Corona in Berlin - Fragen und Antworten aus dem Bereich Soziales

Senioren, Ehrenamt, Beratung und Hilfe

Wo finde ich Informationen zu bürgerschaftlichem Engagement in Zeiten der Corona-Pandemie?

Informationen werden im Berliner Ehrenamtsportal „bürgeraktiv“ bei berlin.de gebündelt:

An wen kann ich mich wenden, wenn ich anderen helfen will oder selber Hilfe brauche, z. B. beim Einkaufen?

An die Koordinierungsstelle für ehrenamtliche Corona-Hilfe in Ihrem Bezirk: An ein Stadtteilzentrum in Ihrer Nähe: An eine der bezirklichen Koordinierungsstellen für Nachbarschaftshilfe: An das Nachbarschaftsportal nebenan.de:

Wo kann ich mich telefonisch zu Sozialthemen beraten lassen?

Die Berliner Stadtteilzentren bieten umfangreiche niedrigschwellige Beratungen am Telefon zu folgenden Themen:
  • Allgemeine Sozialberatung
  • Beratungen für Migrantinnen und Migranten
  • Beratung rund um die Selbsthilfe
  • Engagement rund um die häusliche Pflege und für pflegende Angehörige
  • Mieterberatung
  • Rechtsberatung
  • Rentenberatung
  • SchreiBabyAmbulanz
  • Schuldnerberatung

Wer hilft mir bei Sorgen, Ängsten und Einsamkeit?

Wenn Sie sich einsam fühlen oder nicht mehr wissen, wie Sie mit der aktuellen Situation umgehen sollen, finden Sie bei den folgenden Anbietern ein offenes Ohr:
  • Corona-Seelsorgetelefon: (030) 403 665 885
  • Muslimisches Seelsorge-Telefon: (030) 443 509 821
  • Malteser „Redezeit“: (030) 348 003 269
  • Russischsprachige Telefon-Seelsorge: (030) 440 308 454
  • Offenes Ohr (Sorgentelefon) der Berliner Stadtteilzentren:
  • Webseite des Sorgentelefons der Berliner Stadtteilzentren
Angebote für Seniorinnen und Senioren:

Soziale Sicherung

Bleiben die Ämter für Soziales geöffnet?

In den Ämtern für Soziales sind Anfragen und Antragsstellungen derzeit in der Regel nur postalisch, telefonisch und per E-Mail möglich. Für Notfälle, neue Fälle, wohnungslose und mittellose Personen gibt es Notsprechstunden. Um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, vermeiden Sie bitte – zu Ihrem eigenen und zum Schutz der Mitarbeitenden – eine persönliche Vorsprache.

Wie kann ich derzeit meinen berlinpass verlängern oder neu ausstellen lassen?

Seit März 2020 abgelaufene berlinpässe behalten vorerst ihre Gültigkeit. Damit können Sie unverändert das Berlin-Ticket S erwerben.
Neue berlinpässe werden derzeit nicht ausgestellt. Sofern Sie noch keinen berlinpass haben, gilt übergangsweise der aktuelle Leistungsbescheid im Original als Nachweis für den Anspruch auf das Berlin-Tickt S. Dafür müssen Sie Ihr Aktenzeichen, die Wohngeldnummer oder die Bedarfsgemeinschaftsnummer auf dem Berlin-Ticket S eintragen.
Ab März 2021 werden stufenweise wieder berlinpässe durch die Bürgerämter ausgestellt. Dies erfolgt in einem schriftlichen Verfahren.

Die aktuellen Regelungen und Hinweise zu dem Verfahren ab März 2021 finden Sie hier: www.berlin.de/berlinpass

Werden meine Mietkosten in voller Höhe berücksichtigt, wenn ich wegen der Corona-Krise Leistungen der Grundsicherung beantragen muss?

