Baumaßnahmen auf der Stadtautobahn im Sommer 2017

BAB A 113
Bild: SenUVK
Pressemitteilung vom 07.06.2017

Berlin führt in den Sommermonaten wichtige Instandhaltungsmaßnahmen an drei innerstädtischen Autobahnabschnitten durch. Straßen und Brücken müssen saniert werden, denn Berlin braucht ein funktionierendes Straßennetz. Diese Sanierung führt unvermeidlich zu vorübergehenden Verkehrseinschränkungen.

Um die Belastungen der Berlinerinnen und Berliner so gering wie möglich zu halten, werden dringend notwendige Baumaßnahmen in verkehrsärmeren Zeiten – nachts und am Wochenende – erledigt.

Größere Projekte werden während der Berliner Sommerferien ausgeführt, weil das Verkehrsaufkommen in diesen Monaten um 15 bis 20 Prozent geringer ist als außerhalb der Ferien.

In diesen Sommerferien wird es drei umfangreiche Sanierungsmaßnahmen auf den Berliner Autobahnen geben:

1. Auf dem in Folge der Alkali-Kieselsäure-Reaktion („Betonkrebs“) extrem geschädigten Streckenabschnitt der A 113

2. Auf der Brücke über die Halenseestraße, die Verbindung von der A 100 Richtung Süd auf die Avus.

3. Fahrbahnsanierung auf der Rudolf-Wissel-Brücke, A 100

1. BAB A 113 – Instandsetzung beider Richtungsfahrbahnen zur Beseitigung von AKR-Schäden („Betonkrebs“)

Durch eine Alkali-Kieselsäure-Reaktion (AKR, „Betonkrebs“) treten in einigen Abschnitten Schädigungen an der Fahrbahndecke auf. Durch diese chemische Reaktion kommt es zu Rissen und Abplatzungen.

Zwischen den Anschlussstellen Johannisthaler Chaussee und Adlershof werden dringend erforderliche Sanierungsarbeiten durchgeführt: Die geschädigte Betonfahrbahn wird vollständig durch Asphalt ersetzt.

Bereits im Sommer 2016 wurden zunächst die am stärksten betroffenen Betonfahrbahnfelder in dem Streckenabschnitt auf einer Fläche von rund 40.000 Quadratmeter erneuert bzw. saniert.

Aufgrund der extrem schnellen Schadensentwicklung müssen in diesem Jahr nun auch alle weiteren Betonflächen, circa 56.000 Quadratmeter, ersetzt werden (entspricht rund 3,8 Kilometern Autobahn). Die Kosten betragen circa 4,3 Millionen Euro.

Der Verkehr wird während der Bauarbeiten mit jeweils zwei Fahrspuren pro Richtung auf einer Richtungsfahrbahn geführt, während die andere Fahrbahn bearbeitet wird. Im ersten Bauabschnitt wird die nördliche Fahrbahn saniert, der Verkehr über die südliche geleitet. Im zweiten Bauabschnitt wird die südliche Fahrbahn instandgesetzt, der Verkehr läuft dann über die nördliche Fahrbahn.

Während der Bauzeit stehen durchgängig zwei Fahrspuren pro Richtung zur Verfügung, die Geschwindigkeit wird auf 60 km/h begrenzt.

Die Anschlussstelle (AS) Stubenrauchstraße wird für die Dauer der Gesamtmaßnahme gesperrt. Ebenso die nördliche Ein- und Ausfahrt (von und in Richtung Hamburg) der AS Adlershof.

Die Arbeiten beginnen am 23.06.2017 mit bauvorbereitenden Maßnahmen. Es werden bis Ende Juli die geschädigten Fahrbahnflächen der Richtungsfahrbahn Nord (Richtung Hamburg) erneuert.

Im Zeitraum vom 01.08.2017 bis Ende August 2017 werden die betroffenen Bereiche der Richtungsfahrbahn Süd (Schönefeld / Dresden) saniert.

Ab dem 03.09.2017 ist die A 113 wieder uneingeschränkt befahrbar.

Im Jahr 2018 muss dann die AKR-Sanierung auf einem weiteren Abschnitt fortgesetzt werden.

2. BAB A 100 – Sanierung Berliner Stadtautobahn in Fahrrichtung Süd, Überleitungsfahrbahn zur A 115 am Autobahndreieck Funkturm, Brücke West über Halenseestraße

Die Brücke über die Halenseestraße wurde von 1960 bis 1962 erbaut. Sie verbindet die A 100 (Stadtautobahn) in Fahrrichtung Süd mit der A 115 (Avus) am Autobahndreieck Funkturm. Die Untersuchung und Sanierung eines Schlagloches im Fahrbahnbelag auf der Brücke zeigte im November 2016 Hinweise auf eine erhebliche Schädigung des Konstruktionsbetons.

