Hände weg vom Nachwuchs bei den Wildtieren

Bache mit Frischlingen im Wohngebiet
Bild: Berliner Forsten
Pressemitteilung vom 09.05.2017

Wildschweine, Füchse, Vögel und andere Wildtiere unserer Stadt haben derzeit Nachwuchs. So begegnet man spielenden Fuchswelpen in Grünanlagen, trifft Frischlinge mit ihren Eltern im Wald oder Jungvögel im heimischen Garten.

Mit etwa 140 Vogel- und 60 Säugetierarten beherbergt Berlin eine ausgesprochen hohe Zahl an Wildtierarten. Die Berliner Wälder und andere Grünräume der Stadt bieten ihnen die notwendigen Lebensräume und zeichnen Berlin gegenüber anderen europäischen Großstädten als „grüne Metropole“ aus.

Gerade in den Frühjahrsmonaten haben die Wildtiere Nachwuchs. Für ein funktionierendes Miteinander zwischen Mensch und Tier ist daher Folgendes zu beachten:
Jungtiere, denen man in diesen Wochen begegnet, brauchen in der Regel keine Menschliche Hilfe! Die Elterntiere kümmern sich um den Nachwuchs. Junge Wildtiere sollten grundsätzlich nicht aufgenommen und besser in Ruhe gelassen werden.
Nicht jedes Jungtier, was allein ist, wurde von den Eltern verlassen. Oft sind die Eltern in Rufnähe und kommen erst wieder zu ihren Jungen zurück, wenn kein Mensch mehr in der Nähe ist. Außerdem ist es wichtig, die Waldwege nicht zu verlassen um zum Beispiel den Wildschweinen und Rehen mit ihren Jungen die notwendigen Rückzugsräume zu geben.

Hunde sind immer an der Leine zu führen – in den Frühjahrsmonaten empfiehlt sich das aus Rücksicht auf die Tierwelt auch in den Hundeauslaufgebieten.

Wildtiere in Berlin brauchen keine menschliche Fürsorge. Das Nahrungsangebot ist reichhaltig, Füchse, Wildschweine, Waschbären und andere Arten nutzen sie ausgiebig.

Weitere Informationen unter

und bei der NABU-Wildtierberatung (wildtiere@nabu-berlin.de, Tel. 030 / 54 71 28 91).