Leitlinie Teilhabe an Kultur in der Stadt

verschiedene Musikinstrumente
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Gesellschaftliche Teilhabe ist auch Teilhabe an Kultur. Der Senat von Berlin wirkt darauf hin, dass auch älteren Menschen die Teilhabe an Kultur weiter erleichtert wird.

Ziele und konkrete Vorhaben des Senats

Die Leitlinie 11 fokussiert im Wesentlichen zwei Aspekte:

  • Kulturelle Angebote sollen an spezifische Bedürfnisse der Zielgruppe der Seniorinnen und Senioren angepasst werden.
  • Maßnahmen der Barrierefreiheit kommen auch vielen Seniorinnen und Senioren entgegen. Darum wird der Abbau von Barrieren (baulich und inhaltlich) gefördert.

Die Kulturverwaltung ist im Rahmen ihrer Möglichkeiten bestrebt, den Austausch mit seniorenpolitischen Akteuren zu entwickeln und so den Informationstransfer über bestehende Angebote der Kultureinrichtungen sowie die Interessen von Seniorinnen und Senioren voranzutreiben. Im Mittelpunkt steht hierbei der LSBB, dessen Mitgliedschaft ein breites Spektrum unterschiedlicher Seniorinnen- und Seniorengruppen repräsentiert.

Zweiter Schwerpunkt ist die Förderung barrierefreier Angebote im Kulturbereich, was auch den Bedürfnissen vieler älterer Menschen entgegenkommt.

Im Rahmen der regelmäßig stattfindenden AG „Kultur barrierefrei“ wird durch Begehungen eine Sensibilisierung der Kultureinrichtungen bei der Umsetzung der Barrierefreiheit gefördert.

Die Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM), die viele Liegenschaften von Kultureinrichtungen als Teil des Sondervermögens Immobilien des Landes Berlin (SILB) verwaltet, hat beim Abbau baulicher Barrieren folgende Aufgaben:

  • Planung und Durchführung von Maßnahmen zur sukzessiven Verbesserung der Barrierefreiheit in den Gebäuden und Außenbereichen (design for all).
    Bestehende Mängel werden im „Gebäudescan“ systematisch erfasst und sukzessive im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten abgearbeitet. Die zur Erbringung der in diesem Zusammenhang erforderlichen Planungen beauftragten Büros werden ausdrücklich dazu angehalten, die Grundlagen für barrierefreies Bauen im Sinne § 4a Landesgleichberechtigungsgesetz (LGBG Bln) zu berücksichtigen.
  • Im Rahmen der Bewirtschaftung der Gebäude/ Liegenschaften steht die Zugänglichkeit der Kultureinrichtungen im Mittelpunkt. Die unterstützenden „haustechnischen“ Anlagen zur Schaffung der Barrierefreiheit werden laufend in ihrer Funktion überprüft und instand gehalten.

Folgende umgesetzte sowie in der aktuellen Bearbeitung befindliche Projekte sind explizit zu nennen (Stand 11/2016):