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Ersatzneubau der Fußgängerbrücke Schmöckwitzwerder

Bestandsbrücke Schmöckwitzwerder

Bestandsbrücke Schmöckwitzwerder

Ausführungsphase

Die vorhandene Fußgängerbrücke über den Oder-Spree-Kanal liegt am Waldrand des Ortsteils Schmöckwitzwerder, im Bezirk Treptow Köpenick. Die ausschließlich von Fußgängern nutzbare Brücke wurde im Jahr 1956 als Ersatz für die im Krieg zerstörte Straßenbrücke erbaut. Die Breite des Oder-Spree-Kanals beträgt am Brückenstandort ca. 30 m. Die Breite zwischen den Uferböschungskronen beträgt ca. 40 m.

Bei der letzten Bauwerksprüfung sind neben diversen Anprallschäden auch erhebliche Querschnittsschwächungen infolge Korrosion festgestellt worden. In Verbindung mit der Tatsache, dass die Bestandsbrücke aus Altstahl errichtet wurde und der daraus resultierenden beschränkten Restnutzungsdauer, soll ein Ersatzneubau errichtet werden.

Die neue Brücke ist barrierefrei herzustellen mit Vergrößerung der lichten Durchfahrtshöhe, die die aktuellen Anforderungen der Schifffahrt berücksichtigt.

Das Vorhaben

Visualisierung des Ersatzneubaus

Visualisierung des Ersatzneubaus

Die Trasse der neuen Brücke wird gegenüber der vorhandenen Brücke im Kanalbereich um ca. 7,00 m in Richtung Osten verschoben. Zur Realisierung der neuen Trasse wird die parallel zur Rampe verlaufende Wernsdorfer Straße auf der Südseite des Kanals um ca. 1,40 m nach Osten verschoben.

Der Ersatzneubau setzt sich aus drei Teilbauwerken zusammen. Dabei handelt es sich um die Kanalbrücke sowie um das nördliche und südliche Rampenbauwerk. Die Rampenbauwerke bestehen jeweils aus einer Rampenbrücke und einem bis auf Geländeniveau auslaufenden bodenverfüllten Trogbauwerk. Je eine Zugangstreppe zu den Rampenbrücken wird südlich sowie nördlich vor der Kanalbrücke angeordnet.

Im Zusammenhang mit der Herstellung des Ersatzneubaus erfolgt eine Neugestaltung der Zufahrten zu den Uferwegen. Dabei werden die für Fahrzeuge des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts und für Feuerwehr- und Forstfahrzeuge nutzbaren Uferzufahrten als Wartungswege für die Rampenbauwerke ertüchtigt.

Der Bau

Ab Oktober 2020 erfolgten die für die Herstellung der Brücke und der Rampen erforderlichen Baumfällungen sowie die Umsetzung der Maßnahmen (Eidechsenzaun, Umsetzen Ameisenhaufen, Anbringen Nistkästen) aus der naturschutzrechtlichen Genehmigung.

Der Auftrag für den Brückenbau wurde erteilt und die Bauarbeiten wurden im September 2021 vor Ort begonnen.

Der Ersatzneubau besteht aus insgesamt drei Teilbauwerken. Dabei handelt es sich um die einzusetzende Kanalbrücke sowie um ein nördliches und ein südliches Rampenbauwerk. Die Rampenbauwerke bestehen jeweils aus einer Rampenbrücke und aus einem bis auf Geländeniveau auslaufenden bodenverfüllten Trogbauwerk. Je eine Zugangstreppe zu den Rampenbrücken wird südlich sowie nördlich vor der Kanalbrücke angeordnet.

