Berlin braucht einen funktionierenden Busbahnhof

Visualisierung Zentraler Omnibusbahnhof
Visualisierung Zentraler Omnibusbahnhof Bild: Architekturbüro Die Brücke
Pressemitteilung vom 05.09.2017

Es gibt immer mehr Fahrgäste im Busverkehr, die Auslastung der Busse steigt. Vor allem zu Stoßzeiten gibt es sehr viele Fahrgäste. Die alte Planung basierte auf deutlich niedrigeren Fahrgastzahlen und musste daher angepasst werden, um Kapazitätsengpässe in der Zukunft zu vermeiden.

Berlin ist eine internationale Metropole und braucht einen Busbahnhof, der einen guten Standard an Komfort bietet. Das aktuelle äußere Erscheinungsbild des Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) und der Komfortstandard für die Fahrgäste entspricht nicht den heutigen Ansprüchen an einen modernen und serviceorientierten Busbahnhof.

Mit Hilfe der geplanten Instandsetzungs- und Neubaumaßnahme soll in den kommenden Jahren ein Busbahnhof entstehen, in dem alle Fahrgäste angemessen willkommen geheißen werden und in dem Gäste zum Abschluss einer Reise mit positiven Eindrücken die Stadt verlassen.

Dazu gehört:

  • Die vorhandenen Gebäude sollen zusätzlich zur Erneuerung der Haltestellen nicht nur instandgesetzt, sondern neu gebaut werden.
  • Die alte Wartehalle sowie das separate Gebäude mit den sanitären Anlagen werden zu einem vergrößerten Gebäudekomplex zusammengefasst und neu errichtet. Dadurch vergrößern sich unter anderem die Sitzplatzkapazitäten im Wartebereich erheblich. In dem zusammenhängenden und einheitlich gestalteten Gebäude werden alle Funktions- und Servicebereiche unter einem Dach angeboten.
  • Auch die störanfällige Fahrgastinformation aus dem Jahr 2005 wird komplett erneuert, um Fahrgäste schnell und präzise über kurzfristige Fahrplanänderungen oder Verspätungen zu informieren.
  • Das neue Gebäude wird barrierefrei und energetisch effizienter sein sowie mehr Komfort für die Fahrgäste bringen. Ziel ist eine Erhöhung der Service- und Aufenthaltsqualität und eine verbesserte Grundversorgung der Fahrgäste.
  • Zur Erneuerung der Verkehrsinfrastruktur gehört die Leitstelle, die von der Wartehalle direkt zur Ein- und Ausfahrt verlegt wird. So erhält das Personal vor Ort den direkten Sichtkontakt zum Fahrpersonal der Busbetreiber.
  • Die Kosten für diese aktuellen Planungen belaufen sich auf 29,9 Millionen, davon sind etwa 10 Millionen externe Fördermittel (GRW). Im Haushaltsplan werden 29,9 Millionen Euro beantragt.

Das Parlament muss im Rahmen der Haushaltsdiskussionen beraten, in welcher Form der ZOB umgebaut werden soll.