Ersatzneubau der Salvador-Allende-Brücke

Salvador-Allende-Brücke, Juli 2020
Salvador-Allende-Brücke, Juli 2020
Bild: IGS Ingenieure

Ausführungsphase

Die Salvador-Allende-Brücke überquert die Müggelspree im Bezirk Treptow-Köpenick.

Der jetzige Brückenbau, einschließlich der straßenbegleitenden Stütz­bauwerke, wurde in den Jahren 1979-1981 als mehrfeldriges Spann­beton­bauwerk mit zwei getrennten Überbauten geplant und errichtet. Er dient der leistungsfähigen Umfahrung der Köpenicker Altstadt sowie der Verbindung zwischen den nördlich gelegenen Wohngebieten von Köpenick bis Hellersdorf und dem Köpenicker Krankenhaus.

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Das Vorhaben

Bildvergrößerung: Visualisierung des Ersatzneubaus: Blick in Südost-Richtung
Visualisierung des Ersatzneubaus: Blick in Südost-Richtung
Bild: INROS LACKNER SE
Bildvergrößerung: Visualisierung des Ersatzneubaus: Blick in Südwest-Richtung
Blick in Südwest-Richtung
Bild: INROS LACKNER SE

Der vollständige Abbruch des Bestandsbauwerkes, bestehend aus Widerlagern, Pfeilern und den beiden nördlichen Stützwänden sowie dem vollständigen Ersatzneubau von Brücke, Stützwänden und Verkehrsanlagen wird in zwei Bauabschnitten erfolgen.

  • Der 1. Bauabschnitt beinhaltet den Abbruch und Neubau der westlichen Richtungsfahrbahn.
  • Der 2. Bauabschnitt beinhaltet den Abbruch und den Ersatzneubau der östlichen Richtungsfahrbahn.

Zustand der alten Brücke

Bildvergrößerung: Salvador-Allende-Brücke im Juli 2016
Bild: SenUVK

Anlässlich von turnusmäßig stattfindenden Bauwerksprüfungen wurden an den Überbauten verstärkt Risse festgestellt. Weitere Untersuchungen ergaben eine Alkali-Kieselsäure-Reaktion im Bauwerk. Zusätzlich wiesen die Spannbeton-Überbauten erkennbare Schrägrisse in der Nähe der Auflager auf. Das Brückenbauwerk wurde unter Berücksichtigung der aufgetretenen Schadensbilder nachgerechnet. Die Rissentwicklung wird mittels Bauwerksmonitoring seit dem permanent überwacht.

Als vorab festgelegte Grenzwerte bei der Rissentwicklung erreicht wurden, musste der stärker geschädigte westliche Überbau im Jahr 2014 vom Straßenverkehr entlastet werden.

Der Bau

Baustellenfotos

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Der Neubau des westlichen Überbaus konnte im Jahr 2019 abgeschlossen werden. Der Kfz-Verkehr konnte vorzeitig am 22.11.2019 über den neuen Überbau geführt werden, womit die fast ein Jahr angehaltene Vollsperrung des Brückenüberbaus und die dadurch erforderliche Umleitung aufgehoben werden konnten. Bis Juni 2020 erfolgten die erforderlichen Leitungsarbeiten diverser Medienträger und der anschließende Straßenbau in den Anschlussrampen Nord und Süd.

Vorausschau

Der Bestandsüberbau Ost ist für jedweden öffentlichen Verkehr voll gesperrt. Mit den Rückbauarbeiten kann nach erfolgter Umlegung der provisorischen Trinkwasserleitung auf den Überbau West durch die BWB ab September 2020 begonnen werden.

Verkehrsführung

Aktuell ist die Bauphase 2 eingerichtet. Das bedeutet, dass der 1. Bauabschnitt – Rückbau und Neubau Überbau West – abgeschlossen ist. Der vollständige Fuß- und Radfahrerverkehr sowie der Kfz-Verkehr verläuft über die neu hergestellten Rampen sowie den Brückenüberbau West. Die Umstellung erfolgte am 22.06. bzw. 29.06.2020.

Verkehrsführung Bauphase 2 Nordseite

PDF-Dokument (1005.9 kB)

Verkehrsführung Bauphase 2 Südseite

PDF-Dokument (1005.9 kB)

Zahlen und Daten

Bildvergrößerung: Anfang der 1980er Jahre: Neubau der jetzigen Salvador Allende-Brücke
Anfang der 1980er Jahre: Neubau der jetzigen Salvador Allende-Brücke
Bild: INGE proVIA/IGS Ingenieure

Bauwerksdaten (Gesamtbauwerk)

  • Baujahr

    1981

  • Brückenklasse

    Ursprünglich BKl. 60/30;
    2008 auf BKl. 30/30 herabgestuft

  • Aktuelle Lastbegrenzung für Fahrtrichtung Süd auf dem östlichen Überbau

    max. 18,0 t Fahrzeuggesamtgewicht

  • Aktuelle Lastbegrenzung für Überbau West

    Fußgängerverkehr auf dem Gehweg

  • Konstruktionshöhe

    1,60 m

  • Gesamtstützweite

    136,00 m

  • Breite zwischen den Geländern

    29,90 m

  • Gesamtbreite

    30,60 m

  • Brückenfläche

    4066,40 m²

Gesamtkosten

  • Gesamtkosten für das Land Berlin

    ca. 37 Mio. Euro

Die Baumaßnahme wird vom Land Berlin im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe “Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur” mit Landes- und Bundesmitteln gefördert.