Abbiegeassistenten können Leben retten

mehrere LKW
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Pressemitteilung vom 27.04.2018

Bundesratsinitiative zum verpflichtenden Einbau eingebracht

Rechtsabbiegende LKW können eine tödliche Gefahr vor allem für Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer bedeuten. Auch in Berlin ist in diesem Jahr bereits eine Frau auf diese Weise ums Leben gekommen, in Hannover kürzlich ein elfjähriger Junge.

Regine Günther, Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz: „Tote Winkel werden immer wieder zur tödlichen Falle für Radfahrende. Abbiegeassistenten können Leben retten und müssen zum lebensrettenden Standard werden. Sie sind ein weiterer Baustein unserer Vision Zero: Kein Mensch soll mehr im Berliner Verkehr ums Leben kommen.“

Abbiegeassistenten warnen den LKW-Fahrer, wenn er andere im toten Winkel zu übersehen droht, und können eine Notbremsung einleiten. Die Systeme sind technisch ausgereift und werden bereits von einzelnen Herstellern angeboten. Sie sind allerdings noch viel zu wenig verbreitet.

Das Land Berlin startet deswegen gemeinsam mit Brandenburg, Bremen, Hessen und Thüringen eine Bundesratsinitiative, um Abbiegeassistenten verpflichtend zu machen. Die Initiative im Bundesrat steht am Freitag, 27. April 2018, auf der Tagesordnung des Bundestages und zielt auf zwei Punkte:

  • Verpflichtender Einbau der Abbiegeassistenten in alle LKW, egal ob bereits zugelassen oder neu
  • Finanzielle Förderung des Einbaus durch Bundesmittel

In den Polizeiberichten zu Abbiege-Unglücken heißt es oft: „Der Fahrer hat das Opfer offenbar übersehen.“ Aber eine Unachtsamkeit, ein Augenblicksversagen, darf so weit möglich, keine tödlichen Folgen haben. Moderne Technik kann Menschenleben retten.