Entwicklungskonzept für Bahn-Infrastruktur unterzeichnet

Unterzeichnung Rahmenvereinbarung Infrastruktur 2030
Unterzeichnung der Rahmenvereinbarung Infrastruktur 2030 (v.l.n.r.: Senatorin Regine Günther, Ronald Pofalla, Vorstand Infrastruktur der DB AG und Kathrin Schneider, Ministerin für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg)
Bild: SenUVK
Pressemitteilung vom 04.10.2017

Gemeinsame Presseinformation: Deutsche Bahn AG, Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung Brandenburg und VBB Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH

Berlin und Brandenburg wollen mehr Eisenbahn für die Hauptstadtregion

  • Acht Korridore im Blickfeld

Heute wurde in der Konzernzentrale der Deutschen Bahn eine „Rahmenvereinbarung über das Entwicklungskonzept für die Infrastruktur des Schienenverkehrs in Berlin und Brandenburg – i2030“ gemeinsam von Regine Günther, Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz des Landes Berlin, Kathrin Schneider, Ministerin für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg, und Ronald Pofalla, Vorstand Infrastruktur der DB AG, unterzeichnet.

Darin erklären sich die beiden Länder als Aufgabenträger für den SPNV bereit, im Rahmen ihrer haushaltsrechtlichen Möglichkeiten die nötigen Finanzmittel für die vorbereitenden Untersuchungen und Planungen zur Ertüchtigung und Erweiterung der Eisenbahninfrastruktur in der Region bereitzustellen. So wird gesichert, dass Infrastrukturprojekte rechtzeitig beginnen können und der Nutzen bedarfsgerecht wirksam wird.

Die Vertragspartner richten einen Lenkungskreis „i2030“ ein, der die sach- und zeitgerechte Abwicklung der vereinbarten Projekte überwacht und über die Projektliste einschließlich Anpassung und Ergänzung befindet. Die erste Sitzung dieses Gremiums wird noch in diesem Jahr, am 29. November, stattfinden. Die umfangreichen Planungs- und Prüfprozesse im Projekt i2030 werden vom Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) koordiniert und gemeinsam mit den Ländern Berlin und Brandenburg und der Deutschen Bahn umgesetzt.

Im Blickfeld der Gespräche stehen acht Korridore, für die auf Grundlage eines Gesamtkonzepts für den Nahverkehr Varianten untersucht werden:

  • Berlin-Spandau-Nauen
  • Potsdamer Stammbahn
  • Prignitz Express/Velten
  • Nordbahn/Heidekrautbahn
  • RE1
  • Berlin-Dresden/Rangsdorf
  • Berlin-Cottbus/Bahnhof Königs Wusterhausen
  • Engpassbeseitigung und Weiterentwicklung S-Bahnnetz

Zitate:

Ronald Pofalla: „Mit der heutigen Unterzeichnung der gemeinsamen Rahmenvereinbarung schaffen wir die Voraussetzung dafür, dass die Schiene auch in Zukunft für die Menschen in Berlin und Brandenburg attraktiv bleibt und ihre Mobilitätsbedürfnisse erfüllt.“

Regine Günther: „Berlin ist eine wachsende Metropole und die Verflechtung mit dem Umland steigt. Sichtbares Zeichen dafür ist die stetig wachsende Zahl von Menschen, die zu ihrem Arbeitsplatz pendeln. In der Metropolregion Berlin-Brandenburg sollen möglichst viele dieser Pendler komfortabel und zuverlässig mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu ihrem Arbeitsplatz fahren können. Dafür sind Investitionen in die Infrastruktur wie Schienen, Bahnhöfe und Züge nötig. Die Länder Berlin und Brandenburg wollen in den kommenden Jahren gemeinsam mit der Deutschen Bahn dafür sorgen, dass die Eisenbahninfrastruktur bedarfsgerecht ausgebaut wird.“

Kathrin Schneider: „Wir müssen die Entwicklung der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg in den nächsten 20 Jahren in den Blick nehmen. Planungs- und Bauprozesse nehmen viel Zeit in Anspruch. Wir müssen jetzt mit konkreten Planungen anfangen, damit wir die dynamische Entwicklung der Hauptstadtregion nicht bremsen, sondern weiter aktiv unterstützen. Wir müssen auch aufhören darüber zu diskutieren, ob die S- Bahn oder die Regionalbahn die richtige Lösung ist. Wir werden beide Systeme brauchen, um die Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen.“

Die Geschäftsführerin des VBB, Susanne Henckel: „Wir merken es alle jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit oder beim Wochenendausflug: Die Züge werden immer voller! Vor allem in den Spitzenzeiten wird es immer schwieriger, noch einen Sitzplatz zu bekommen. Unser gutes Nahverkehrsangebot auf der Schiene kommt so gut an, dass wir nachlegen und künftig mehr Züge und mehr Kapazitäten anbieten müssen. Dafür braucht es mehr Infrastruktur wie z.B. längere Bahnsteige, zusätzliche Gleisanlagen und neue Haltepunkte. Auch müssen Engpässe auf der Schiene beseitigt werden. Die Zukunft auf der Schiene beginnen wir jetzt!“

i2030: Entwicklungsprojekte für die Hauptstadtregion

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