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Fragen zum Teilhabe- und Gesamtplanverfahren

Das Gesamtplanverfahren meint den Arbeitsvorgang im Amt, um Eingliederungshilfe zu bekommen: Von der Antragsstellung bis zur Leistungsgewährung. Im Gesamtplanverfahren wird zusammen mit dem Menschen mit Behinderung der Unterstützungsbedarf ermittelt, die Unterstützung geplant, gesteuert und dokumentiert. Dabei steht die leistungsberechtigte Person mit ihren Vorstellungen von Teilhabe am Leben im Mittelpunkt.

Einen Überblick zu den Arbeitsschritten des Gesamtplanverfahrens gibt es hier: Gesamtplanverfahren

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Da im Gesamtplanverfahren sehr viel besprochen, geplant und veranlasst wird, um eine gute Unterstützung für den Mensch mit Behinderung zu erreichen, werden die wichtigsten Ergebnisse im sogenannten Gesamtplan aufgeschrieben. Der Gesamtplan ist also ein Dokument, in dem alles festgehalten wird, was zur Unterstützung besprochen wurde. Es wird z. B. auch aufgeschrieben, wer bei den Gesprächen dabei war. Dieses Dokument wird den leistungsberechtigten Menschen anschließend zur Verfügung gestellt, damit er oder sie über alles informiert ist, was besprochen und veranlasst wurde.

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Im Gesamtplanverfahren steht der leistungsberechtigte Mensch im Mittelpunkt. Er kann weitere Vertrauenspersonen (z. B. Angehörige, Freunde, Nachbarn) hinzuziehen, die ihm in diesem Verfahren zur Seite steht. Wenn es eine rechtliche Betreuung gibt, so wird auch diese in das Gesamtplanverfahren mit einbezogen.

Um die richtige Unterstützung für den Menschen mit Behinderung zu ermöglichen, nehmen oftmals noch andere Fachstellen, Experten bzw. Expertinnen sowie Rehabilitationsträger an dem Gesamtplanverfahren teil (z. B. Gesundheitsamt, Rentenversicherung). Gemeinsam mit dem leistungsberechtigten Menschen wird die passende Unterstützung geplant und das “Unterstützungspaket” zusammengestellt. Ziel ist es, dass der Mensch mit Behinderung, die Leistungen wie aus einer Hand bekommt, auch wenn andere Leistungsträger beteiligt sind.

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Wenn verschiedene Leistungsträger oder mehrere Rehabilitationsträger zuständig sind, sollen diese künftig besser zusammenarbeiten. Planung und Vergabe soll dabei für den Leistungsberechtigten „wie aus einer Hand“ erfolgen.

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Zur Sicherstellung der Leistungen für die Leistungsberechtigten kann der Träger der Eingliederungshilfe mit Zustimmung der Leistungsberechtigten eine Gesamtplankonferenz durchführen. In einer Gesamtplankonferenz beraten der Träger der Eingliederungshilfe und andere beteiligte Leistungsträger gemeinsam mit dem Leistungsberechtigten über die Unterstützungsbedarfe und die notwendigen Leistungen. Auf dieser Grundlage werden die Leistungen abgestimmt und ein Gesamtplan erstellt.

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