Im Rahmen der Leistungsgewährung werden für Leistungsanträge mit Leistungsbeginn zwischen dem 01.03.2020 und dem 31.03.2021 die tatsächlichen Mietkosten als angemessen anerkannt. Auch Menschen, die bereits vom Jobcenter oder Sozialamt zur Senkung ihrer Mietkosten aufgefordert wurden, erhalten für ein weiteres halbes Jahr die tatsächlichen Mietkosten im Rahmen des Leistungsbezuges. Voraussetzung dafür ist, dass bisher die tatsächlichen Mietkosten berücksichtigt wurden und eine Kostensenkung somit noch nicht umgesetzt wurde.

Ich möchte wegen der Corona-Krise Leistungen beantragen, um meinen Lebensunterhalt zu sichern – muss ich mein Vermögen vor Antragstellung aufbrauchen?

Aktuell gelten aufgrund der Corona-Pandemie Erleichterungen bei der Vermögensanrechnung. Bei Anträgen auf Grundsicherung für Arbeitssuchende (nach dem SGB II), auf Sozialhilfe (nach dem SGB XII) und auf Leistungen für Geflüchtete (nach § 2 AsylbLG), die zwischen dem 01.03.2020 und dem 31.03.2021 gestellt werden, findet keine Vermögensprüfung statt. Die Aussetzung der Vermögensprüfung gilt für jeweils die ersten sechs Monate der Bewilligungszeiträume. Der Antrag wirkt auf den Monatsersten zurück.

Für den Verzicht auf die Vermögensanrechnung ist es unerheblich, ob erstmalig Leistungen beantragt werden oder es sich um einen Folgeantrag handelt. Auch nach Ablauf der sechs Monate wird keine rückwirkende Prüfung durchgeführt.

Sie müssen Ihr Vermögen also während der sechs Monate nicht verbrauchen und auch keine entsprechenden Vorbereitungen treffen.

Wenn Sie nach Ablauf der sechs Monate weiterhin Leistungen erhalten wollen, wird Ihr Vermögen für eine weitere Leistungsbewilligung wieder regulär entsprechend der Bestimmungen für den Einsatz des Vermögens nach dem SGB II bzw. SGB XII geprüft.

ACHTUNG: Der Verzicht auf Vermögensanrechnung gilt nicht bei erheblichem Vermögen – d. h. bei Vermögen, das 60 000 Euro für das erste zu berücksichtigende Haushaltsmitglied und 30 000 Euro für jedes weitere zu berücksichtigende Haushaltsmitglied übersteigt.
Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der Arbeitsagentur:

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der Arbeitsagentur:

Ich erhalte bereits Leistungen der Grundsicherung, wie kann ich derzeit eine Weiterbewilligung beantragen?

Wenn die aktuelle Bewilligung Ihrer Leistungen der Grundsicherung in der Zeit vom 31. März 2020 bis vor dem 31. August 2020 endet, gilt eine Sonderregelung. Die Leistungen werden automatisch in der bisherigen Höhe für zwölf Monate weiter bewilligt. Hierfür brauchen Sie keinen neuen Antrag zu stellen. Der zuletzt gestellte Antrag gilt also einmal für einen weiteren Bewilligungszeitraum fort. Ist der vorherige Bewilligungsbescheid vorläufig ergangen, wird für weitere sechs Monate weiterbewilligt. Diese Bewilligung erfolgt dann ebenfalls vorläufig. Beispiel:
  • Wer von Mai 2019 bis Mai 2020 endgültig festgesetzte Leistungen erhalten hat, bekommt diese bis Mai 2021 ohne Weiterbewilligungsantrag endgültig weiterbewilligt.
  • Wer von Dezember 2019 bis Mai 2020 Leistungen vorläufig erhalten hat, weil z. B. das Einkommen im Bewilligungszeitraum noch nicht feststand, bekommt diese bis November vorläufig weiterbewilligt.

Geflüchtete Menschen

Ich habe einen Asylantrag gestellt und benötige in Kürze Leistungen. Muss ich einen Termin beim Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) vereinbaren?

Wenn Sie die Leistungen auf Ihr Konto überwiesen bekommen, werden die Leistungen über weitere sechs Monate überwiesen.
Wenn Sie Barleistungen erhalten, vereinbaren Sie bitte einen Termin mit dem LAF.

Ich habe gehört, dass das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) keine Asylanträge mehr annimmt. Wie geht es für mich weiter?

Das BAMF nimmt weiter Asylanträge an. Die Anhörung wird jedoch erst nach einer 14 tägigen häuslichen Quarantäne durchgeführt.
Wenn Sie noch keiner Behörde mitgeteilt haben, dass Sie Asyl beantragen möchten, kommen Sie bitte ins Ankunftszentrum in der Oranienburger Straße 285 in Reinickendorf. Der Einlass zum Ankunftszentrum befindet sich auf dem Gelände der ehemaligen Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik in Haus 2. Dort werden Sie medizinisch untersucht und anschließend in der Bundesallee registriert. Bleiben Sie auch nach Ihrer Registrierung in Berlin, erhalten Sie nach Prüfung der Voraussetzungen eine Unterkunft und auch Leistungen.

Kann ich bis zur Stellung meines Asylantrages bei Verwandten oder Freunden wohnen?

Nein. Es besteht eine Wohnverpflichtung. Sie müssen im Ankunftszentrum bleiben bzw. in einer Einrichtung, in die Sie geschickt werden.

Meine Aufenthaltsdokumente sind nicht mehr gültig, erhalte ich trotzdem Leistungen?

Ja. Aktuell erhalten Sie vom Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) weiterhin Leistungen, auch wenn z. B. eine Duldung oder Aufenthaltsgestattung nicht mehr gültig ist. Um die Ansteckungsgefahr zu verringern, sollen möglichst wenige persönliche Behördentermine stattfinden. Auch sind die Behörden derzeit nicht voll besetzt. Auch die Sozialämter sind darum gebeten worden, Leistungen weiter zu zahlen, wenn Dokumente ungültig geworden sind.
Wegen der Verlängerung z. B. einer Duldung wenden Sie sich bitte per E-Mail oder schriftlich an das Landesamt für Einwanderung.

Weitere Informationen dazu finden Sie unter:

Meine Leistungen (SGB XII oder AsylbLG) laufen in Kürze aus. Muss ich ins Sozialamt oder zum Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) gehen?

Wenn Sie ein Konto haben, werden Ihre Leistungen für zunächst weitere sechs Monate auf Ihr Konto überwiesen. Alle notwendigen Bescheide und eine neue Terminkarte werden per Post an Ihre Wohnadresse bzw. Unterkunft geschickt. Bitte holen Sie regelmäßig Ihre Post ab. Wir bitten Sie, nach Möglichkeit von Nachfragen abzusehen.
Wenn Sie kein Konto haben, sondern Barleistungen erhalten, vereinbaren Sie bitte einen Vorsprachetermin bei Ihrer Leistungsbehörde (Sozialamt). Sollten Sie bereits einen Termin beim LAF haben, um diese Fragen zu klären, nehmen Sie diesen bitte auch wahr.

Ich habe kein Geld erhalten, an wen kann ich mich wenden?

Bitte wenden Sie sich an die Behörde, von der Sie Ihre Leistungen erhalten. Auf Ihrem Bescheid finden Sie entsprechende Kontaktinformationen.

Jobcenter, Ämter für Sozialen und das LAF sind aufgrund der Corona-Pandemie derzeit nur eingeschränkt erreichbar. In dringenden Fällen können Sie sich per E-Mail oder Telefon an die zuständige Behörde wenden.

Wenn sich Ihre Frage an das LAF richtet, verwenden Sie bitte die Team-Postfächer.
Die Adressen finden Sie auf Ihren Bescheiden.

Wenn Ihr Anliegen keine sofortige Entscheidung braucht, wenden Sie sich bitte erst an die Behörde, wenn die Einschränkungen wegen der Corona-Maßnahmen aufgehoben sind. Damit helfen Sie den Behörden. Und Menschen, die kein Geld oder keine Unterkunft haben, erhalten so schneller notwendige Hilfe

Ich habe wegen der Corona-Krise kein Einkommen mehr, das meine Ausgaben deckt. Wohin kann ich mich wenden?

