Minna-Todenhagen-Brücke für den Verkehr freigegeben

Neubau der Spreebrücke im Zuge der Süd-Ost-Verbindung (November 2017)
Neubau der Spreebrücke im Zuge der Süd-Ost-Verbindung (November 2017)
Bild: SenUVK
Pressemitteilung vom 21.12.2017

Regine Günther, Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, hat heute die Minna-Todenhagen-Brücke für den Verkehr freigegeben. Damit steht im Südosten Berlins eine neue Verkehrsverbindung über die Spree zur Verfügung, die Treptow und Niederschöneweide mit Oberschöneweide verbindet.

Gemeinsam durchschnitten Verkehrssenatorin Regine Günther, der Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Henner Bunde, und der Bezirksbürgermeister von Treptow-Köpenick, Oliver Igel, symbolisch ein Band und eröffneten damit die Minna-Todenhagen-Brücke und -Straße.

Benannt sind Brücke und Straße nach Minna Todenhagen, einer SPD-Politikerin, die 1919 maßgeblich an der Gründung der Arbeiterwohlfahrt beteiligt war. Die Sozialpolitikerin war in der Kinder- und Jugendfürsorge tätig und setzte sich für die Gleichberechtigung der Frauen in der Gesellschaft ein. Von 1925 bis 1932 gehörte sie der Berliner Stadtverordnetenversammlung an. 1933 wurde sie als Leiterin einer Kindereinrichtung entlassen und stand bis 1934 unter Polizeiaufsicht. 1944 wurde sie für kurze Zeit inhaftiert. Nach dem Krieg setzte sie ihr politisches und sozialpolitisches Engagement fort.

Regine Günther: „Ich freue mich sehr, dass wir mit Minna Todenhagen eine mutige und engagierte Frau als Namensgeberin der Brücke ehren. Mit der Minna-Todenhagen-Brücke gewinnen wir eine neue Verkehrsverbindung über die Spree, die die Wohnstraßen in Ober- und Niederschöneweide entlastet. Das bringt mehr Lebensqualität für die Anwohnerinnen und Anwohner. Die neue Buslinie über die Brücke sorgt für eine bessere Anbindung von Oberschöneweide an den Öffentlichen Nahverkehr.“

Die neue BVG-Buslinie 365 verbindet Oberschöneweide direkt mit dem S-Bahnhof Baumschulenweg. Der Bus nimmt mit der Verkehrsfreigabe der Brücke den Linienbetrieb auf.

Die Minna-Todenhagen-Brücke und -Straße ist ein wichtiges Infrastrukturprojekt, das zugleich die Voraussetzung für einen nächsten Schritt ist: mit der Umgestaltung des Straßenraums in Nieder- und Oberschöneweide soll die Aufenthaltsqualität verbessert werden. In die Planung werden die Bürgerinnen und Bürger einbezogen.

Die Minna-Todenhagen-Brücke ist mit 420 Metern die zweitlängste Brücke Berlins.
Die vierspurige Straße ist beidseitig mit Gehwegen und Hochbord-Radwegen ausgestattet.

Die Gesamtkosten der neuen Straßenverbindung betrugen rund 73 Mio. Euro. Davon fielen für den Brückenbau einschließlich der Lärmschutzwände Kosten von knapp 50 Mio. € an.

Die Straße kostete 19,5 Mio. €, für den Grunderwerb fielen 3,3 Mio. € an.
Das Bauvorhaben wurde aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) gefördert.

Der Bau dauerte von Dezember 2013 bis Dezember 2017.

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