S-Bahnhof Karlshorst wird ab Februar 2018 saniert

Pressemitteilung vom 27.09.2017

Regionalbahnhalt in Karlshorst entfällt

Die DB AG hat in den vergangenen Wochen untersucht, welche Möglichkeiten des Weiterbetriebs des Regionalbahnhalts Karlshorst bis zur Eröffnung des Bahnhofs Köpenick im Jahr 2027 bestehen. Die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz hatte sich bei der DB AG für den Erhalt des Regionalbahnhalts Karlshorst eingesetzt.

Das Ergebnis der Untersuchungen zeigt allerdings, dass wegen des schlechten baulichen Zustandes die vor langer Zeit beschlossene Grundsatzentscheidung nicht revidierbar ist. Die Kosten und der Aufwand wären unvertretbar hoch. Der Regionalbahnhalt in Karlshorst wird daher im kommenden Jahr wegfallen.

Karlshorst ist durch die S-Bahn-Anbindung auch in Zukunft gut angeschlossen. Mit den Arbeiten für den Umbau des S-Bahnhofs Karlshorst wird ab Februar 2018 begonnen.

Das Ergebnis der Untersuchungen:

  • Die Regionalbahnsteige und insbesondere die Fußgängerbrücke sind so verschlissen, dass sie nicht saniert werden können. Insbesondere der Zustand der Fußgängerbrücke ist so bedenklich, dass eine Weiterführung des Betriebshalts zum Ein- und Aussteigen von Fahrgästen über das laufende Jahr hinaus nicht mehr betriebssicher wäre.
  • Die Grunderneuerung der provisorischen Regionalbahnsteige mit Anpassung an die geltenden technischen Bestimmungen und Sicherheitsanforderungen würden einen langen zeitlichen Planungsvorlauf und ein weiteres Planfeststellungsverfahren erfordern. Denn die vorhandenen Anlagen würden bei einem Ersatzneubau ihren Bestandsschutz verlieren.
  • Für Planungs- und Bauzeiten müssten die Regionalbahnsteige für einen Ersatzneubau für mindestens sechseinhalb Jahre geschlossen werden. Frühestens zum Fahrplanwechsel im Dezember 2023 wäre ein Regionalbahnhalt wieder möglich. Bis zur Inbetriebnahme des Regionalbahnhofs Köpenick im Dezember 2027 bliebe ein Zeitraum von nur vier Jahren.
  • Die Kosten für einen Neubau von Bahnsteigen, die dem Stand der Technik entsprechen – mit behindertengerechten Zugängen und Ausstattungen der Regionalbahnsteige – werden auf circa 13,7 Millionen Euro geschätzt. Die mit Millionenaufwand neu gebauten Bahnanlagen wären allerdings nur vier Jahre in Betrieb – nämlich bis zur Inbetriebnahme des Regionalbahnhofs Köpenick im Dezember 2027. Dies wäre nicht vertretbar.

Hinzu kommt:

  • Für den Umbau des S-Bahnhofs Karlshorst ist der Rückbau der Regionalbahnsteige erforderlich, um die nötige Baufreiheit herzustellen. Mit dem Umbau des S-Bahnhofs Karlshorst wird die Infrastruktur für Karlshorst verbessert.