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Was ist eine Ernährungsstrategie

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Bild: Jezper - Depositphotos

Politische Strategien haben die Aufgabe, Impulse aus der Gesellschaft aufzugreifen, ihnen eine Richtung zu geben und eine gesellschaftliche Bewegung zu erzeugen, die das Potential hat, viele Menschen zu erreichen.
Eine Ernährungsstrategie – basierend auf den Erfahrungen anderer Beispiele – ist ein langfristig angelegter Plan, der Visionen, Ziele und Maßnahmen enthält, welche den Weg in ein nachhaltigeres urbanes Ernährungssystem ebnen sollen. Um dieses Ziel zu erreichen, verbinden Ernährungsstrategien in einem ganzheitlichen Ansatz verschiedene Politikbereiche und Handlungsfelder, die direkt oder indirekt Einfluss auf das Ernährungssystem nehmen. Dazu gehören auf der horizontalen Ebene verschiedene Politik- und Verwaltungsbereiche wie z.B. Umwelt, Stadtplanung, Verbraucherschutz, Gesundheit, Bildung, Beschäftigung, Wohnen, soziale Gerechtigkeit und Lebensqualität. Auf der vertikalen Ebene suchen Ernährungsstrategien stadtregionale Lösungen zur Verbesserung von Lebensmittelerzeugung, Verarbeitung, Verteilung, Zubereitung, Entsorgung bzw. Lebensmittelrettung.
Die Entwicklung einer Ernährungsstrategie kann demnach ein wirkungsvolles Instrument der städtischen Ernährungspolitik sein, um soziale, umweltrelevante, wirtschaftliche, stadtplanerische und gesundheitsfördernde Ziele integriert zu denken und Synergien zwischen verschiedenen Bereichen und weiteren Nachhaltigkeitsstrategien herzustellen. Eine Besonderheit von Ernährungsstrategien besteht darin, dass sie sich nicht nur darauf konzentrieren, wie die Stadt das Ernährungssystem verbessern kann, sondern auch umgekehrt nach Lösungen suchen, wie das Ernährungssystem die Entwicklung der Stadt unterstützen kann.