mit einer Zentralstelle der Bundesländer die Aufklärung über Risiken beim Online-Kauf, insbesondere bei Lebensmitteln und Kosmetika, stärken. In einem vom BVL aufgebauten Mustershop erfahren Verbraucherinnen und Verbraucher auf spielerische Art, worauf sie beim Einkauf im Internet achten sollten.

Beratung und Beschwerden

Illustration Sprechblasen mit Fragezeichen und Info
Bild: Jan Engel - Fotolia.com

Bei Problemen mit einem Onlinehändler sollten sich Verbraucherinnen und Verbraucher zunächst direkt an diesen wenden. Lassen sich die Differenzen nicht beilegen, kann man sich an das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland wenden. Die eCommerce Verbindungsstelle bietet ebenfalls Beratung und Hilfe zum Thema Onlinehandel an. Der Online-Schlichter hilft bei Fragen zum Thema elektronischer Geschäftsverkehr.