Im Zusammenhang mit der Herstellung des Ersatzneubaus erfolgt eine Neugestaltung der Zufahrten zu den Uferwegen. Dabei werden die für Fahrzeuge des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts und für Feuerwehr- und Forstfahrzeuge nutzbaren Uferzufahrten als Wartungswege für die Rampenbauwerke ertüchtigt. Nach Fertigstellung der Gesamtbaumaßnahme im IV. Quartal 2022 stehen neben den neuen Treppenanlagen über die beiden barrierefreien Rampenbauwerke entsprechende Anbindungen für den Fuß- und Radverkehr zur Verfügung.

Die Baumaßnahme wird im Rahmen des Sonderprogrammes des Bundes „Stadt und Land“ zur flächendeckenden Fahrradinfrastruktur gefördert. Die Gesamtkosten betragen 4,5 Mio. Euro.

Die neue Kanalbrücke wird auf Bohrpfählen gegründet. Je Pfeiler sind zwei Bohrpfähle mit einer Länge von 16 m erforderlich. Diese, die Pfahlkopfplatten und die Pfeiler der Kanalbrücke sind bereits hergestellt. Darüber hinaus sind der Stützpfeiler für die nördliche Rampenbrücke, das Widerlager der nördlichen Trogrampe und das nördliche Treppenfundament bereits betoniert.
Der Einhub des Stahlüberbaus der Kanalbrücke ist in der 13. KW 2022 erfolgt.

Baustellen- und Bestandfotos

  • Montage des Überbau der Kanalbrücke, März 2022

    Montage des Überbau der Kanalbrücke, März 2022

  • Kranmontage zum Überbau der Kanalbrücke, März 2022

    Kranmontage zum Überbau der Kanalbrücke, März 2022

  • Blick ins Baufeld, Neue Pfeiler zur Rampenbrücke, März 2022

    Blick ins Baufeld, Neue Pfeiler zur Rampenbrücke, März 2022

  • Herstellung Widerlager, November 2021

    Herstellung Widerlager, November 2021

  • Herstellung Pfeilerfundament, November 2021

    Herstellung Pfeilerfundament, November 2021

  • Herstellung Bohrpfähle / Bohrpfahlplatte, November 2021

    Herstellung Bohrpfähle / Bohrpfahlplatte, November 2021

  • Zustand der Bestandsbrücke

    Zustand der Bestandsbrücke

  • Rampenbauwerk der Bestandsbrücke

    Rampenbauwerk der Bestandsbrücke

  • Seitenansicht der Bestandsbrücke

    Seitenansicht der Bestandsbrücke

Verkehrsführung

Die Bestandsbrücke wird erst nach Inbetriebnahme des Ersatzneubaus demontiert und bis dahin für Fußgänger freigehalten.

Zahlen und Daten

Bauwerksdaten zum Bestandsbauwerk

  • Eröffnung

    1974

  • Konstruktion

    Stahlbrücke mit Holzbohlenbelag mehrfeldrig freiaufliegend ohne Durchlaufwirkung

  • Gesamtlänge

    47,33 m

  • Größte Stützweite

    25,75 m

  • Breite zwischen den Geländern

    2,00 m

Bauwerksdaten zum neuen Bauwerk

  • Konstruktion

    Kanalbrücke als Rahmenbauwerk mit Bohrpfahlgründung,
    anschließende nördlich und südlich Rampenbrücken als semiintegrale Bauwerke mit Durchlaufwirkung (jeweils 12 m Stützweite / nördlich 2 Felder [24,00 m] / südlich 3 Felder [36,00 m]) flach gegründet,
    anschließend nördlich und südlich Trogbauwerke

  • Kanalbrücke / Stützweite

    40,94 m

  • Rampenbrücke Süd / Länge

    36,70 m

  • Trogstrecke Süd / Länge

    33,30 m

  • Rampenbrücke Nord / Länge

    24,70 m

  • Trogstrecke Nord / Länge

    40,50 m

  • Gesamtlänge

    176,14 m

  • Breite zwischen den Geländern

    3,00 m

  • Brückendurchfahrtshöhe über dem oberen Betriebswasserstand des Oder-Spree-Kanals

    4,50 m