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Grabfelder für islamische Bestattungen

Bezirk Spandau

Landeseigener Landschaftsfriedhof Gatow

  • Adresse

    Maximilian-Kolbe-Str. 6, 14089 Berlin

  • Friedhofsträger

    Bezirksamt Spandau
    Straßen- und Grünflächenamt

  • Friedhofsverwaltung

    Pionierstr. 82, 13589 Berlin
    Tel.: (030) 90279-7008

  • Verkehrsverbindungen

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Grabfelder für islamische Bestattungen
Bild: SenUVK

Der Friedhof wurde entsprechend der damaligen Zeit als Landschaftsfriedhof großzügig angelegt und im Jahr 1982 nach sechsjähriger Bauzeit eröffnet. Die Flächenkapazitäten waren weitaus größer als der tatsächliche Bedarf, der durch den Wandel in der Bestattungskultur sowie einer sinkenden Sterberate stark zurückging. Da auf dem Friedhof Columbiadamm die Möglichkeiten für islamische Bestattungen erschöpft waren, wurden 1988 auf einem separaten Teil des Friedhofs entsprechende Grabfelder eingerichtet. Nachdem wiederum 2012 auf dem Friedhof Columbiadamm keine neuen Grabstätten für islamische Bestattungen vergeben werden konnten, wurden auf dem Landschaftsfriedhof Gatow immer wieder Grabfelder für islamische Bestattungen erweitert. Im Jahr 2016 werden weitere südlich angrenzende Flächenpotentiale zur Erweiterung des Friedhofs als Grabfelder eingerichtet. Der Friedhof ist zwar nicht gerade verkehrsgünstig gelegen, hat aber den Vorteil, dass die islamischen Grabfelder separat liegen und auf diesen zuvor nicht bestattet wurde. Neben einem Waschraum für rituelle Waschungen steht auch ein nach Mekka ausgerichteter Gebetstisch zur Verfügung.

Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf

Landeseigener Friedhof Ruhleben

  • Adresse

    Am Hain 1, 13597 Berlin

  • Friedhofsträger

    Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf
    Straßen- und Grünflächenamt

  • Friedhofsverwaltung

    Kalischer Str. 7, 10173 Berlin
    Telefon: (030) 9029-18591

  • Verkehrsverbindungen

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Grabfelder für islamische Bestattungen
Bild: SenUVK

Der landeseigene Friedhof Ruhleben im Berliner Ortsteil Westend ist ein seit 1952 geöffneter Parkfriedhof. 1950 begann die Anlage dieses ersten kommunalen Friedhofs in Charlottenburg auf ehemals militärisch genutztem Gelände. Die Anlage war aus zwei Gründen notwendig geworden: Zum einen war der Zugang zum Zentralfriedhof in Stahnsdorf durch den Kalten Krieg erheblich erschwert, zum anderen forderten die Alliierten die Auflösung des Notfriedhofs auf dem Messegelände und die Umbettung der hier beerdigten ca. 4000 Kriegsopfer, sowohl Soldaten als auch Zivilisten. Das Gelände wurde mit Fichten, Kiefern und Birken aufgeforstet, die Grabfelder mit Sträuchern begrenzt. 2003 wurde auf diesem Friedhof das erste buddhistische Grabfeld Berlins eingerichtet. Seit August 2016 steht ein ca. 1.300 m² großes Grabfeld für islamische Bestattungen mit 133 Erdwahlstellen zur Verfügung. Ab 2020 kann dies bei Bedarf erweitert werden.

Bezirk Neukölln

Landeseigener Friedhof Lilienthalstraße

  • Adresse

    Lilienthalstraße 7, 10965 Berlin

  • Friedhofsträger

    Bezirksamt Neukölln
    Straßen- und Grünflächenamt

  • Friedhofsverwaltung

    Hüfnerweg 39, 12349 Berlin
    Telefon: (030) 90239-4360

  • Verkehrsverbindungen

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Grabfelder für islamische Bestattungen
Bild: SenUVK

Der Friedhof wurde zwischen 1938 und 1941 für die im Zweiten Weltkrieg gefallenen Soldaten der Wehrmacht errichtet. Über den ganzen Friedhof verteilt befinden sich knapp 5.000 Gräber von Kriegsopfern. Neben Soldaten sind auch viele Zivilisten dort bestattet, die insbesondere bei Luftangriffen ums Leben gekommen sind. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge veranstaltet auf dem Friedhof einmal jährlich zusammen mit Vertretenden der Bundeswehr und ausländischer Botschaften eine Gedenkfeier. Das Eingangstor, die Feierhalle und die umgebenden Freiflächen stehen unter Denkmalschutz. In der Krypta der Feierhalle befand sich lange Zeit der Eichenkranz aus der Neuen Wache, der inzwischen im Historischen Museum ausgestellt ist.

