Mobilfunk und Handy

Verschiedene Symbole „Information“
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In Deutschland gibt es zwar rechtliche Rahmenbedingungen für das Telefonieren mit dem Handy, der genaue Vertragsinhalt wird jedoch von den Mobilfunk-Unternehmen selbst bestimmt. Die Nutzung des Handys kann je nach Vertrags- und Nutzungsart hohe Kosten verursachen. Um davon nicht überrascht zu werden, sollten Verbraucherinnen und Verbraucher im Vorfeld die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) des Handyvertrags genau prüfen.

Rechtliche Grundlage zum Mobilfunk

Die rechtliche Grundlage für das Telefonieren mit dem Handy bildet in Deutschland das Telekommunikationsgesetz (TKG). Die genaue Ausgestaltung des Handyvertrags obliegt dem jeweiligen Mobilfunk-Unternehmen. Vor Vertragsabschluss sollten Verbraucherinnen und Verbraucher die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) und die Regelungen zum Leistungsumfang des gewählten Tarifs genau durchlesen.

Rechtliche Grundlagen zur Handyrechnung

Laut § 45 h TKG muss eine Handyrechnung alle vom Mobilfunkunternehmen erbrachten und berechneten Leistungen auflisten. Die Anschrift sowie eine kostenfreie Kundendiensttelefonnummer des Unternehmens müssen ebenfalls auf der Rechnung zu finden sein.

Kündigung eines Handyvertrags

Für die Kündigung eines Handyvertrags sind die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) des Mobilfunk-Unternehmens bindend. Dabei muss die vertraglich vereinbarte Mindestvertragslaufzeit eingehalten werden, die laut § 43 b TKG 24 Monate nicht überschreiten darf. Kündigen Verbraucherinnen und Verbraucher nicht innerhalb der Kündigungsfrist, kann sich der Vertrag automatisch verlängern.

Mit dem Handy im Ausland: Roaming-Gebühren

Verbraucherinnen und Verbraucher, die auch im Ausland mit dem Handy telefonieren, müssen oft hohe Gebühren bezahlen. Damit die Kosten nicht ins Unermessliche steigen, wurde innerhalb der Europäischen Union eine Begrenzung für diese sogenannten Roaming-Gebühren beschlossen.

Kosten durch Apps und Handyspiele

Spiele auf Handys oder Smartphones können erhebliche Kosten verursachen. Neben den Kosten für den Kauf des Spiels und den Downloadkosten schlagen auch bei vermeintlichen Gratisspielen sogenannte In-App-Käufe (z. B. für Bonuslevel oder Erfahrungspunkte) zu Buche. Die Gefahr von Kostenfallen im Internet ist bei Handy-Spielen besonders groß. Um sich davor zu schützen, sollten Verbraucherinnen und Verbraucher die Nutzungsbedingungen im Vorfeld genau lesen und verstehen.

Beratung und Beschwerden

Illustration Sprechblasen mit Fragezeichen und Info
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Verbraucherinnen und Verbraucher sollten sich bei Problemen mit ihrem Handyvertrag zunächst an den Vertragspartner wenden. Können die Differenzen nicht beigelegt werden, steht die Bundesnetzagentur als Ansprechpartner zur Verfügung. Die örtlichen Verbraucherzentralen bieten Beratungen zum Thema Mobilfunk an.