Die jetzt anstehenden Bauarbeiten beugen ungeplanten und somit unvorbereiteten Sperrungen vor. Der Konstruktionsbeton der Spannbetonbrücke wird partiell instand gesetzt. Nach dem Aufbringen einer neuen Abdichtung (Bitumenschweißbahn) wird ein Fahrbahnbelag aus Gussasphalt zweilagig (Schutz- und Deckschicht) eingebaut.

Insgesamt werden circa 806 Quadratmeter Fläche erneuert. Die Baukosten betragen rund 420.000 Euro.

Die Brücke wird für die Dauer der Sommerferien vom 24.07. bis 03.09.2017 voll gesperrt. Eine Umfahrung wird eingerichtet über Messedamm/Halenseestraße und führt mit zwei Fahrstreifen unter dem ICC hindurch über die Halenseestraße zur A 115.

Im Bereich Messedamm/Halenseestraße werden an zwei Knotenpunkten temporäre Ampelanlagen eingesetzt, die miteinander verknüpft sind.

Von der Jafféstraße kommend wird über den Messedamm nur die Zufahrt zur A 115 möglich sein. Die Zufahrt zur Halenseestraße oder Neuen Kantstraße wird unterbrochen.

Vor der Baustelle wird die Auffahrt zur A 100, Fahrrichtung Süd an der Anschlussstelle Kaiserdamm Süd für die Dauer der Baumaßnahme gesperrt, die Abfahrt von der A 100 ist hier möglich.

Im Bereich der Baustelle ist die A 100 in Fahrtrichtung Neukölln auf zwei Fahrstreifen beschränkt.

3. BAB A 100 – Fahrbahnsanierung Rudolf-Wissell-Brücke (RWB) in Fahrtrichtung Nord (Hamburg)
Die Rudolf-Wissell-Brücke wurde zwischen 1958 und 1961 erbaut. Seit Jahrzehnten ist dieser Streckenabschnitt extrem hoch belastet, aktuell mit rund 180.000 Fahrzeugen am Tag. Dies ist der am drittmeisten befahrene Autobahnabschnitt Deutschlands, der jedoch nicht für diese hohe Belastung ausgelegt wurde.

Die Brücke hat einen kritischen Zustand erreicht und muss durch einen Neubau ersetzt werden. Denn infolge der Verkehrsbelastung und unter Berücksichtigung der vorhandenen Konstruktion müssten weitere Ertüchtigungsmaßnahmen folgen, um die Brücke langfristig zu erhalten. Diese Ertüchtigungsmaßnahmen sind allerdings nicht umsetzbar, insofern wird ein Ersatzneubau unumgänglich.

Mit den Planungen eines Ersatzneubaus hat der Berliner Senat die DEGES beauftragt.

Vor dem Ersatzneubau der Rudolf-Wissell-Brücke muss die Fahrbahn des Bauwerks saniert werden, damit die Verkehrssicherheit der Brücke bis zum Ersatzneubau erhalten werden kann. Wegen des hohen Verkehrsaufkommens kommt es häufig zu unvorhergesehenen Reparaturarbeiten mit Spursperrungen und -einengungen; mit regelmäßigen Staus ist zu rechnen.

Diese Erhaltungsmaßnahme dient der Verkehrssicherheit und trägt dazu bei, dass es in den kommenden Jahren deutlich weniger Baustellen wegen plötzlich auftretender Schlaglöcher geben wird.

Zunächst erfolgt die Fahrbahnsanierung in Fahrtrichtung Nord (in den Sommerferien 2018 in Fahrtrichtung Süd). Insgesamt werden 4.500 Quadratmeter Brückenabdichtung und 9.400 Quadratmeter Fahrbahnbelag saniert.
Die Kosten betragen rund 7 Millionen Euro.

Der Verkehr wird während der Bauzeit auf jeweils zwei Spuren pro Richtung an der Baustelle vorbei geleitet. Die Autobahnzufahrt AS Spandauer Damm in Fahrtrichtung Nord (Hamburg/Wedding) wird gesperrt. Die Einfahrt AS Siemensdamm auf die A100 in Richtung Süd wird gesperrt. (AS Jakob-Kaiser-Platz nutzbar)

Die Verkehrsströme werden wie folgt geführt:

  • Der Pkw-Verkehr in Fahrtrichtung Nord mit Zielrichtung Seestraße wird über den Mittelstreifen auf die Gegen-Fahrbahn geleitet.
  • Der Zielverkehr Richtung Hamburg ordnet sich auf den rechten Fahrstreifen ein.

Die Baumaßnahme wird durch die DEGES vom 12.07.2017 bis 03.09.2017 durchgeführt.

In diesem Jahr erfolgt die Fahrbahnsanierung in Fahrtrichtung Nord, in den Sommerferien 2018 in Fahrtrichtung Süd.

Baumaßnahmen auf der Stadtautobahn im Sommer 2017

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