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Fragen zur Bedarfs-Ermittlung - leichte Sprache

Was ist ein Bedarf? Wie wird der Bedarf festgestellt?

Eine Person erhält Assistenz

Bedarf ist:
Was ein Mensch mit Behinderung an Hilfen braucht.
Damit er gut am Leben in der Gesellschaft teilhaben kann.

Welt

Das steht in der UN-Behinderten-Rechts-Konvention von 2009.
Eine Konvention ist wie ein Vertrag.
Mehrere Länder haben den Vertrag unterschrieben.
Das heißt: Die Länder sind mit dem Vertrag einverstanden.
Deutschland hat den Vertrag auch unterschrieben.

Gleiche Rechte

Im Vertrag steht zum Beispiel:
Menschen mit Behinderung sollen überall mitmachen können.
Darum soll es keine Barrieren geben.
Alle Menschen sollen die gleichen Rechte haben.

Damit das geht, brauchen Menschen mit Behinderung Hilfen.

Mensch im Rollstuhl erhält Hilfe

Welche Hilfen brauchen Sie?
Das wird mit Ihnen zusammen besprochen.
Wir schauen uns genau an:
• Was brauchen Sie?
• Was können Sie selber machen?
• Was können Familie oder Freunde oder Nachbarn machen?
• Welche Hilfen passen für Sie?

Dafür gibt es einen Frage-Bogen.
Der heißt: Teilhabe-Instrument Berlin.
Kurz: TIB.
Das Gesetz sagt: mit dem TIB wird der Bedarf festgestellt.

Was ist das Teilhabe-Instrument Berlin?

Fragebogen

Das Teilhabe-Instrument Berlin heißt kurz: TIB.
Das TIB ist ein Frage-Bogen.

Mit dem TIB prüft der Teilhabe-Fach-Dienst:
Welche Hilfen brauchen Sie.
Das macht der Teilhabe-Fach-Dienst mit Ihnen zusammen.
Sie sollen gleich-berechtigt am Leben in der Gesellschaft teilhaben können.

Wünsche

Mit den Fragen im TIB wollen wir heraus finden:
• Was sind Ihre Wünsche?
• Was sind Ihre Ziele?
• Wie stellen Sie sich Ihr Leben vor?
• Wie leben Sie jetzt?
• Was sind Ihre Stärken?
• Was sind Ihre Schwächen?
• Wie wirkt Ihre Umwelt auf Sie?
• Welche Möglichkeiten zur Teilhabe haben Sie?
• Wo sind für Sie die Grenzen bei der Teilhabe?

Schreiben

Wir schreiben die Antworten auf.
Wir besprechen mit Ihnen die Ziele für Ihre Zukunft.
Dann wissen wir besser:
Welche Hilfen brauchen Sie für eine gute Teilhabe.

Wann prüfen wir Ihren Bedarf im Gesamt-Plan-Verfahren?

Etwas ausfüllen

Wann prüfen wir Ihren Bedarf im Gesamt-Plan-Verfahren?
Die Prüfung vom Bedarf gehört zum:
Gesamt-Plan-Verfahren.
Mit dem Frage-Bogen TIB finden wir heraus:
Welche Hilfen aus der Eingliederungs-Hilfe brauchen Sie?

Drei Personen sitzen an einem Tisch

Erst führen wir mit Ihnen ein Gespräch.
Vielleicht brauchen wir ein Gutachten von Ihnen.
Vom Sozial-Medizinischen Dienst.
Dann prüfen wir: Welche Hilfen brauchen Sie.

Mensch im Rollstuhl

Wir überlegen uns Ziele für Sie.
Wir überlegen: welche Hilfen brauchen Sie?
Damit Sie die Ziele erreichen können.
Dann planen wir die Hilfen.
Das machen wir zusammen mit den Anbietern von Hilfen.
Zum Beispiel: einer Firma für Roll-Stühle.
Die Anbieter haben Sie vorher ausgesucht.

Wo sprechen wir mit Ihnen über Ihren Bedarf?

Person klingelt an einer Tür

Also über die Hilfen, die Sie brauchen.
Das bestimmen Sie.

Wir können zu Ihnen nach Hause kommen.
Wir können im Amt miteinander sprechen.
Oder an einem anderen Ort.
Wichtig ist: Sie fühlen sich dort wohl.

Sie haben den Frage-Bogen TIB unterschrieben. Aber jetzt haben Sie Zweifel. Was können Sie tun?

Unterschrift

Durch den Frage-Bogen TIB wird Ihr Bedarf festgestellt.
Bedarf heißt: welche Hilfen Sie brauchen.
Dann unterschreiben Sie den Frage-Bogen.
Sie sagen mit Ihrer Unterschrift:
Ich bin mit dem Ergebnis einverstanden.
Ich bin mit den Zielen im Frage-Bogen einverstanden.

Richterin

Der Frage-Bogen ist nur ein Teil vom Gesamt-Plan-Verfahren.
Sie können gegen das Ergebnis vom Frage-Bogen
nicht vor Gericht klagen.
Sie können nur gegen das Ergebnis
vom ganzen Gesamt-Plan-Verfahren klagen.
Also am Ende von der Prüfung von Ihrem Hilfe-Bedarf.

Aber Sie können immer zum Teilhabe-Fach-Dienst gehen.
Sie können mit den Mitarbeitern reden.
Sie können über Ihren Hilfe-Bedarf sprechen.