Die WATERKANT Berlin wird Modellquartier für flächeneffizientes Bauen durch neue Mobilitätsangebote

Pressemitteilung vom 20.09.2018

Das Projekt „Move Urban” bringt starke Partner zusammen: Im Entwicklungsgebiet
WATERKANT Berlin in Spandau startet das landeseigene Wohnungsunternehmen Gewobag ein bundesweit bisher einmaliges Forschungsprojekt: „Move Urban – Flächeneffiziente Mobilitätsversorgung in wachsenden urbanen und neuen suburbanen Wohnquartieren“.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat für Move Urban innerhalb der “Leitinitiative Zukunftsstadt” Fördermittel bewilligt. Projektpartner sind das Institut für Verkehrsforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), die TU Berlin und das Institut für Klima, Energie und Mobilität (IKEM) unter der Projektleitung der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz (SenUVK).

Die schnell wachsende Bevölkerung erfordert nicht nur den Bau von neuem Wohnraum. Auch im Verkehr wächst die Nachfrage, das Angebot an Straßenraum zum Fahren und Parken ist jedoch kaum erweiterbar. Vollgeparkte Straßen im Wohnquartier, Behinderungen des Liefer-, Entsorgungs- und Busverkehrs, kein Durchkommen für Einsatz- und Rettungsfahrzeuge erfordern daher in den Städten neue Konzepte und Angebote für den Personen- und Wirtschaftsverkehr.

„Die WATERKANT Berlin wird das Labor für integrierte Verkehrs- und Nutzungskonzepte in den neuen Stadtquartieren Berlins. Flächensparende städtebauliche Konzepte und neue Mobilitätsangebote werden Kostenvorteile für den Wohnungsbau und unsere künftigen BewohnerInnen bringen. Mobilitätskonzepte werden damit erstmals integrierter Bestandteil der Planung eines neuen Stadtquartiers. Sie tragen damit auch zu einem attraktiven Image des Neubaugebietes bei.“ erklärt Snezana Michaelis, Mitglied des Vorstandes der Gewobag.
Verkehrs-Abteilungsleiter Hartmut Reupke ergänzt: „Intelligent vernetzte Mobilitätslösungen können den Personen-, Liefer- und Entsorgungsverkehr effizienter und ressourcenschonender gestalten und die Verkehrsinfrastrukturen entlasten, ohne die individuellen Mobilitätsbedürfnisse zu vernachlässigen. Sie erhöhen damit die Erreichbarkeit der neuen Stadtquartiere.“

Der Einsatz von elektrisch angetriebenen Fahrzeugen wird durch geringere Lärm- und Schadstoffemissionen einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der Wohnumfeldqualität leisten. Dazu sollen die vielen planerischen, technologischen und organisatorischen Ideen in der WATERKANT erstmals zusammengeführt werden. Hierbei werden erstmals auch rechtliche und institutionelle Fragen und Verflechtungen zwischen entsprechenden Akteuren geklärt und beispielhaft aufgelöst.

Das interdisziplinäre Projekt bündelt wirtschafts-, politik-, planungs-, rechts- und sozialwissenschaftliche Kompetenzen und nutzt diese für die konkreten Planungen für die WATERKANT. Initiiert wurde das Projekt von der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz.