Mit einem Spatenstich haben der Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen Christian Gaebler und die Senatorin für Justiz und Verbraucherschutz Dr. Felor Badenberg die Bauarbeiten zur Teilanstalt I der Justizvollzugsanstalt (JVA) Tegel gestartet. Der Bau ist ein wichtiger Schritt zu einem zeitgemäßen Justizvollzug in Berlin, der gleichzeitig moderne Arbeitsbedingungen für das Personal sichert. Die JVA Tegel ist eines der größten Gefängnisse in Deutschland. Geplant sind unter anderem 216 Einzelhafträume für den geschlossenen Männervollzug, eine Arztgeschäftsstelle und zwei Freistundenhöfe. Die Kosten für den Neubau belaufen sich auf rund 41,5 Millionen Euro. Die Fertigstellung des Baus ist für 2028 geplant.
Christian Gaebler, Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen:
„Unsere Verwaltung ist in Berlin auch für den Bau öffentlicher Gebäude wie Schulen, Kultureinrichtungen und Wissenschaftsbauten zuständig. Zu diesen Bauvorhaben zählen auch Projekte mit zentraler Bedeutung für die öffentliche Sicherheit und Ordnung Berlins sowie für die Justiz. Allein im letzten Jahr haben wir mit 263 Maßnahmen rund 814 Millionen Euro verbaut. Mit dem Neubau in der JVA Tegel werden wir den heutigen Anforderungen an einen modernen und auch verfassungskonformen Strafvollzug gerecht.“
Dr. Felor Badenberg, Senatorin für Justiz und Verbraucherschutz:
„Der Neubau stellt einen wichtigen Meilenstein bei der Modernisierung unserer Justizvollzugsanstalten dar. Dadurch gewährleisten wir einen dauerhaft funktionsfähigen und effektiven Strafvollzug. Zeitgemäße Infrastruktur verbessert nicht nur die Arbeitsbedingungen der Beschäftigen, die tagtäglich hervorragende Arbeit leisten, sondern sie ist vor allem auch ein Bekenntnis zur Resozialisierung: Denn eine moderne Justizvollzugsanstalt bedeutet nicht nur eine sichere Unterbringung, sondern auch Perspektiven für ein Leben nach der Haft. Damit stärken wir das Vertrauen in den Rechtsstaat, schützen unsere Gesellschaft und eröffnen Wege für einen Neuanfang.”
Der Rückbau der früheren Teilanstalt I sowie die Erstellung einer Sicherheitsmauer zur Vorbereitung des 2. Bauabschnitts sind bereits abgeschlossen. Beim jetzt startenden Bauabschnitt geht es um die Errichtung des Neubaus, einem kreuzförmigen, nicht unterkellerten Gebäude mit vier Geschossen, der das historische Ensemble am tradierten Justizstandort komplettiert.