Bitte lassen Sie sich zunächst beim Jobcenter beraten, ob Sie Kurzarbeitergeld oder Arbeitslosengeld erhalten können. Wenn Sie diese Leistungen nicht bekommen können oder diese Leistungen nicht ausreichend sind, können Sie Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz oder dem Sozialgesetzbuch erhalten. Besitzen Sie eine Aufenthaltsgestattung, dann wenden Sie sich bitte telefonisch an das LAF. Wenn Sie eine Duldung oder eine Aufenthaltserlaubnis haben, rufen Sie bitte das Sozialamt an Ihrem Wohnort an.

Ich wohne in einer LAF-Unterkunft und trage die Kosten selbst ("Selbstzahler") oder habe eine Kostenerstattung für die Unterkunft durch das Jobcenter bzw. Sozialamt. Mein Termin beim Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) ist abgesagt worden. Wie geht es nun weiter?

Ihr Unterkunftsplatznachweis wird vom LAF per Post an (den Betreiber) Ihre/r Unterkunft gesendet. Die Rechnung wird ebenfalls per Post in die Unterkunft gesendet. Die Rechnung wird Ihnen dann in der Unterkunft zugestellt. Bezahlen Sie bitte Ihre Rechnung für Ihren Unterkunftsplatz.

Wenn bisher das Jobcenter oder das Sozialamt einen Teil der Kosten für Sie übernommen hat, wird dies auch weiterhin gewährleistet. Sie erhalten dann per Post eine Rechnung nur über den Eigenanteil, den Sie selbst bezahlen müssen. Melden Sie sich bitte bei Veränderungen bei Ihrem Jobcenter oder Sozialamt, z. B. wenn Sie Ihre Arbeit verlieren und deshalb kein Geld mehr bekommen sollten. Dann kann es sein, dass Sie auch keinen Eigenanteil für Ihre Unterkunft mehr bezahlen müssen.

Das Schuldanerkenntnis müssen Sie während der Corona-Maßnahmen nicht unterschreiben.

Bitte haben Sie Verständnis: Persönliche Termine finden vorerst nicht statt. Aktuelle Informationen zur Arbeit des LAF finden Sie auf der LAF-Webseite: Mit Ihren Fragen zur Leistungsgewährung wenden Sie sich bitte telefonisch, per E-Mail oder mit dem e-service an Ihr Jobcenter:

Kann ich derzeit im Rahmen der Freiwilligen Rückkehr ausreisen?

Derzeit sind aufgrund der Corona-Pandemie viele internationale Reisewege nicht zugänglich. Eine Ausreise im Rahmen der Freiwilligen Rückkehr ist daher deutlich erschwert und es kann zu starken Verzögerungen kommen. Die Beratungen zur freiwilligen Rückkehr finden im Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten derzeit grundsätzlich nur telefonisch oder per E- Mail statt.
Bitte richten Sie Ihre Anfrage an:
rueckkehrberatung@laf.berlin.de

In besonderen Einzelfällen richten Sie Ihre Anfrage bitte an:
Hannelore.Thoelldte@laf.berlin.de für eine Zusatzberatung.

Wo erhalte ich weitere Informationen über die Quarantäne in Unterkünften für Geflüchtete?

Informationen zu Hygienemaßnahmen und Quarantäne in Unterkünften für Geflüchtete finden Sie auf der Webseite des Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF):

Wohnungslose Menschen

Möchten Sie die FAQ zum Bereich Wohnungslose in Berlin in einer anderen Sprache lesen?

Wie wird das Coronavirus übertragen? Wie kann man sich schützen?

Das Coronavirus kann von Mensch zu Mensch übertragen werden. Um das Ansteckungsrisiko zu verringern, gilt daher wie für alle Infektionskrankheiten: gute Handhygiene sowie ein Mindestabstand von 1,50m zu anderen Personen halten.

Eine Übertragung über importierte Lebensmittel und andere importierte Waren wie beispielsweise Spielzeug ist bisher nicht dokumentiert. Nach aktuellem Stand der Wissenschaft kann das Virus auch nicht von Haustieren auf Menschen oder von Menschen auf Haustieren übertragen werden.

