Leitlinie Verbraucherschutz für ältere Menschen

Collage: Geld, Steckdose, Wasserhahn
Bild: Eisenhans - Fotolia.com

Der Schutz älterer Menschen in ihrer Rolle als Konsumentinnen und Konsumenten ist ein zentrales Anliegen des Senats. Entsprechende Maßnahmen im Land Berlin orientieren sich an dem Leitsatz “Verbraucherschutz ausbauen, Verbraucherinnen und Verbraucher stärken”; sie berücksichtigen dabei gezielt auch die Bedürfnisse älterer Menschen.

Ziele und konkrete Vorhaben des Senats

Dem Berliner Senat ist es ein wichtiges Anliegen, auch älteren Verbraucherinnen und Verbrauchern ein möglichst selbstbestimmtes Konsumverhalten zu ermöglichen.

  • Der Senat wird weiter in Zusammenarbeit mit den Verbraucherzentralen Maßnahmen ergreifen, um ältere Menschen über Gefahren im Konsumalltag zu informieren und vor Betrug zu schützen.
  • Verbraucherpolitische Foren der für den Verbraucherschutz zuständigen Senatsverwaltung mit den Verbraucherverbänden, der Wirtschaft und anderen Fachleuten werden fortgesetzt.
  • Eine weitere Zusammenarbeit mit dem Landesseniorenbeirat Berlin (LSBB) zu Fragen des Verbraucherschutzes für ältere Generationen wird ausdrücklich begrüßt.

Aktuelle Entwicklung

Die Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz steht mit dem LSBB in regelmäßigem Austausch, um im Rahmen der allgemeinen verbraucherschutzpolitischen Arbeitsgebiete und Projekte auch die speziellen Bedürfnisse von Seniorinnen und Senioren angemessen berücksichtigen zu können. Neben der Staatssekretärin für Verbraucherschutz, Sabine Toepfer-Kataw, die hierzu im persönlichen Kontakt mit dem LSBB steht, nehmen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Senatsverwaltung an Informationsforen des LSBB teil bzw. stehen z. B. als Podiumsgäste bei Veranstaltungen gerne zur Verfügung.

Als sehr gut nachgefragt hat sich die Broschüre ‘Wege zur Vorsorge’ der Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz erwiesen, einem Leitfaden zu den Themen Betreuungsrecht, Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung, der neben einem erklärenden Teil auch die entsprechenden Formulare sowie Hilfestellungen zum Ausfüllen enthält. Diese Broschüre wird auf Verlangen kostenlos versandt, und steht auch im Internet als Download bereit. Auch wenn wir keine Statistik über die Adressaten führen, lässt sich jedoch festhalten, dass diese Broschüre vor allem von Seniorenheimen, Seniorenbegegnungs- oder Beratungsstellen sowie Seniorinnen und Senioren selbst angefordert wird.

Bei Veranstaltungen und Angeboten unserer Zuwendungsempfänger und Projektpartner legen wir ebenfalls Wert auf die Berücksichtigung der Bedürfnisse von Seniorinnen und Senioren. Die Verbraucherzentrale ist aufgefordert, Angebote zielgruppenorientierter auf Seniorinnen und Senioren auszurichten. Zur allgemeinen Qualitätssicherung der Arbeit der Verbraucherzentrale gehört auch, dass wir gemeinsam daran arbeiten, die Reaktionsfähigkeit der Verbraucherzentrale auf aktuelle und neue Erscheinungen von Verbrauchertäuschungen sowie veränderte Gesetzeslagen und deren Auswirkungen auf die Rechte von Verbraucherinnen und Verbrauchern kontinuierlich zu verbessern. Auch dies geschieht stets auch aus dem Blickwinkel der Bedürfnisse und Anliegen von Seniorinnen und Senioren. Geplant ist des Weiteren in den kommenden Jahren eine spezielle Evaluation der Bedürfnisse von Senioren mit Migrationshintergrund, um gegebenenfalls die Verbraucherschutzpolitik entsprechend ausrichten zu können.

(Stand Juli 2014)