Coronavirus (SARS-Covid-19): Pflegeeinrichtungen und Pflegedienste

24.07.2020, 10:58 Uhr

Viren
Bild: Jezper – Fotolia.com

Krisenpersonalpool online

Durch das neuartige Coronavirus sind Einrichtungen des Pflege- und Gesundheitswesens aktuell nach wie vor von Personalengpässen bedroht. Insbesondere im Fall von Covid-19-Ausbrüchen innerhalb der Einrichtungen und damit verbundenen Quarantäneauflagen für das Personal stehen Einrichtungen vor Versorgungsproblemen.

Nun steht für solche Fälle der Berliner Krisenpersonalpool zur Verfügung, ein landeseigenes Angebot mittels webunterstützter Anwendung, das Anbieter und Interessenten online zusammenzubringt. Es bietet Einrichtungen der pflegerischen und medizinischen Versorgung (Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser und Einrichtungen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes) die Möglichkeit, Kontakt zu qualifiziertem Personal aufzunehmen, damit Personalengpässe gezielt und bedarfsgerecht gelöst werden können. Folgende Berufsgruppen können sich bei freien Zeitkapazitäten im Krisenpersonalpool registrieren, um Einrichtungen in Versorgungsnotfällen kurzfristig zu unterstützen:
  • Pflegefachkräfte und Pflegehilfskräfte
  • Ärztinnen und Ärzte
  • Medizinische Fachangestellte
  • Physiotherapeutinnen und -therapeuten
  • Studierende der Fachrichtungen Pflege und Medizin

Verdacht auf Covid-19 bei Menschen mit kognitiven Einschränkungen

Handlungsempfehlungen zur Umsetzung infektionsschützender Maßnahmen in Wohnformen nach SGB XI und WTG

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Erlaubnisfreie Möglichkeiten der träger- / verbandsübergreifenden Arbeitnehmerüberlassung

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat auf seiner Homepage angesichts der Corona-Pandemie eine entsprechende Auslegungshilfe zum Arbeitnehmerüberlassungsgesetz veröffentlicht. Danach soll eine Arbeitnehmerüberlassung nach dieser Regelung derzeit jedenfalls dann ausnahmsweise erlaubnisfrei möglich sein, wenn:
  • Der entleihende Arbeitgeber unter akutem Arbeitskräftemangel leidet, dazu zählen aktuell insbesondere die systemrelevanten Bereiche.
  • Der überlassende Mitarbeiter der vorübergehenden Überlassung zustimmt.
  • Der verleihende Arbeitgeber nicht beabsichtigt, dauerhaft oder regelmäßig als Arbeitnehmerüberlasser tätig zu sein, sondern es sich vielmehr um eine Ausnahme-Maßnahme während der Corona-Krise handelt.
  • Die Überlassung zeitlich auf die aktuelle Krisensituation begrenzt erfolgt.
    Das BMAS informiert zum Thema, in seinen FAQ

AKTUALISIERT: Umsetzung des WTG vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung hat mit Schreiben vom 22.07.2020 die Festlegung zur Umsetzung des Berliner Wohnteilhabegesetzes (WTG) in Form der Festlegung Nr. 3 neu gefasst.

Festlegung Nr. 3 zur Umsetzung des Wohnteilhabegesetzes

Bitte beachten Sie, dass das Dokument nicht barrierefrei ist und in Kürze durch eine barrierefreie Version ersetzt wird.

PDF-Dokument (56.8 kB)

MDK- Beratungshotline für Pflegeeinrichtungen

Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung Berlin-Brandenburg (MDK) hat eine Beratungshotline speziell für Pflegeeinrichtungen eingerichtet. Beschäftigte der ambulanten und stationären Pflege können unter der Telefonnummer 030 202023-6000 (montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr) ihre Fragen zum Umgang mit dem Coronavirus stellen, die von erfahrenen Pflegefachkräften beantwortet werden. Ab Montag (06.04.2020) werden Fragen auch per E-Mail beantwortet.

Covid-19-Krankenhausentlastungsgesetz

Das Gesetz zum Ausgleich COVID-19 bedingter Belastungen der Krankenhäuser und weiterer Gesundheitseinrichtungen (COVID-19-Krankenhausentlastungsgesetz) trat in großen Teilen am 28.03.2020 in Kraft.