Welche Krankheitszeichen löst das neuartige Virus aus?

Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber: Eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus kann zu diesen Symptome führen. Einige Betroffene klagen auch über Durchfall. Auch Atemproblemen und Lungenentzündung sind möglich. Die Anzeichen ähneln oft denen einer Erkältung oder Grippe.

Für welche Personengruppen ist eine Infektion mit dem Virus besonders gefährlich?

Bei einem Teil der Patienten kann das Virus zu einem schwereren Verlauf mit Atemproblemen und zu Lungenentzündung führen. Ältere Personen (ab etwa 60 Jahren), Raucher und Raucherinnen sowie Menschen mit Vorerkrankungen (Lunge) sind eher betroffen. Für diese Gruppen ist es besonders wichtig, das Risiko einer Infektion zu mindern. Wichtig daher: Hände waschen, Abstand halten und soziale Kontakte reduzieren.

Was sollte ich tun, wenn ich den Verdacht habe, mich angesteckt zu haben?

Wer persönlichen Kontakt zu einer Person hatte, bei der das Virus im Labor nachgewiesen wurde, sollte sich unverzüglich bei einem Arzt oder einer Abklärungsstelle in Berlin (z.B. Charité in Mitte, Wenckebach-Klinikum Tempelhof, DRK Klinik Westend) zunächst telefonisch melden. Gehen Sie bitte nicht direkt in Hausarztpraxis in das Wartezimmer! Sie können sich auch telefonisch an das Gesundheitsamt des Bezirkes, in dem Sie sich aufhalten, wenden.

Wie groß ist die Gefahr, sich in Deutschland mit dem Coronavirus anzustecken?

Die Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland wird derzeit insgesamt als hoch eingeschätzt. Die Wahrscheinlichkeit für schwere Krankheitsverläufe nimmt mit zunehmendem Alter und bestehenden Vorerkrankungen zu.

Darf ich weiter auf der Straße schlafen/mich auf der Straße aufhalten?

So lange Sie nicht an Corona erkrankt sind, dürfen Sie weiter auf der Straße leben. Bitte beachten Sie dabei unbedingt, dass Sie zu anderen Personen einen Mindestabstand von 1,50 Metern halten sollten, um sich vor einer Ansteckung zu schützen. Auch sollen Sie sich nicht in Gruppen aufhalten. Husten und niesen Sie möglichst in Ihre Ellenbeuge. Teilen Sie Ihre Flasche, andere Trinkgefäße oder Bestecke nicht mit anderen.

Ich erhalte kein Geld mehr von Passanten und finde auch keine Flaschen, wie kann ich mich ernähren?

Welche Angebote noch geöffnet sind, erfahren Sie tagesaktuell unter: https://www.kaeltehilfe-berlin.de/

Hier sind auch die Standorte der Gabenzäune ersichtlich, an denen Sie sich mit dem Nötigsten versorgen können:
https://kaeltehilfe-berlin.de/images/Essensausgaben_Wochenübersicht.pdf

Warum gelten in Unterkünften momentan hohe Sicherheitsbedingungen?

Das Coronavirus hat eine Pandemie ausgelöst. Weltweit erkranken und sterben täglich Menschen an diesem neuartigen Virus. Das Virus kann alle Menschen unabhängig von Geschlecht und Alter gleichermaßen treffen. Bei Menschen mit Vorerkrankungen und schwachem Immunsystem und bei älteren Menschen können die Symptome besonders schwer ausfallen. Sie gehören deshalb zu der Risikogruppe. Auch wenn man nicht an dem Virus erkrankt, kann man ihn übertragen und stellt eine Gefahr für andere dar. Daher gilt für alle Menschen: Hände oft und gründlich waschen, Wohnung sauber halten, Mindestabstand von 1,50m zu den Mitmenschen einhalten und körperlichen Kontakt so weit wie möglich vermeiden.

Werden Menschen in den Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe auf das Corona-Virus getestet?

