Leitlinie Bürgerschaftliches Engagement älterer Menschen stärken

Hände aus verschiedenen Generationen
Bild: Dmitry Naumov - Fotolia.com

Das Bürgerschaftliche Engagement ist notwendig für den Zusammenhalt der Gesellschaft und sinngebend für die Einzelne und den Einzelnen. Der Senat von Berlin versteht sich hierbei als Unterstützer und sieht sich in der Verantwortung für die Schaffung notwendiger Rahmenbedingungen. Dabei steht die Ermutigung zur Teilhabe gerade älterer Menschen, deren Erfahrungswissen von unschätzbarem Wert für das Land ist, weit im Vordergrund.

Ziele und konkrete Vorhaben des Senats

Bürgerschaftliches Engagement ist für den Zusammenhalt der Stadtgesellschaft unabdingbar. Die Politik des Landes Berlin wird daher gerade ältere Menschen ermutigen, sich im Kleinen wie im Großen bürgerschaftlich zu engagieren.

  • Der Senat wird die eingeführten Formate und Instrumente der Anerkennungskultur auf den Prüfstand stellen und sie weiterentwickeln, damit auch künftig würdige und ansprechende Instrumentarien bereit gestellt werden können, um der Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements gerecht zu werden.
  • Aufgrund sozialer Ungleichheiten in der Gruppe der Älteren wird der Senat in der Weiterentwicklung der Engagementförderung auch Fragen eines Auslagenersatzes prüfen, insbesondere für Ältere mit geringen Einkünften.
  • Der Senat bekennt sich zu den Prinzipien der Altenhilfe und zu ihrer Vielfalt. Er wird sein Engagement in diesem Bereich weiter fortsetzen und dabei verstärkt darauf achten, dass die einzusetzenden Mittel im Hinblick auf ihren Zweck passgenau und wirkungsorientiert genutzt werden.

Aktuelle Entwicklung

Ein erklärtes Ziel des Senats im Kontext der Weiterentwicklung der Politik zur Förderung des Bürgerschaftlichen Engagements in Berlin ist die Fortschreibung und Anpassung der Formate und Instrumente der Anerkennungskultur. Die Überprüfung erfolgt fortlaufend im Rahmen der gemeinsam mit Verwaltung und Zivilgesellschaft besetzten AG Anerkennungskultur unter der Leitung der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales. Die Ergebnisse der AG Anerkennungskultur fließen in die übergeordnete AG Bürgergesellschaft ein.

  • Mit der Landesfreiwilligenagentur, dem Treffpunkt Hilfsbereitschaft ist ein ESF-Projekt gestartet worden, welches die verschiedenen Möglichkeiten der Würdigung ehrenamtlichen Engagements in ca. 100 verschiedenen Organisationen und Verwaltungsbereichen erhebt, systematisiert, als “Katalog” aufbereitet und analysiert.
  • Die Vergabe des “Berliner FreiwilligenPasses” hat in Berlin eine inzwischen langjährige Tradition und erfreut sich großer Nachfrage. Gleichwohl sind auch hier Verfahren zur Erstellung und Vergabe eines Passes überprüft und bedarfsorientiert vereinfacht worden.
  • Eine Evaluierung der Ehrenamtskarte ist durch die Senatskanzlei erfolgt. Möglichkeiten der Weiterentwicklung werden derzeit von der Senatskanzlei geprüft – auch unter aktiver Einbeziehung des im Juni 2013 eingesetzten Ausschusses für Bürgerschaftliches Engagement des Abgeordnetenhauses von Berlin.

(Stand Juli 2014)