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Bürgerbeteiligung für den Lärmaktionsplan 2018 – 2023 startet

Kaiserdamm
Bild: Philipp Eder
Pressemitteilung vom 25.04.2018

Heute startet die vierwöchige Bürgerbeteiligung zur Fortschreibung des Lärmaktionsplans 2018 bis 2023. Bis zum 23. Mai können Bürgerinnen und Bürger Hinweise zu belastendem Lärm geben. Die Hinweise fließen in den Lärmaktionsplan ein, in dem Maßnahmen zur Eindämmung von Lärm entwickelt werden. Lärmaktionspläne sind nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz alle fünf Jahre zu aktualisieren.

Für die Bürgerbeteiligung steht die Plattform www.leises.Berlin.de zur Verfügung. Neben der wahrgenommenen Lärmbelastung wird auch danach gefragt, was einen (leisen) Ruheort in der Stadt ausmacht. Auf diese Weise sollen diese Orte in der wachsenden Stadt gestärkt werden.

Der größte Verursacher von Lärm ist nach wie vor der Kraftfahrzeugverkehr. Eine hohe Belastung durch Verkehrslärm schadet der Gesundheit.

Staatssekretär Stefan Tidow: „Viele Menschen empfinden Lärm als Belastung. Deshalb tun wir bereits eine Menge dafür, den Lärm in Berlin zu verringern. Das beginnt mit einer Verkehrsplanung, die bei neuen Straßen die Lärmbelastung der künftigen Anwohnerinnen und Anwohner so gering wie möglich hält. Mit dem neuen Mobilitätsgesetz stärken wir leise Verkehrsmittel. Wir fördern den Radverkehr und setzen auf E-Mobilität. Mit dem Einsatz von Elektrobussen wird auch der ÖPNV leiser werden.“

Die Vorgaben des neuen Mobilitätsgesetzes decken sich mit den Zielen der Lärmaktionsplanung. „Das Mobilitätsgesetz stärkt die lärmarmen Verkehrsträger wie Rad- und Fußverkehr sowie den ÖPNV“, sagte Tidow. „Es leistet damit auch einen Beitrag zur Verringerung von Lärm.“ Denn wenn mehr Menschen den Umweltverbund nutzen, wird der Verkehrslärm durch Autos verringert. Ein weiteres Beispiel: Wenn Radfahranlagen an Hauptverkehrsstraßen angelegt werden, wird der Abstand der Häuser zur Fahrbahn größer. Mit der Entfernung nimmt auch der Verkehrslärm ab.

Lastenfahrräder sind ein weiterer Baustein gegen Verkehrslärm: Auf der letzten Meile im Stadtviertel können damit Pakete und Kuriersendungen ohne Lärm und Abgase ausgeliefert werden.

Weitere Maßnahmen sind der Einsatz von lärmarmem Asphalt bei der Sanierung von Straßen und das Berliner Förderprogramm für Schallschutzfenster. Anwohnerinnen und Anwohner lauter Hauptstraßen können einen Zuschuss für den Einbau von Lärmschutzfenstern beantragen.

Tidow: „Eine Metropole wie Berlin wird nie ganz leise sein. Und die wachsende Stadt stellt uns vor zusätzliche Herausforderungen. Damit der Lärm nicht mitwächst, kommt es darauf an, gegenzusteuern. Mit dem Lärmaktionsplan wollen wir feststellen, welche Maßnahmen wir zur Eindämmung von Lärm in den nächsten Jahren in der Stadt umsetzen wollen. Wir möchten die Bürgerinnen und Bürger aufrufen, sich mit Hinweisen und Anregungen an der Erarbeitung des Lärmaktionsplans zu beteiligten. Helfen Sie mit, dass Berlin leiser und so die Lebensqualität in der Stadt erhöht wird.“

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