Onlinebanking

Frauenhände mit Handy beim online Banking, im Hintergrund eine Tasse Kaffee
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Unter Onlinebanking versteht man das Erledigen von Bankgeschäften über das Internet. Verbraucherinnen und Verbraucher können so von Zuhause aus beispielsweise ihre Überweisungen tätigen, Kontodaten abrufen oder Daueraufträge einrichten. Jede Bank bietet unterschiedliche Mechanismen, um die Abwicklung der Transaktionen so sicher wie möglich zu gestalten. Ein Teil der Verantwortung liegt allerdings auch bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern selbst: Der eigene Computer, das Smartphone oder Tablet sowie spezielle Apps können zum Einfallstor für Schadsoftware, Viren und manipulierte E-Mails werden. Auch mobile Geräte sollten deshalb mit einem Virenschutzprogramm geschützt werden.

Sicherheit beim Onlinebanking durch PIN und TAN und Phototan

Zur Sicherheit beim Onlinebanking haben die Kreditinstitute ein Verfahren mit einer persönlichen Identifikations-Nummer (PIN) in Kombination mit einer Transaktionsnummer (TAN) eingeführt. Einige Banken bieten das neue photoTAN-Verfahren an. Zur TAN-Generierung wird hierbei ein Lesegerät oder ein Smartphone mit photoTAN-App benötigt.
Für eine Überweisung müssen sowohl PIN als auch TAN oder der gescannte Barcode verwendet werden.
Wegen der aktuellen europäischen Zahlungsdiensterichtlinie (PSD2) müssen die Banken und Sparkassen bis 14. September 2019 ihre TAN-Verfahren anpassen. Nicht alle sind dann noch zulässig, die TAN-Listen auf Papier sind dann zum Beispiel verboten. Wichtige Änderungen gibt es außerdem bei Kartenzahlungen im Internet und beim Einloggen ins Onlinebanking.

Risiken: Phishing und Pharming

Cloud computing
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Kriminelle versuchen immer wieder, die Daten beim Onlinebanking auszuspähen und danach für Betrug und Diebstahl zu verwenden. Dabei wenden sie bevorzugt folgende Methoden an:

Phishing
Phishing setzt sich aus den Wörtern “password” und “fishing” zusammen und heißt ins Deutsche übersetzt soviel wie nach Passwörtern angeln. Gemeint ist mit dem Begriff der Passwortdiebstahl durch manipulierte E-Mails: Verbraucherinnen und Verbraucher bekommen vermeintlich von ihrer Bank eine E-Mail, die sie auffordert einem Link zu folgen. Dieser leitet die Nutzerinnen und Nutzer auf eine gefälschte, aber gleich aussehende Internetseite der Bank. Geben Verbraucherinnen und Verbraucher dort ihre Zugangsdaten ein, werden diese ausgespäht und anschließend für Betrug und Diebstahl verwendet.

Pharming Pharming ist vom englischen Wort “Farm” (Bauernhof) abgeleitet, da Betrüger oft ganze Server-Farmen mit gefälschten Internetseiten anlegen, um so die Passwörter und Zugangsdaten von Verbraucherinnen und Verbrauchern auszuspionieren. Beim Pharming gelingt es Betrügern, Schadsoftware (beispielsweise Trojaner) auf den Computern von Verbraucherinnen und Verbrauchern zu installieren. Diese Schadsoftware leitet Nutzerinnen und Nutzer auf gefälschte Internetseiten um. Geben sie auf diesen gefälschten Internetseiten ihre Zugangsdaten zum Onlinebanking ein, können die Daten von Betrügern ausgelesen und missbraucht werden.

Beratung oder Beschwerden

Illustration Sprechblasen mit Fragezeichen und Info
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Die erste Anlaufstelle für Fragen zum Thema Onlinebanking ist die eigene Bank. Besteht der Verdacht, Opfer von manipulierten E-Mails oder Schadsoftware geworden zu sein, sollten Verbraucherinnen und Verbraucher das betroffene Konto sofort sperren lassen und direkt im Anschluss das Kreditinstitut informieren. Bei ungelösten Konflikten zwischen Kunden und Banken bietet die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) Hilfestellung an.