Elektro-Fahrräder haben großes Potenzial

Radverkehr
Bild: Tom Kretschmer
Pressemitteilung vom 15.11.2017

Praxisleitfaden zum Projekt „EBikePendeln“ erschienen

Elektrofahrräder haben ein erhebliches Potential, das Auto bei Fahrten zum Arbeitsplatz zu ersetzen. Das zeigt ein großangelegter Praxistest mit 324 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die acht Wochen lang ein E-Fahrrad im Alltagsverkehr testen konnten. Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitforschung belegen: Das Pedelec ersetzte bei fast 60 Prozent der Wege ein Auto. Im Entfernungsbereich bis circa 15 Kilometer war das Pedelec attraktiver als das Auto. Das entspricht einer Fahrzeit von knapp einer Stunde. Überraschend: Das Pedelec wurde als Ganzjahres-Verkehrsmittel erkannt, nur Eis und Schnee konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von einer Pedelec-Fahrt abhalten.

Regine Günther, Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz: „Das Potenzial von Elektrofahrrädern ist groß. Für viele können Elektroräder im Berufsverkehr eine Alternative zum Auto bieten. So kann die Luft- und Lärmbelastung verringert werden. Das ist ein vielversprechender Ansatz für effektiven Umwelt- und Klimaschutz.“

Das Projekt “EBikePendeln” wurde im Südwesten Berlins und den angrenzenden Umlandkommunen Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf durchgeführt. Beschäftigte von 33 Unternehmen, Einrichtungen und Behörden erhielten dort für jeweils acht Wochen ein Pedelec, das sie im Alltagsverkehr testen konnten. Während der 15-monatigen Projektdauer haben 324 Teilnehmerinnen und Teilnehmer insgesamt rund 150.000 Kilometer und durchschnittlich 25.500 Kilometer pro Woche mit den Pedelecs zurückgelegt. Ein Praxisleitfaden fasst die Ergebnisse des Projektes zusammen und informiert, wie die Vorteile von Elektrozweirädern genutzt werden können.

Der Leitfaden „Pendeln mit Rückenwind“ kann hier heruntergeladen werden: