Leitlinie Alternsgerechte Arbeit

3-D-Callcenter-Figur mit Headset an einem PC-Arbeitsplatz
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Das Land Berlin fördert die Aktivierung und Nutzung der Potenziale Älterer auf dem Arbeitsmarkt durch Einflussnahme auf eine altersgerechte Gestaltung von Arbeitsplätzen und -bedingungen. Erklärtes Ziel ist die existenzsichernde Beschäftigung bis zum regulären Eintritt in das Rentenalter.

Ziele und konkrete Vorhaben des Senats

Ein wichtiger Baustein zur Verhinderung ggf. drohender Altersarmut (vgl. Leitlinie 16) ist die Erhöhung des Anteils älterer Menschen, die am Erwerbsleben teilnehmen. Auch wenn hier vor allem bundespolitische Maßnahmen erforderlich sind, sieht sich das Land Berlin in der Pflicht, im Rahmen seiner Möglichkeiten hierzu seinen Beitrag zu leisten.

  • Der Senat begrüßt und unterstützt Initiativen, die entweder präventiv der Arbeitslosigkeit von älteren Personen entgegenwirken oder die (Re-) Integration in Erwerbstätigkeit fördern. Hierzu zählen u. a. Maßnahmen, die ein Lebenslanges Lernen ermöglichen, zur Gesundheitsförderung im Arbeitsleben sowie zur Einrichtung von alter(n)sgerechten und behinderungsgerechten Arbeitsplätzen und -prozessen.
  • Nach Auffassung des Senats sind aber nicht zuletzt auch die Unternehmen schon im Eigeninteresse an qualifizierten und engagierten Arbeitskräften sowie Arbeitgeberverbände, Gewerkschaften, Kammern, Innungen und andere Interessenvertretungen aufgerufen, Strategien für einen langfristigen Verbleib von älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern im Erwerbsleben zu entwickeln und umzusetzen.

Aktuelle Entwicklung

Zwei zentrale Ziele des Programms BerlinArbeit des Berliner Senats sind “Berlin zu einem Standort mit guten Fachkräften weiterzuentwickeln” und “Gute Arbeit als Grundprinzip durchzusetzen”. Der alternsgerechten Ausgestaltung von Arbeit wird dabei besondere Bedeutung beigemessen. Alle Arbeitsmarktakteure sind aufgefordert, insb. durch Maßnahmen der Personalentwicklung und Arbeitsgestaltung dazu beizutragen, dass ältere Arbeitskräfte nicht vorzeitig aus dem Erwerbsleben ausscheiden müssen. So wird der Altersarmut vorgebeugt und zugleich die Fachkräftesicherung unterstützt.

Die Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen ist strategische Partnerin des Demographienetzwerkes Berlin Brandenburg, welches seit März 2010 als regionaler Teil des bundesweit aktiven Demographie Netzwerk (ddn) besteht. Auch die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung ist seit 2011 Mitglied im Regionalnetzwerk. Des Weiteren sind neben zahlreichen Firmen u. a. die Berliner Kammern (IHK, HWK), die Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit, Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände vertreten. In diesem Rahmen findet ein regelmäßiger Informations- und Erfahrungsaustausch zu Fragen des demografischen Wandels statt. In verschiedenen Arbeitskreisen geht es um Themen wie Gesundheit, Arbeitsorganisation und -gestaltung, Qualifizierung, Weiterbildung, Lernen, Führungs- und Unternehmenskultur, Personal- und Rekrutierungspolitik, Zukunftssicherung und Altersvorsorge.

(Stand Mai 2015)