Die Bedeutung des Schutzes von Natur und Landschaft nimmt in der wachsenden Stadt Berlin und in Anbetracht des voranschreitenden Klimawandels stetig zu. Die ökologischen, klimatischen, sozialen, gesundheitsförderlichen sowie ökonomischen Funktionen des Berliner Stadtgrüns sollen weiter gestärkt werden. Die Berliner Offenlandschaften und Wälder leisten dabei einen wichtigen Beitrag unter anderem für die biologische Vielfalt, die Erholung und das Stadtklima.
Die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt beabsichtigt daher, die Marienfelder Feldmark im Bezirk Tempelhof-Schöneberg von Berlin als Landschaftsschutzgebiet auszuweisen mit dem Ziel, sie als Erholungsraum von besonderer Bedeutung für die Allgemeinheit zu erhalten und zu entwickeln sowie die Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes, die Regenerationsfähigkeit und nachhaltige Nutzungsfähigkeit der Naturgüter sowie die Vielfalt, Eigenart und Schönheit dieser Landschaft zu sichern.
Die Marienfelder Feldmark umfasst eine regionaltypische Kulturlandschaft auf der Teltow-Hochfläche. Landwirtschaftliche Kulturflächen sind besonders im Süden des Landes Berlin aufgrund der überwiegenden städtischen Überprägung nur noch selten zu finden. Die am Stadtrand befindliche Feldmark bildet dabei einen besonderen Kontrast zu den umgebenden Siedlungs- und Gewerbegebieten, was die Eigenart dieses typischen Ausschnitts einer historischen Märkischen Landschaft besonders hervorhebt.
Der größere Waldbereich des bereits seit 1962 bestehenden Landschaftsschutzgebietes „Wäldchen am Königsgraben“ ergänzt die Agrarlandschaft um ein weiteres Strukturelement und hat damit eine sehr hohe Bedeutung für das Landschaftsbild. Mit der Ausweisung des Landschaftsschutzgebiets „Marienfelder Feldmark“ wird zugleich das bisherige Landschaftsschutzgebiet „Wäldchen am Königsgraben“ aufgehoben und in das neu geschaffene Schutzgebiet integriert.
Die Fläche ist in der Karte grün dargestellt.