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Grundwasserwiederanstieg

Der Wasserverbrauch ist in Berlin in den Jahren 1989 bis 2012 um rund 45 % zurückgegangen. So förderten die Berliner Wasserbetriebe (BWB) im Jahr 2012 rund 172 Millionen m³ weniger Rohwasser als im Jahr 1989.

Infolgedessen stieg das über lange Zeit abgesenkte Grundwasser seit der Wende besonders stark in der Nähe der Wasserwerke wieder an. Das führte in einigen Stadtteilen bei zahlreichen Häusern, deren Keller nicht fachgerecht abgedichtet waren, zu Vernässungsschäden. Dieser Grundwasseranstieg von 1989 bis 2012, der in weiten Teilen des Urstromtales über einen halben Meter betrug, ist in der Grundwasseranstiegskarte dargestellt.

Basierend auf der Koalitionsvereinbarung für die Legislaturperiode 2011 – 2016 hat der Senat sich dieses für den Einzelnen sehr gravierenden Problems angenommen und dazu den „Runden Tisch Grundwassermanagement“ mit Betroffenen, Interessenvertretungen, Vertretern aus den Bezirken und den Parteien, den Berliner Wasserbetrieben und Experten aus der Fachbehörde einberufen, der in 2012 drei Mal getagt hat. Daraus folgernd werden laut Senatsbeschluss von 2014 in repräsentiven Pilotgebieten einzelne Pilotprojekte durchgeführt, um den Betroffenen Lösungsmöglichkeiten im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe anzubieten.

Bildvergrößerung: Grundwasserwiederanstieg von 1989 bis 2012 im Urstromtal
Grundwasserwiederanstieg von 1989 bis 2012 im Urstromtal
Bild: Umweltatlas Berlin