Panke: Danke – Kerstin bohrt riesigen Abwasserspeicher

Start für den Vortrieb des Stauraumkanals unter dem Mauerpark mit Jörg Simon, Vorstandsvorsitzender der Berliner Wasserbetriebe, Staatssekretär Jens-Holger Kirchner und Kerstin Oster, Personalvorständin der Berliner Wasserbetriebe
Start für den Vortrieb des Stauraumkanals unter dem Mauerpark und Taufe der Tunnelbohrmaschine auf den Namen KERSTIN mit Jörg Simon, Vorstandsvorsitzender der Berliner Wasserbetriebe, Staatssekretär Jens-Holger Kirchner und Namenspatin Kerstin Oster, Personalvorständin der Berliner Wasserbetriebe (v.l.n.r.)
Bild: Berliner Wasserbetriebe / Benjamin Pritzkuleit
Pressemitteilung vom 25.06.2018

Start für den Vortrieb des Stauraumkanals unter dem Mauerpark

Heute fällt mit der Taufe der Tunnelbohrmaschine und ihrem Einsetzen in die 13 Meter tiefe Baugrube an der Bernauer Straße der Startschuss für den Vortrieb des Stauraumkanals unter dem Mauerpark. Der Tunnel unter dem gepflasterten Weg durch den Park soll künftig bei starkem Regen 7.400 Kubikmeter Abwasser speichern und so Panke und Spree vor Verunreinigungen schützen.

Um den Mauerpark möglichst wenig zu beeinträchtigen, wird der 654 Meter lange Stauraumkanal mit einer Tunnelbohrmaschine zwischen der Bernauer Straße und der Gleimstraße unterirdisch vorangetrieben. „Dieses auch für uns außergewöhnliche Großprojekt steht exemplarisch für unsere Strategie, unsere Infrastruktur mit deutlich wachsenden Investitionen stadtverträglich zu erneuern und auszubauen“, unterstreicht Wasserbetriebe-Vorstandschef Jörg Simon. „Für die sichere Ver- und Entsorgung bauen wir in diesem Jahr Anlagen im Wert von rund 320 Millionen Euro, davon 160 im Bereich der Rohr- und Kanalnetze. Zwei Drittel davon entstehen mit grabenlosen Verfahren.“

Regine Günther, Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz: „Mit dem Stauraumkanal leisten wir einen wichtigen Beitrag für saubere Gewässer in Berlin und schützen so die Gesundheit der Berlinerinnen und Berliner. Solche Investitionen, mit denen sich Berlin an den Klimawandel anpasst, werden in Zukunft verstärkt notwendig sein.“

Künftig würden dezentrale, grüne Maßnahmen zur Verdunstung, Versickerung oder Nutzung von Regenwasser auf möglichst vielen Gebäuden und Grundstücken die großen, meist unterirdischen Bauwerke ergänzen.

Taufname steht für starke Frauen bei den Berliner Wasserbetrieben

Die Tunnelbohrmaschine wurde traditionsgemäß getauft. Namenspatin ist Kerstin Oster, Personalvorstand der Berliner Wasserbetriebe, die bei der Taufe um noch mehr Frauen und Mädchen für das innovative Umweltunternehmen warb: „Starke Frauen planen bei uns Projekte wie diesen Stauraumkanal, sanieren Kanäle, leiten Wasserwerke und den gesamten Abwasserbereich. Unsere Aufgaben wachsen und dafür suchen wir ständig Nachwuchs- und Fachkräfte.“

Rund 20 Millionen Euro investieren das Land Berlin und die Berliner Wasserbetriebe im Verhältnis von 60 : 40 bis Ende 2019 in das Projekt, zu dem neben dem Stauraumkanal auch ein Entleerungspumpwerk an der Gleimstraße und Verbindungsbauwerke zu den Kanalisationsgebieten beiderseits des Mauerparks gehören.

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