Landesweite Projekte und Öffentlichkeitsarbeit

Der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales kommt in der Förderung des Bürgerschaftlichen Engagements eine führende Rolle zu. Sie unterstützt im Rahmen ihrer Förderpolitik sowohl Fachverbände der Nachbarschafts-, Selbsthilfe- und Freiwilligenarbeit als auch gesamtstädtische übergreifende Projekte.

Ergänzend zur Förderung von Projektträgern werdengezielt auch besondere Querschnittsthemen, wie z.B. Inklusion, Öffentlichkeitsarbeit, Anerkennung von Ehrenamt unterstützt.

Für weitergehende Informationen zu den nachfolgend dargestellten Themen nutzen Sie bitte die auf der rechten Seite aufgeführten Verlinkungen.

Fachverbände der Nachbarschafts- und Selbsthilfearbeit

Die Dach- und Fachverbände SELKO e.V. mit seinem Projekt SEKIS und der Verband für sozial kulturelle Arbeit e.V. sind für die Aufgabe zuständig, die Idee der Selbsthilfe und Nachbarschaftsarbeit zu unterstützen und fachlich weiter zu entwickeln.

Die Landesfreiwilligenagentur Treffpunkt Hilfsbereitschaft hat die Aufgabe einer Informations-, Beratungs- und Koordinierungsstelle für freiwilliges und ehrenamtliches Engagement.

Die Landesvereinigung Selbsthilfe e.V. eint die verschiedenen Interessen unterschiedlichster Gruppen von Menschen mit Behinderung und vertritt deren Interessen nach außen.

Die landesweit wirkenden Projekte stellen ein wichtiges Bindeglied zur Arbeit der Nachbarschaftshäuser und Selbsthilfekontaktstellen dar. Sie wirken hierbei beratend, vernetzend und qualitätsfördernd.

Projekte der Senior*innenarbeit und Selbsthilfe für Menschen mit Behinderung

Erfahrungen und Wissen weiter geben – dieser Aufgabe stellen sich folgende Projekte:

Das Theater der Erfahrungen thematisiert Fragestellungen, die alle Menschen in unterschiedlicher Weise irgendwann betreffen, sei es Krankheit, Flucht, Sterben, Altersarmut, Trennungen und vieles mehr. Die Bühnenarbeit mit Laiendarstellern bringt Schwung, Nachdenklichkeit und viel Freude.

Das Berliner Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen e.V. BZSL bietet Erfahrungsaustausch, Rat und Unterstützung für Menschen die sich mit Behinderung und Hilfebedarf auseinandersetzen müssen.

Die ZeitZeugenBörse e.V. unterstützt den Austausch zwischen den Generationen und schafft eine Öffentlichkeit für persönliche Erinnerungen, z.B. in Schulen. Diese Zeitzeugnisse sind von großem Wert für das kulturelle Gedächtnis der Gesellschaft.

Nachbarschaft in vier Minuten - Berlin und seine Stadtteilzentren

Szene aus dem Film Berliner Stadtteilzentren
Bild: DPW Landesverband Berlin e.V. / Verband für sozial-kulturelle Arbeit e.V.

Stadtteilzentren gibt es in ganz Berlin – damit auch bald ganz Berlin weiß, was Stadteilzentren sind, gibt es jetzt einen vierminütigen Film. Der erklärt, warum die Einrichtungen für ein soziales Berlin so wichtig sind.

In Stadtteilzentren bündelt sich das soziale Miteinander im Kiez. Sie stehen für ehrenamtliches Engagement, solidarisches Miteinander, gegenseitige Unterstützung, Kreativität, Gesundheit, Austausch zwischen Nachbarn, Selbsthilfe, lebenslanges Lernen, Gemeinschaft, insbesondere auch für Menschen, die Hilfe suchen und Menschen, die unterstützen wollen.

Die Filme sind in Kooperation zwischen dem Paritätische Wohlfahrtsverband Berlin, dem Verband für sozial-kulturelle Arbeit e.V. (VskA) und der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales entstanden.

