Erneuerung der A 115

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Dreilinden
Bild: Bittner, Landesdenkmalamt

Planungsphase

Die Bundesautobahn A 115 ist ein wesentlicher Bestandteil des Bundesfernstraßennetzes im Land Berlin. Sie verbindet den südlichen Berliner Ring (A 10) mit dem Stadtring (A 100). Im Südwesten Berlins quert sie den Bezirk Steglitz-Zehlendorf.

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Das Vorhaben

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Luftbild mit Lageplan
Bild: SenUVK / DOP20RGB 2015 / Geoportal Berlin

Für den verkehrlich sehr hoch belasteten, 2,2 km langen Streckenabschnitt zwischen der Landesgrenze Berlin / Brandenburg und der Anschlussstelle Spanische Allee sind aufgrund von Fahrbahnschäden umfangreiche Instandsetzungsmaßnahmen vorgesehen. Diese betreffen neben den Hauptfahrbahnen der Bundesautobahn A 115 auch sämtliche Verteilerfahrbahnen und Rampenfahrbahnen am Autobahnkreuz Zehlendorf sowie die südlichen Rampenfahrbahnen an der Anschlussstelle Spanische Allee. Außerdem werden die Autobahnbrücke (Fußgängerunterführung), das Stützbauwerk und die Lärmschutzwand am Nikolassee saniert.

Für die Fahrbahnsanierung wird auf allen Abschnitten lärmoptimierter Asphalt aufgebracht, der für eine Lärmpegelreduzierung von mindestens zwei Dezibel sorgt. Der vorhandene Fahrbahnquerschnitt der Autobahn bleibt erhalten.

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Planung und Ablauf

Blick auf die Landesgrenze Berlin/Brandenburg auf der Bundesautobahn A 115
Blick auf die Landesgrenze Berlin/Brandenburg auf der Bundesautobahn A 115
Bild: Udo Bengsch
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Bundesautobahn A 115
Bild: Udo Bengsch

Aktuell befindet sich das Erneuerungsprojekt Bundesautobahn A 115 in der Planungsphase. Mit einem Baubeginn kann frühestens in 2021 gerechnet werden.

  • Bauphase 1

    • Erneuerung des Mittelstreifens, der Schutzplanken und der Betonschutzwände am Mittelstreifen. Herstellung der Mittelstreifen-Überfahrten.
    • Sanierung der Entwässerungsanlagen im Baubereich
  • Bauphase 2

    • Sanierung der Autobahnbrücke (Fußgängerunterführung) am Nikolassee inklusive des Stützbauwerks
    • Erneuerung der Rampenfahrbahnen im Autobahnkreuz Zehlendorf
    • Erneuerung der Fahrbahndecke auf der Richtungsfahrbahn stadtauswärts
    • Sanierung der Entwässerungsanlagen im Baubereich
  • Bauphase 3

    • Erneuerung der Fahrbahndecke am Mittelstreifen Richtung stadteinwärts
    • Erneuerung der Fahrbahnteile der Autobahnbrücke am Nikolassee, die stadteinwärts liegen.
    • Sanierung der Entwässerungsanlagen im Baubereich
  • Bauphase 4

    • Erneuerung der äußeren Fahrbahn Richtung Berlin
    • Sanierung der Stützwand südlich der DB-Brücke
    • Sanierung der Lärmschutzwand am Nikolassee
    • Sanierung der östlichen Fahrbahnrampen des Autobahnkreuzes Zehlendorf
    • Sanierung der Entwässerungsanlagen im Baubereich
  • Bauphase 5

