Wiederverwertung von Abfällen ist aktiver Klimaschutz

Sortieranlage für Abfälle
Bild: SenUVK
Pressemitteilung vom 21.02.2018

Stoffstrom-, Klima- und Umweltbilanz für 2016 vorgelegt

Schädliche Klimagase und Umweltbelastungen können durch eine konsequente Nutzung und Wiederverwertung der „Ressource Abfall“ sowie durch Abfallvermeidung deutlich reduziert werden.

Mit dem Abfallwirtschaftskonzept für das Land Berlin (2010 bis 2020) wurde eine Grundlage geschaffen, die Berliner Abfallwirtschaft insbesondere unter den Aspekten des Ressourcen- und des Klimaschutzes neu auszurichten und zu optimieren.

Zur Evaluierung und zur Steuerung der Abfallströme erstellt die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz im Turnus von zwei Jahren eine Stoffstrom-, Klimagas- und Umweltbilanz (SKU-Bilanz) für nicht gefährliche Abfälle.

Die Ergebnisse der SKU-Bilanz für das Jahr 2016 liegen vor und wurden dem Abgeordnetenhaus zugeleitet.

Die Untersuchung zeigt eindrucksvoll, dass durch die optimierte Entsorgung der Abfälle hohe Umweltentlastungen erzielt werden.
Folgende Effekte wurden ermittelt:

  • Reduzierung von 939.000 Mg (t) CO2-Äquivalenten an schädlichen Klimagasen,
  • Einsparungen von rund 2.103.717 Mg an Primärrohstoffen (z.B. Kies),
  • Einsparung von 62.592 Mg an Rohmetallen,
  • Einsparungen von 288.283 Mg an Holz.

Diese ökologischen Effekte sollen bis zum Jahr 2030 deutlich ausgebaut und in Teilbereichen sogar verdoppelt werden. Dieser Weg wird nun weiter verfolgt, um die Ressource Abfall durch eine gezielte und umfassende Wiederverwertung optimal zu nutzen.

Die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz schreibt in diesem Jahr das Abfallwirtschaftskonzept auf der Basis der Stoffstrom-, Klimagas- und Umweltbilanz (SKU-Bilanz) für den Zeitraum 2020 bis 2030 fort.

Dieses Planungsinstrument wird die „Zero Waste“-Strategie des Berliner Senats konkretisieren und die Weichen für die Entwicklung hin zu einer modernen Kreislaufwirtschaft stellen.