Zwanzig neue grüne Radwege für Berlin

Geschützte Radfahrstreifen in der Holzmarktstraße
Bild: SenUVK
Pressemitteilung vom 08.11.2018

Farblich markierte Radwege sind besser sichtbar und dadurch sicherer.
Die ersten drei Grünbeschichtungen sind fertig, die nächsten in Planung.

Die ersten drei Grünbeschichtungen bereits bestehender Radverkehrsanlagen sind fertiggestellt worden: in der Proskauer Straße und in der Katzbachstraße in Friedrichshain-Kreuzberg und auf der Habelschwerdter Allee (mit Verlängerung in die Thielallee) in Steglitz-Zehlendorf.
Auf zwei weiteren Straßen ist – in Abhängigkeit von der Witterung – bis Ende November mit der Fertigstellung der Grünmarkierung zu rechnen: in der Lahnstraße und der Werbellinstraße in Neukölln.

Radverkehrsanlagen werden durch die grüne Hervorhebung sichtbarer und damit sicherer. Darüber hinaus werden Kreuzungsbereiche rot markiert, um für eine erhöhte Aufmerksamkeit der Autofahrerinnen und Autofahrer zu sorgen. So können bestehende Radverkehrsanlagen schnell und unkompliziert verbessert werden, Geschützte Radfahrstreifen sollen von vorneherein grün markiert werden.

Für 2018 und 2019 ist vorgesehen, auf 20 Straßenabschnitten die Radverkehrsanlagen grün zu beschichten. Dazu zählen u.a. die Karl-Marx-Straße in Neukölln sowie die Großbeerenstraße in Kreuzberg. Bei Markierungsarbeiten im Bestand wird geprüft, ob mit einfachen planerischen Mitteln auch eine Verbreiterung der Radverkehrsanlage möglich ist. So erfolgte etwa in der Werbellinstraße eine Verbreiterung auf 1,90 Meter.

Die Grünbeschichtungen sind Versuchsabschnitte, die über fünf Jahre erprobt und wissenschaftlich ausgewertet werden. Dabei wird untersucht, ob und wie die Grünmarkierungen das Verhalten aller Verkehrsteilnehmenden beeinflussen. Zudem werden die unterschiedlichen Materialien für den Belag auf ihre langfristige Griffigkeit und Haltbarkeit untersucht. Die Rutschfestigkeit etwa wird direkt nach Abschluss der Baumaßnahme geprüft.

Die Baumaßnahmen für die ersten 20 geplanten Grünbeschichtungen werden von der landeseigenen infraVelo GmbH im Auftrag der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz und der Bezirke durchgeführt. Die Bezirke können darüber hinaus auch selbst Grünbeschichtungen veranlassen – wie etwa in Treptow-Köpenick in der Seelenbinderstraße.