Wirtschaftliche Hilfen für Pflegeeinrichtungen

Um dieser für die gesamte Pflegebranche schwierigen Situation entgegenzuwirken, werden von verschiedenen Seiten Unterstützungen und wirtschaftliche Hilfen angeboten.

Handlungsempfehlungen für Pflegeeinrichtungen

  • Übertragung des neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) per Tröpfcheninfektion
  • Inkubationszeit wahrscheinlich maximal 14 Tage
  • klinische Symptome der Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19) : schnupfenartige Symptome, Fieber, Husten, Halsschmerzen, Atembeschwerden, Kopfschmerzen
  • in schweren Fällen: Pneumonien mit schweren Verläufen mit akutem Lungenversagen
  • symptombezogene Therapie
  • Labordiagnostik bei begründeten Verdachtsfällen, d.h. Symptome wie oben UND Kontakt mit einem bestätigten Fall oder Aufenthalt in einem Risikogebiet in den vergangenen 14 Tagen
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Organisatorische Maßnahmen in Vorbereitung auf einen Erkrankungsfall

Verantwortliche benennen für

  • Gesamtverantwortung in der Einrichtung
  • Tätigkeitsbereich Hygienebeauftrage/r definieren
  • Kommunikation

Personalnotpläne / Strategien entwickeln

  • Personalverantwortliche benennen
  • Personaldaten aktualisieren (Telefonnummern, Ausschlusskriterien, z.B. Personal mit Vorerkrankungen)
  • Plan zur Abdeckung von Personalmehrbedarf

Kommunikations- und Informationswege intern/extern definieren und fixieren

  • alle Beschäftigten auf aktuellem Stand halten (auch Leasingkräfte)

Schulungen über Erreger/Erkrankung durch Hygienebeauftragte oder Externe

Zusätzliche Hygienemaßnahmen für Erkrankungsfall festlegen (mind. FFP-2-Maske)

Lagerbestände sichten und ggf. auffüllen – Alternativen für Mangelsituationen prüfen und dokumentieren

Alternativen für personenungebundene Wirtschaftswege für Quarantänebereiche festlegen

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  • STIKO-Impfempfehlung vor allem für ältere Menschen ab 60 Jahren und chronisch Erkrankte mit Vorerkrankungen, gegen Pneumokokken und Pertussis (Keuchhusten)
  • Begründung: Schwerere Covid-19-Krankheitsverläufe bei bereits vorhandenen Lungenerkrankungen (auch noch nicht diagnostizierten) können so vermieden werden.
  • Impfentscheidungen im Einzelfall durch behandelnde/n Arzt/Ärztin gemeinsam mit der betroffenen Person
  • Aushang / Informationsblatt mit Impfaufforderung mit Begründung für Personal und Bewohner / Betreute
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Pflegebedürftige Menschen sind von der anhaltenden Pandemie in besonderem Maße bedroht. Infektionsschutz ist lebensnotwendig. Soziale Kontakte sind es auch. Pflegebedürftigen und ihnen nahestehenden Personen wird ein Höchstmaß an Verantwortung und Achtsamkeit im Umgang mit diesem Dilemma abgefordert. Die Einrichtungen stehen vor der enormen Herausforderung, gemeinsam mit Bewohnerinnen und Bewohner sowie mit den Menschen aus deren sozialem Umfeld Situationen zu gestalten, in denen es gelingt, Infektionsschutz und soziale Kontakte miteinander zu verbinden.

In der SARS-Cov-2-Infektionsschutzverordnung vom 23. Juni 2020 sind die für Berlin geltenden grundsätzlichen Pflichten sowie die Schutz- und Hygieneregeln aufgeführt. Die Resolution der 93.Gesundheitsministerkonferenz ist ein wichtiges Signal und ein eindeutiger Auftrag, in der Abwägung zwischen Infektionsschutz und sozialer Teilhaben den Bedürfnissen der Bewohnerinnen und Bewohner nach sozialen Kontakten deutlich mehr Gewicht einzuräumen und bestehende Spielräume auszuschöpfen. Die Einrichtungen haben bei ihren Entscheidungen individuelle einrichtungsspezifische Risiken abzuwägen und entscheiden selbstbestimmt über die einzuleitenden Maßnahmen. Dabei muss allen an der Pflege Beteiligten, der Öffentlichkeit und den Angehörigen bewusst sein, dass trotz aller Bemühungen und Vorkehrungen Ausbrüche nicht mit Sicherheit vermeidbar sind.

