Anbieterwechsel

Runde, farbige Kontakt-Buttons zu E-Mail, Telefon, mobil und postalisch
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Möchten Verbraucherinnen und Verbraucher den Anbieter für einen Telefon- oder Internetanschluss wechseln, haben sie in Deutschland ein gesetzlich verankertes Recht dazu. Den Anbieterwechsel bei Handyverträgen schließt diese Regelung mit ein. Die Mitnahme der Rufnummer ist ebenfalls gesetzlich geregelt.

Rechtliche Grundlagen zum Anbieterwechsel

Der Anbieterwechsel bei Telefon- und Internetanschlüssen sowie bei Handyverträgen ist im Telekommunikationsgesetz (TKG) geregelt. Laut § 46 TKG darf die entsprechende Telekommunikationsdienstleistung gegenüber den Verbraucherinnen und Verbrauchern nicht unterbrochen werden, bevor die vertraglichen und technischen Voraussetzungen für den Anbieterwechsel vorliegen. Der Dienst darf bei einem Anbieterwechsel nicht länger als einen Kalendertag unterbrochen sein.

Rufnummernmitnahme bei Anbieterwechsel

Rufnummernmitnahme im Festnetz
Verbraucherinnen und Verbraucher haben bei einem Anbieterwechsel einen Rechtsanspruch darauf, ihre alte Rufnummer mitzunehmen (Rufnummern-Portierung). Wechseln Verbraucherinnen und Verbraucher lediglich den Tarif bei ihrem Telefondienstanbieter, liegt es im Ermessen des Unternehmens, ob eine Rufnummern-Portierung möglich ist. Ein Rechtsanspruch besteht in diesem Fall nicht. Verbraucherinnen und Verbraucher müssen den neuen Anbieter über die gewünschte Rufnummern-Portierung informieren. In der Regel übernimmt der neue Anbieter die Rufnummer vom alten Anbieter.

Rufnummernmitnahme im Handynetz
Auch für Handys besteht bei einem Anbieterwechsel ein gesetzlicher Anspruch auf Rufnummern-Portierung. Der bestehende Vertrag muss hierfür nicht beendet werden. In diesem Fall ist es wichtig, dass die Kundendaten bei beiden Anbietern identisch sind, da die Rufnummern-Portierung sonst nicht durchgeführt werden kann. Verbraucherinnen und Verbraucher sollten deshalb die gespeicherten Daten beim alten Anbieter genauestens überprüfen und beispielsweise auf die gleiche Schreibweise des Namens achten.

Beratung und Beschwerden

Illustration Sprechblasen mit Fragezeichen und Info
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Erster Ansprechpartner bei Differenzen im Zusammenhang mit einem Anbieterwechsel ist der Vertragspartner. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um einen Handy-, Internet- oder Festnetzvertrag handelt. Bei Differenzen, die sich nicht mit dem Unternehmen direkt klären lassen, können sich Verbraucherinnen und Verbraucher an die Bundesnetzagentur wenden. Die Verbraucherzentrale berät ebenfalls zum Thema Anbieterwechsel bei Telekommunikationsdienstleistern.