Öffentlicher Fuhrpark wird emissionsärmer

Ladesäule Projekt www.be-emobil.de
Bild: Philipp Eder
Pressemitteilung vom 15.01.2018

Berliner Verwaltung als Vorreiter bei der E-Mobilität

Der öffentliche Fuhrpark des Landes Berlin wird umweltverträglicher. Die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz hat höhere Umweltschutzanforderungen für die Beschaffung von PKW definiert und per Rundschreiben an die Landesverwaltungen gesandt. Das Rundschreiben gilt für alle Senatsverwaltungen (inkl. Polizei, Feuerwehr), Bezirksverwaltungen, Stiftungen, Körperschaften und Anstalten öffentlichen Rechts wie BSR, BVG und BWB.

Senatorin Regine Günther sagt: „Die öffentliche Hand muss vorbildhaft zeigen, wie der Verkehr klimafreundlicher, gesünder und moderner werden kann. Es geht darum, den Ausstoß von Kohlendioxid deutlich zu verringern, die Belastung durch Stickstoffdioxide zu senken und zum Vorreiter bei der Elektromobilität zu werden. Wir müssen jetzt handeln, um die Klimaziele zu erreichen und die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen.“

Die neuen Umweltschutzanforderungen berücksichtigen die im April 2017 vom Umweltbundesamt veröffentlichten Erkenntnisse zu dem stark erhöhten NOx-Ausstoß von Diesel-Pkw. Um zügig Fortschritte für die Luftreinhaltung und den Klimaschutz zu erreichen, erfolgte die Anpassung der bestehenden Umweltschutzanforderungen im Vorfeld der generellen Fortschreibung der Verwaltungsvorschrift Beschaffung und Umwelt, die für 2018 geplant ist.

Ab sofort sind bei der Beschaffung von Pkw insbesondere folgende Umweltschutzanforderungen bei der Leistungsbeschreibung zu verwenden:

  • Es sind bevorzugt Fahrzeuge mit voll-elektrischem Antrieb zu beschaffen und bei Bedarf ist die dafür notwendige Ladestruktur am Standort des Fahrzeugs aufzubauen.
  • Ist für den geplanten Einsatzzweck kein Fahrzeug mit rein elektrischem Antrieb zu vertretbaren Kosten geeignet, ist alternativ ein Fahrzeug mit Hybridantrieb als Kombination von Elektro- und Ottomotor (bevorzugt als Plug-In-Hybrid) oder mit Erdgasantrieb (CNG – Compressed Natural Gas oder Biomethan) zu beschaffen.
  • Für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor ist für die Stickoxidemission (NOx) ein Wert von 0,120 g/km im realen Fahrbetrieb (bei Hybridfahrzeugen bezogen auf den reinen Betrieb mit Verbrennungsmotor) einzuhalten.
  • Für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor darf der Ausstoß an Kohlendioxid (CO2) folgende Werte nicht überschreiten:
    o Fahrzeuge der Segmente (nach Kraftfahrtbundesamt) Mini, Kleinwagen und Kompaktwagen: 120 g/km
    o Fahrzeuge der Segmente (nach Kraftfahrtbundesamt) Mittelklasse, obere Mittelklasse, Vans, Geländewagen und Oberklasse: 130 g/km und ab 01.01.2019: 120 g/km
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