LESEMAUS-Buch - Ein Tag im Stadtteilzentrum

Cover des Heftes Lesemaus (verschiedene Personen)
Bild: Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales

Das Potenzial einer lebendigen Nachbarschaft ist groß. Es ist vieles vorhanden, was das Leben in einer Großstadt bunt und angenehm macht. Ein freundliches Wort oder ein Lächeln vermitteln Offenheit und weisen den Weg in die Gemeinsamkeit. Stadtteilzentren und Nachbarschaftshäuser zeigen, dass daraus noch mehr entstehen kann: Orte der gelebten Nachbarschaft, der Begegnung und des Miteinanders, die allen offen stehen. Sie sind auch Orte, an denen man Kindern wunderbar vorlesen kann.

Gemeinsam mit dem Carlsen Verlag, dem Verband für sozial-kulturelle Arbeit Berlin und vielen Berliner Stadtteilzentren ist ein Kinderbuch über Stadtteilzentren und Nachbarschaft entstanden. Das LESEMAUS-Buch spricht Kinder und Familien an und vermittelt die Arbeit der Stadtteilzentren als wichtige Kieztreffpunkte anschaulich und lebensnah. Die grafische Umsetzung übernahm der Kinderbuchautor Ralf Butschkow.

Die LESEMAUS wird an Berliner Stadtteilzentren, Bibliotheken und Familienzentren verteilt. Bei Interesse wenden Sie sich an den Verband für sozial-kulturelle Arbeit e.V.

BVG und S-Bahn unterstützen Ehrenamtliche mit kostenlosen Fahrscheinen

Ohne Unterstützung funktioniert ehrenamtlicher Einsatz nicht. Ehrenamt muss man sich auch leisten können. Diesen Gedanken unterstützen BVG und die S-Bahn Berlin mit dem mittlerweile 9. Vertrag zur Unterstützung des Bürgerschaftlichen Engagements in Berlin.
Dieser Vertrag sieht für viele Projekte und freie Träger die Spende von 17.000 Fahrscheinen durch die BVG und S-Bahn vor. Darüber freuen sich ehrenamtliche Helfer*innen, die mit den Fahrscheinen an ihren Einsatzort kommen oder Besorgungen für von ihnen ehrenamtlich Betreute zu machen, wenn sie selbst nicht über ausreichende eigene Mittel verfügen.

Zwölf Stadtteilzentren in den zwölf Bezirken sind mit der Vergabe beauftragt – gut, dass es diese verlässlichen Partner gibt! Der Paritätische Wohlfahrtsverband als Kooperationspartner koordiniert die Vergabe.

Näheres zur Vergabe erfragen Sie bitte beim Kooperationspartner DPW Landesverband Berlin e.V. bzw. nutzen die Links auf im rechten Seitenbereich.

Stadtteilzentren inklusiv

Mit dem Projekt Stadtteilzentren inklusiv sollen von 2017 bis 2020 insgesamt 20 Nachbarschaftshäuser und Stadtteilzentren, offen und nutzbar für wirklich alle im Stadtteil lebenden Bürgerinnen und Bürger werden.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Nutzerinnen und Nutzer der 20 beteiligten Stadtteilzentren werden im Projekt eng durch die Inklusionsfirma GETEQ und den Verband soziokultureller Arbeit e.V. begleitet und individuell beraten.
Das Projekt Stadtteilzentren inklusiv orientiert sich an den zehn Behindertenpolitischen Leitlinien des Berliner Senats und den Grundsätzen der UN-Behindertenrechtskonvention. Hierbei soll auf Vorerfahrungen aufbauend eine Breitenwirkung erzielt und ins Best-Practice übertragen werden.

Nach Ablauf der Projektphase werdenFinanzierungsquellen zur Fortsetzung der Maßnahmen für weitere Stadtteilzentren, Nachbarschaftshäuser und Selbsthilfekontaktstellen geprüft werden.