Ersatzneubau der Löffelbrücke

Löffelbrücke
Löffelbrücke
Bild: SenUVK

Ausführungsphase

Die Löffelbrücke befindet sich in Berlin-Pankow. Sie überbrückt die Panke im Zuge der Pasewalker Straße, kurz vor der Anschlussstelle zur A 114, die sich nordöstlich des Bauwerkes befindet. Die vorhandene Brücke ist in einem schlechten, baulichen Zustand. Untersuchungen ergaben, dass gegenüber einer Teilerneuerung des Überbaus auf dem vorhandenen Fundament oder einer Grundinstandsetzung des gesamten Bauwerkes ein Ersatzneubau am wirtschaftlichsten ist.

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Das Vorhaben

Die vorhandene Brücke wurde im Jahr 1930 errichtet. Der Überbau besteht im Fahrbahnbereich aus einer „Walzträger in Beton“-Konstruktion. Die Unterbauten wurden aus unbewehrtem Stampfbeton hergestellt. Das Bauwerk ist flach, innerhalb eines Spundwandkastens, gegründet. Die lichte Weite beträgt 9,00 m und die Brücke hat eine Breite von 35,00 m. Neben dem Straßen- und Fußgängerverkehr wird die Brücke zur Überführung einer zweigleisigen Straßenbahnstrecke und Leitungen diverser Medienträger genutzt.

Die neue Brücke wird als Rahmenkonstruktion aus Stahlbeton ausgeführt. Sie erhält eine Tiefgründung aus lotrecht angeordneten Großbohrpfählen, die die vorhandenen Widerlager durchteufen und eine Einbindung in die tragfähigen Schichten des Baugrundes von mindestens 2,50 m aufweisen. Die lichte Weite beträgt 9,00 m, die Breite zwischen den Geländern 34,90 m. Wie das alte Brückenbauwerk, wird sie zur Überführung der Straßenbahngleise und Leitungen der Medienträger genutzt.

Die drei Bauabschnitte

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Bauabschnitte
Bild: SenUVK

Der Neubau der Löffelbrücke erfolgt im Wesentlichen in drei Bauabschnitten, um die Verkehrsführung während der Bauzeit für den Kfz-, Fußgänger-, Rad- und Tramverkehr aufrechterhalten zu können. Die alte Brücke wird in drei Teilabschnitten von Osten nach Westen abgerissen und neu gebaut, wobei der Verkehr auf den jeweiligen noch vorhandenen oder bereits neuen Bauwerksteilen überführt wird. Die Straßenbahngleisanlagen auf dem zweigleisigen Streckenabschnitt werden eingleisig im 2. Bauabschnitt überführt. Während der Arbeiten zum Abbruch und Neubau des 3. Bauabschnittes fährt die Straßenbahn im Bereich des bereits neu hergestellten Brückenbereichs.

Aufgrund des Neubaus der Feuerwache Pankow in unmittelbarer Nähe der Löffelbrücke sind Straßenanpassungsarbeiten erforderlich. Diese werden auf 145 m Länge mit dem grundhaften Ausbau der Pasewalker Straße, zwischen der Anschlussstelle BAB A 114 und der Galenusstraße erfolgen. Der Ausbau erfolgt zeitgleich mit den Brückenbauarbeiten in mehreren Bauabschnitten.

Derzeit wird von einer Gesamtfertigstellung im November 2020 ausgegangen.

Der Bau

Baustellenfotos

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Aktueller Bautenstand

Folgende Arbeiten wurden bisher fertiggestellt bzw. abgeschlossen:
  • Neubau des Brückenbauwerkes
  • Rückverlegung der Straßenbahngleise in die ursprüngliche Lage
  • Neubau der Straßenbahnhaltestelle Galenusstraße
  • Wiederinbetriebnahme der Straßenbahn ab dem 24.04.2020
  • Ausbau des westlichen Geh- und Radweges zwischen Schlossallee und Galenusstraße mit Verkehrsfreigabe im September 2020
Die Baumaßnahme befindet sich zurzeit in der letzten Bauphase. Die letzte Bauphase umfasst folgende Arbeiten:
  • grundhafter Ausbau der Pasewalker Straße im Bereich der Feuerwache in einer Länge von ca. 145 m (Der Ausbau der Pasewalkerstraße umfasst im Wesentlichen den Ausbau der Fahrbahn und der östlichen Anlagen zwischen der Anschlussstelle BAB A 114 / Schlossallee und Galenusstraße sowie die Anbindung der Feuerwache und des bestehenden Parkplatzes)
  • Rückverlegung der Leitungen der Medienträger (Telekom, Berliner Wasserbetriebe)
  • Rückbau der provisorischen Leitungsbrücke
  • Herstellung der Böschungen und Böschungstreppen
  • Umbau der vorhandenen Lichtsignalanlagen
  • Abschlussarbeiten (Beräumung der Baustelle, Rückbau der Baustelleneinrichtung, etc.)

Verkehrsführung

Die bauzeitliche Verkehrsführung wird auch während der Arbeiten in der letzten Bauphase für den Kfz-, Fußgänger-, Rad- und Tramverkehr ständig aufrechterhalten.

Der östliche Fuß- und Radweg wurde für die Ausführung der Arbeiten gesperrt. Der Fuß- und Radverkehr wird bis zur Gesamtfertigstellung über die neu hergestellten westlichen Wege geführt.

Derzeit wird der Kfz-Verkehr über die eingerichtete Verkehrsführung geführt. Nach der Fertigstellung der Fahrbahn im Endzustand stehen für den Kfz-Verkehr auf der Pasewalker Straße für die Fahrtrichtung stadtauswärts ein Fahrstreifen von 3,25 m Breite und eine Abbiegespur auf die BAB A 114, für die Fahrtrichtung stadteinwärts ein Fahrstreifen von 3,25 m Breite und eine Abbiegespur zur Feuerwehr zur Verfügung.

Der Fahrradverkehr erhält einen 2,0 m breiten Radweg. Der Tramverkehr wird von den Arbeiten nicht beeinträchtigt.

Zahlen und Daten

Bauwerksdaten zum Ersatzneubau

  • Bauwerkssystem

    Rahmenkonstruktion

  • Querschnitt des Überbaus

    Platte, schlaff bewehrt

  • Anzahl der Überbauten

    1, mit Raumfugen getrennt

  • Konstruktionshöhe Platte

    0,65 – 0,74 m

  • Bauart

    Stahlbeton

  • Gesamtstützweite zwischen den Endauflagern (<)

    10,68 m

  • Gesamtstützweite zwischen den Endauflagern (┴)

    11,00 m

  • Lichte Weite zwischen den Widerlagern (┴)

    9,00 m

  • Kleinste lichte Höhe (Freibord)

    ≥ 0,50 m (HQ 100 = 43,61 m NHN)

  • Breite zwischen den Geländern

    34,90 m

  • Brückenfläche

    384 m2

Gesamtkosten

  • Baukosten

    ca. 6,82 Mio. Euro brutto

Die Gesamtkosten der Baumaßnahme liegen derzeit bei ca. 6,82 Mio. Euro brutto. In den Gesamtkosten sind die Kostenanteile für den Straßenbau und die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) mitenthalten.

Die Baumaßnahme wird vom Land Berlin im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe “Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur” mit Landes- und Bundesmitteln gefördert.