Der Friedhof Lilienthalstraße unterliegt zu großen Teilen dem berlinweiten Friedhofsentwicklungsplan, daher sind in den bereits vorhandenen Erdwahlgrabstätten lediglich Zubelegungen möglich.

Aufgrund des wachsenden Bedarfs nach innerstädtischen muslimischen Bestattungsmöglichkeiten stellt die Friedhofsverwaltung Neukölln ab September 2018 die erste von insgesamt sieben Grabfeldern des landeseigenen Friedhofs Lilienthalstraße zur Verfügung, bei denen Bestattungen auch nach muslimischem Ritus möglich sind.

Landeseigener Friedhof Columbiadamm

Hinweis: nur Nachbeisetzungen sind möglich (keine Neubeisetzungen)

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Grabfelder für islamische Bestattungen
Bild: SenUVK

Der Friedhof wurde zunächst für die Angehörigen der Berliner Garnison als Alleequartierfriedhof angelegt und im Laufe der Jahre mehrmals erweitert und umgestaltet. Heute findet man hier die höchste Anzahl an Gräbern von Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft in Berlin. Die meisten Gräber wie auch viele gut erhaltene Denkmäler erinnern vor allem an Opfer des Ersten Weltkriegs. Der Friedhof ist ein Gartendenkmal. Die ersten Grabfelder für Bestattungen nach islamischem Ritus wurden 1976 angelegt, nachdem es auf dem benachbarten Türkischen Friedhof keine Möglichkeiten zur Bestattung mehr gab. Die Kapazitäten waren jedoch 1991 erschöpft. Ab 2004 konnten nach Ablauf bestehender Nutzungsrechte erneut weitere islamische Grabfelder ausgewiesen werden. Durch die benachbarte Şehitlik-Moschee, die unmittelbare Nähe zur Wohnbevölkerung mit hohem Anteil an Muslimen und auch die gute Verkehrsanbindung wurde der Friedhof so stark nachgefragt, dass Ende 2012 alle Grabstätten vergeben waren und nur noch vereinzelte Nachbeisetzungen in den Wahlgrabstätten erfolgen können. Die geplante Friedhofserweiterung musste aufgrund des Volksentscheides zur künftigen Entwicklung des Tempelhofer Feldes am 25.05.2014 aufgegeben werden. Stattdessen wird das Bezirksamt Neukölln im Jahr 2018 ein neues Angebot auf dem Friedhof Lilienthalstraße schaffen.

Bezirk Tempelhof-Schöneberg

Evangelischer Neuer Zwölf-Apostel-Friedhof

  • Adresse

    Werdauer Weg 5, 10828 Berlin

  • Friedhofsträger

    Evangelische Zwölf-Apostel-Kirchengemeinde

  • Friedhofsverwaltung

    Kolonnenstr. 24-25, 10829 Berlin
    Telefon: (030) 7811850

  • Verkehrsverbindungen

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Grabfelder für islamische Bestattungen
Bild: SenUVK

Der Friedhof wurde Ende des 19. Jahrhunderts als Alleequartierfriedhof angelegt, nachdem der Alte Zwölf-Apostel-Kirchhof an der Kolonnenstraße vollständig belegt war und dort keine Erweiterungen möglich waren. Der Neue Zwölf-Apostel-Kirchhof war ebenso wie der Alte St.-Matthäus-Kirchhof an der Großgörschenstraße von der geplanten nationalsozialistischen Umgestaltung Berlins in die Welthauptstadt Germania stark betroffen. Nachdem Zweidrittel des Friedhofs abgeräumt und entwidmet waren, konnte die weitere Zerstörung mit Kriegsbeginn 1939 aufgehalten werden. Auf einem Teil der abgeräumten Fläche befindet sich heute die Stadtautobahn. Die Evangelische Zwölf-Apostel-Kirchengemeinde stellt auf dem Friedhof ein Gräberfeld mit über 300 Grabstellen für Bestattungen nach islamischem Ritus zur Verfügung. Bei Bedarf wird das Angebot erweitert.