In vielen Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe werden sämtliche Besucherinnen und Besucher sowie das Personal mit Hilfe von Schnelltests auf das Corona-Virus untersucht. Wenngleich die Testungen mit einem Mehraufwand verbunden sind und zu Verzögerungen der Arbeitsabläufe führen können, sind diese von zentraler Bedeutung für den Schutz der hilfesuchenden Menschen und des eingesetzten Personals.

Was bedeutet Quarantäne? Warum darf ich die Unterkunft nicht verlassen? Wie lange dauert das?

Wenn ein Mensch in der Unterkunft an dem Virus erkrankt ist, wird das dem Amt für Gesundheit gemeldet. Die Ärzte dort können dann die Kontakte nach draußen für 2 Wochen verbieten: Man darf dann die Unterkunft nicht verlassen, also nicht zur Arbeit, zur Schule oder Ausbildungsstelle gehen, auch nicht einkaufen oder sich mit Freunden treffen. Das nennt man Quarantäne.

Was ist mit Terminen beim Amt?

Bitte kommen Sie bei Quarantäne nicht zum Termin in die Ämter. Bitte schreiben Sie eine Mail oder sprechen Sie mit dem Betreiber, der die Behörden informiert.

Was passiert, wenn ich die Quarantäne breche und das Haus verlasse?

Die Mitarbeiter der Unterkunft haben die Anweisung, Verstöße gegen die Quarantäne zu melden. Das Brechen der Quarantäne kann mit einer Geldstraße oder Gefängnis bis zu zwei Jahren bestraft werden. Sollte sich jemand anstecken, droht dazu eine Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung.

Wenn ich in einer Unterkunft bin, die nicht nur eine Übernachtung anbietet:

Muss ich in meinem Zimmer bleiben?

Aufgrund der hohen Gefahr einer Ansteckung ist es sehr zu empfehlen, dass alle Menschen in der Unterkunft möglichst in ihren Zimmern bleiben. Das gilt für alle in der Unterkunft, auch für die Kinder und Jugendlichen. Diese können sich beim Spielen untereinander anstecken.

Wer kocht dann für mich und die Familie?

Während der Quarantäne ist es nicht erlaubt, das Haus zu verlassen und selbst einkaufen zu gehen. Das Frühstück, Mittag- und Abendessen wird für die Menschen in der Zeit der Quarantäne eventuell nach Absprache mit Ihrem Betreiber geliefert.

Wenn ich schon arbeite, wie informiere ich meinen Arbeitgeber?

Ihr Arbeitgeber muss über die Quarantäne telefonisch, per E-Mail oder WhatsApp informiert werden. Erst nach der Quarantäne muss eine schriftliche Bestätigung des Quarantänezeitraums an den Arbeitgeber ausgehändigt werden. Die Bestätigung wird auf Nachfrage vom Gesundheitsamt ausgestellt. Sie haben keine Nachteile zu befürchten, was Ihren Vertrag angeht.

Ich benötige dauerhaft Medikamente? Wie komme ich da ran?

Menschen, die dauerhaft Medikamente brauchen, sollen diese auch weiterhin bekommen. Bitte informieren Sie das Gesundheitsamt und Ihren Betreiber über Ihren Bedarf.

Wie bekomme ich die Dinge des täglichen Bedarfs?

Ihr Betreiber ist in der Regel auch bei der Bestellung von Hygieneartikeln wie Windeln und Waschpulver, aber auch von Tabakwaren behilflich. Geliefert werden diese von Supermärkten. Die Preise werden vor der Bestellung bekannt gegeben. Bitte fragen Sie Ihren Betreiber.

Wo bekomme ich noch mehr Informationen zum Corona-Virus und den Folgen?

Es gibt viele verschiedene Quellen, einige sind nicht seriös. Empfehlenswerte Seiten sind:
https://www.berlin.de/corona/

Weitere mehrsprachige Informationen zu Corona finden Sie auf der Homepage der Integrationsbeauftragten:
https://www.berlin.de/lb/intmig/service/corona-info/