Engagement und Artenvielfalt für die Hauptstadt: Verleihung des Berliner Naturschutzpreises 2018

v.l.n.r.: Prof. Dr. Ingo Kowarik, Senatorin Regine Günther, Preisträgerin Dr. Birgit Seitz, Preisträger Bernd Lichtenstein, Staatssekretär Stefan Tidow
v.l.n.r.: Reinhard Schubert (Stiftungsvorstand), Annette Nawrath (Stiftungsvorstand), Prof. Dr. Ingo Kowarik, Senatorin Regine Günther, Preisträgerin Dr. Birgit Seitz, Preisträger Bernd Lichtenstein, Staatssekretär Stefan Tidow und Dr. Sylvia Ortmann (Stiftungsvorstand)
Bild: S. Bengelsdorf/SNB
Pressemitteilung vom 10.09.2018

Am 10. September 2018 würdigt die Stiftung Naturschutz Berlin zum 31. Mal außerordentliche Leistungen für den Natur- und Umweltschutz. Mit dem Berliner Naturschutzpreis werden die Personen ausgezeichnet, die sich in besonderem Maß um Flora und Fauna der Hauptstadt verdient gemacht haben. In diesem Jahr erhalten Bernd Lichtenstein und Dr. Birgit Seitz die begehrte Auszeichnung.

Bildvergrößerung: Der Preisträger Bernd Lichtenstein
Der Preisträger Bernd Lichtenstein
Bild: Sophie Bengelsdorf/SNB

In der Kategorie „Ehrenpreis“ erhält Bernd Lichtenstein, Landschaftspfleger, die besondere Auszeichnung. Mit seinem kontinuierlichen Engagement hat er entscheidend zum Gelingen vieler Natur- und Landschaftsschutzprojekte im Bezirk Lichtenberg beigetragen. Als Mitbegründer und langjähriger Vorsitzender des Vereins Landschaftspark Nordost sorgte Bernd Lichtenstein für die Einrichtung des Regionalparks Barnimer Feldmark. Naturschutz, Landschaftspflege, Naherholung und die Förderung der Region stehen dort im Fokus. Während seiner ehrenamtlichen Tätigkeit stellte sich Bernd Lichtenstein vielen sehr schwierigen Aufgaben. So machte er sich unter anderem für die Sanierung der vom Verfall bedrohten Dorfkate Falkenberg stark. Heute beherbergt sie das Café Lehmsofa und ist Begegnungs- und Informationsstätte sowie Ausgangspunkt für Aktivitäten im Regionalpark. Bernd Lichtenstein hat durch seine Arbeit vielen Menschen den Gedanken des Naturschutzes nähergebracht.

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Die Preisträgerin Birgit Seitz
Bild: U. Heink

Gewinnerin in der Kategorie „Ehrenpreis“ ist außerdem Dr. Birgit Seitz, Botanikerin. Birgit Seitz ist von ganzem Herzen Botanikerin. Mit außerordentlichem Engagement setzt sie sich seit vielen Jahren für die Erforschung der Berliner Flora ein. Ohne sie würde es den Berliner Florenatlas nicht geben. Das Werk dokumentiert die Arten der Berliner Pflanzenwelt und zeigt, wie sich die Flora über Jahrhunderte hinweg verändert. Besonders herausragend sind ihre Forschungen zur Vielfalt der Wildrosensippen in der Hauptstadt – niemand kennt sie so gut wie Birgit Seitz. Mit ihrem ehrenamtlichen und leidenschaftlichen Engagement gelingt es ihr immer wieder, andere für die Pflanzenwelt zu begeistern. Zukünftige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, aber auch Laien, haben viel von der versierten Botanikerin gelernt, zum Beispiel schwer erkennbare Pflanzen zu bestimmen. Sie ist ehrenamtliche Vorsitzende des Botanischen Vereins von Berlin und Brandenburg.

Zur heutigen Preisverleihung im Heimathafen Neukölln spricht Stefan Tidow, Vorsitzender des Stiftungsrats und Staatssekretär für Umwelt und Klimaschutz, vor 450 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Die Laudationes auf die Preisträger halten Regine Günther, Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, und Prof. Dr. Kowarik, Landesbeauftragter für Naturschutz und Landschaftspflege.

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