    • Rückbau der Mittelstreifenüberfahrten
    • Neuerrichtung der Mittelstreifen
  • Erneuerung der Asphaltschichten (Asphaltdeck- , Asphaltbinder- und teilweise der Asphalttragschichten) der Bundesautobahn A 115 einschließlich der Rampen und Verteilerfahrbahnen am Autobahnkreuz Zehlendorf sowie der südlichen Rampen an der Anschlussstelle Spanische Allee. Es werden lärmmindernde bzw. lärmoptimierte Asphaltbeläge für die Deckschicht angewandt, die hohe Lärmminderungspotentiale haben.
  • Erneuerung der passiven Schutzeinrichtungen (Schutzplanken bzw. Betonschutzwände) am Fahrbahnrand und Mittelstreifen der Bundesautobahn A 115 und der Fahrbahnteiler am AK Zehlendorf nach Stand der Technik.
  • Sanierung der vorhandenen Entwässerungsanlagen im Baubereich.
  • Sanierung Stützbauwerk am Nikolassee: Betoninstandsetzung, Instandsetzung der Übergangskonstruktionen, Neubau der Kappe – komplette Erneuerung des Gesimses, Erneuerung des Korrosionsschutzes an den Rammträgern, punktuelle Sanierung der Betonfertigteile.
  • Sanierung Autobahnbrücke am Nikolassee (Fußgängerunterführung): Instandsetzung der Übergangskonstruktionen, Deckenerneuerung, Neubau der Kappe in Richtung Nikolassee, Austausch des Verblendmauerwerks unterhalb des Bauwerks im östlichen Bereich.
  • Sanierung Lärmschutzwand Nikolassee
  • Erneuerung der Beleuchtung an den Rampen am Autobahnkreuz Zehlendorf
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Verkehrskonzept

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2+2 -Verkehrsführung
Bild: SenUVK

Die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz strebt an, die verkehrlichen Einschränkungen während der Baumaßnahme so gering wie möglich zu halten.

Aufgrund der enorm hohen Bedeutung für den reibungslosen Verkehrsfluss in und um Berlin ist für die gesamte Bauzeit eine Verkehrsführung von zwei Fahrstreifen pro Richtung geplant. Dies geschieht über verschiedene Verkehrsführungen (2+2, 3+1 oder 4+0), die wir Ihnen anhand der rechts abgebildeten Schemata aufzeigen.

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3+1 -Verkehrsführung
Bild: SenUVK

Die 3+1-Verkehrsführung gewährleistet beispielsweise durch eine Verschwenkung einer stadteinwärts führenden Spur auf die gegenüberliegende Fahrbahn, dass vier Spuren bestehen bleiben. Die Fahrspuren einer 2+2-Verkehrsführung werden schmaler neben den Bauarbeiten her geführt. Die 4+0-Regelung leitet den Verkehr vollständig auf die östliche Fahrbahn.

  • Bauphase 1

    • 2+2-Verkehrsführung (an der Baustelle vorbei)
    • Geschwindigkeitsbegrenzung auf 60 km/h möglich

    Die notwendigen Arbeiten am Mittelstreifen werden durchgeführt. Der Verkehr wird als 2+2-Verkehr an der Baustelle vorbeigeführt. In dieser Bauphase werden die Befestigungen und Fahrzeugrückhaltesysteme im Mittelstreifen rück- und neugebaut.

  • Bauphase 2

    • 4+0-Verkehrsführung (vollständig auf der östlichen Fahrbahn)
    • 3+1-Verkehrsführung südlich der Alemannenbrücke, da im Bereich der Anschlussstelle Spanische Allee nicht die erforderliche Fahrbahnbreite zur Verfügung steht
    • Geschwindigkeitsbegrenzung auf 60 km/h möglich

    Eine Verkehrsführung 4+0 wird eingerichtet, wobei der Verkehr vollständig auf der östlichen Richtungsfahrbahn geführt wird. Südlich der Alemannenbrücke wird der Verkehr als 3+1-Verkehr geführt, da im Bereich der Anschlussstelle Spanische Allee für den 4+0-Verkehr die erforderliche Fahrbahngesamtbreite nicht zur Verfügung steht. In dieser Bauphase können sämtliche Sanierungsarbeiten am Stützbauwerk Nikolassee und dem westlichen Teil der Autobahnbrücke (Fußgängerunterführung) am Nikolassee ausgeführt werden. Darüber hinaus wird die westliche Richtungsfahrbahn der Bundesautobahn Zug um Zug saniert und mit neuen Fahrzeugrückhaltesystemen ausgestattet.

  • Bauphase 3 – 5

    • 3+1-Verkehrsführung mit drei Fahrstreifen auf der westlichen Richtungsfahrbahn
    • Geschwindigkeitsbegrenzung auf 60 km/h möglich

    Die Einrichtung des 3+1-Verkehrs mit drei Fahrstreifen auf der westlichen Richtungsfahrbahn wird vorgenommen. Nun werden die Fahrbahnerneuerungsarbeiten im Zuge der westlichen Richtungsfahrbahn ausgeführt.

  • Bauphase 6

    • 2+2-Verkehrsführung (nur in den Bereichen, in denen die Mittelstreifenüberfahrten zurückgebaut werden)

    Die Mittelstreifenüberfahrten werden zurückgebaut und neue Mittelstreifen errichtet. Der Verkehr fließt normal, nur im Bereich der Rückbauten wird der Verkehr nach der 2+2-Regelung an der Baumaßnahme vorbei geführt.

Ausschließlich die Rampen am Autobahnkreuz Zehlendorf und an der Anschlussstelle Spanische Allee werden zeitweise für den öffentlichen Verkehr gesperrt.

Der Baubeginn der Erneuerungsmaßnahme ist zeitlich so geplant, dass ein nahtloser Übergang an die bestehende Verkehrssicherung für die Arbeiten am Brückenbauwerk am Autobahnkreuz Zehlendorf gewährleistet wird.

Die Erneuerungsarbeiten der Rampenfahrbahnen im Autobahnkreuz Zehlendorf und an den südlichen Rampen der Anschlussstelle Spanische Allee werden parallel zu den entsprechenden Bauphasen an den Verteilerfahrbahnen der Bundesautobahn A 115 durchgeführt. Bei den Sanierungsarbeiten an den Rampen ist die jeweilige Rampenfahrbahn zu sperren. Entsprechende Umleitungen über das Stadtstraßennetz (über Spanische Allee bzw. Kronprinzessinnenweg) werden ausgewiesen.

Lärmschutz

Die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz trägt dafür Sorge, dass die Belange des Lärmschutzes bei der Planung der Erneuerung der Bundesautobahn A 115 Beachtung finden.

Im Rahmen der Erhaltungsmaßnahme, die im Sinne der 16. Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV) kein erheblicher baulicher Eingriff ist, werden Lärmsanierungsmaßnahmen nach den Regelungen der “Richtlinie für Verkehrslärmschutz an Bundesfernstraßen in der Baulast des Bundes (VLärmSchR97)” durchgeführt.

Die Lärmsanierung an bestehenden Bundesfernstraßen wird als freiwillige Leistung auf Grundlage haushaltstechnischer Regelungen gewährt und erfolgt nach Dringlichkeit.

Im Rahmen der Erneuerung der Bundesautobahn A 115 wurden aktive Lärmschutzmaßnahmen bzw. deren Kosten unter Beachtung der Grenzwerte von Lärmsanierungsmaßnahmen und der Angemessenheit des Verhältnisses zu den beabsichtigen Schutzwirkungen beurteilt. Im Ergebnis sieht die aktuelle Planung die Verwendung von lärmoptimierten/lärmmindernden Fahrbahnbelägen vor. Im Rahmen der Instandhaltung des Stützbauwerks werden neben lärmoptimierten Fahrbahnbelägen ebenfalls lärmmindernde Übergangskonstruktionen verwendet, die eine Lärmreduzierung von zwei Dezibel herbeiführen.

Zahlen und Daten

  • Bauzeit

    Mit einem Baubeginn kann frühestens in 2021 gerechnet werden.

  • Baukosten

    ca. 17 Millionen Euro