Pfändungsschutzkonto

Frau hält ein Schild mit der Aufschrift 'P-Konto'
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Das Pfändungsschutzkonto, kurz P-Konto, bietet Schuldnerinnen und Schuldnern einen unbürokratischen Weg, während einer Kontopfändung über den unpfändbaren Teil der Einkünfte zu verfügen und so weiter am Wirtschaftsleben teilzunehmen. Jeder Kunde eines Kreditinstituts hat Anspruch darauf, dass sein bestehendes Girokonto bei Bedarf in ein P-Konto umgewandelt wird. Das P-Konto dient dann wie ein normales Girokonto weiterhin dem bargeldlosen Zahlungsverkehr, schützt Schuldnerinnen und Schuldnern aber vor einer vollständigen Kontopfändung.

Einrichten eines Pfändungsschutzkontos

Für ein Pfändungsschutzkonto wird zwischen Verbraucherinnen und Verbrauchern sowie dem zuständigen Kreditinstitut eine Zusatzvereinbarung zu dem Vertrag zum Girokonto geschlossen. Der Bundesgerichtshof hat 2012 geurteilt, dass ein P-Konto nicht teurer sein darf als ein normales Girokonto. Für die vertragliche Ausgestaltung eines P-Kontos ist das Kreditinstitut zuständig.

Beratung und Beschwerden

Illustration Sprechblasen mit Fragezeichen und Info
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Die erste Anlaufstelle bei Problemen mit dem Pfändungsschutzkonto ist das Kreditinstitut. Weigert sich das Kreditinstitut, ein normales Girokonto in ein P-Konto umzuwandeln oder können Kunden die Probleme mit der Bank nicht lösen, bietet die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) Informationen zu Ansprechpartnern bei Beschwerden.