1. Rechtslage

Mit Inkrafttreten der SARS-CoV-2-Infektionsschutzverordnung vom 23. Juni 2020 tritt die Verordnung über erforderliche Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 in Berlin (SARS-CoV-2-Eindämmungsmaßnahmenverordnung – SARS-CoV-2-EindmaßnV) außer Kraft.

Die SARS-CoV-2-Infektionsschutzverordnung enthält die allgemein in Berlin geltenden grundsätzlichen Pflichten, Schutz- und Hygieneregeln, Regelungen zu Personenobergrenzen und Verboten, zu Quarantänemaßnahmen, Einschränkungen von Grundrechten und Ordnungswidrigkeiten. Regelungen für Besuche und bereichsbezogene infektionsschützende Maßnahmen sind nicht mehr ausdrücklich in der SARS-CoV-2-Infektionsschutzverordnung festgelegt.

Allerdings finden sich folgende pflegespezifische Regelungen in der SARS-CoV-2-Infektionsschutzverordnung. Nach § 2 I SARS-CoV-2- Infektionsschutzverordnung sind Pflegeeinrichtungen einschließlich ambulanter Pflegedienste sowie entgelt- und zuwendungsfinanzierte Angebote ausdrücklich verpflichtet, ein individuelles Schutz- und Hygienekonzept zu erstellen. Bei der Erstellung des jeweiligen individuellen Schutz- und Hygienekonzepts sind die einschlägigen Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts zum Infektionsschutz in ihrer jeweiligen Fassung und die Vorgaben der jeweiligen Arbeitsschutzbehörden zu berücksichtigen (§ 2 Absatz 2 SARS-CoV-2- Infektionsschutzverordnung).

Darüber hinaus wurde der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung als zuständiger Stelle die Kompetenz übertragen, die Anforderungen an das Schutz- und Hygienekonzept einschließlich Vorgaben zu Auslastungsgrenzen oder Zutritts- und Besuchsregelungen in einem bereichsspezifischen Hygiene-Rahmenkonzept zu bestimmen (§ 2 Absatz 3 der SARS-CoV-2- Infektionsschutzverordnung). Dieses Hygiene- Rahmenkonzept ist auf der Internetseite der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung hinterlegt und somit auch öffentlich zugänglich. Da sich die Anforderungen verändern können, ist der jeweilige aktuelle Stand des Hygiene-Rahmenkonzeptes, der auf der Internetseite hinterlegt ist, zu berücksichtigen. Die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist für körpernah Dienstleistende, Bewohnerinnen und Bewohner sowie für Besuchende verbindlich vorgeschrieben (§ 4 Absatz 1 Nr. 2, 6 der SARS-CoV-2- Infektionsschutzverordnung). Eine Ausnahme von dieser Pflicht besteht nur in den in § 4 Absatz 2 der SARS-CoV-2- Infektionsschutzverordnung genannten Fällen. Dies betrifft
  • Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr, Personen, die aufgrund einer gesundheitlichen Beeinträchtigung oder einer Behinderung keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen können,
  • Personen, bei denen durch andere Vorrichtungen die Verringerung der Ausbreitung übertragungsfähiger Tröpfchenpartikel bewirkt wird
  • oder bei Gehörlosen und schwerhörigen Menschen und Personen, die mit diesen kommunizieren, sowie ihren Begleitpersonen.

2. Informieren und Miteinander reden

Bei der Erstellung des einrichtungsspezifischen Schutz- und Hygienekonzepts sind die einschlägigen Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts zum Infektionsschutz in ihrer jeweiligen Fassung und die Vorgaben der jeweiligen Arbeitsschutzbehörden zu berücksichtigen. Bestandteil des Konzeptes der Einrichtung sollten auch Regelungen für ein verbindliches Besuchskonzept sein. Die schriftliche Fixierung eines verbindlichen Besuchskonzeptes gibt allen Beteiligten Handlungssicherheit. Das Fehlen eines Besuchskonzepts kein Grund für eine Verweigerung von Besuchen.

Um die Akzeptanz der Regelungen zu erhöhen und das Teilhaberecht der Bewohnerinnen und Bewohner zu stärken, ist das Heimmitwirkungsgremium immer an der Erstellung von Besuchsregelungen zu beteiligen. Zudem sollte das Besuchskonzept den Beteiligten möglichst schon bekannt sein, bevor sie einen Besuch planen. Daher empfiehlt es sich dringend, die Angehörigen und andere Besuchende über die aktuellen Besuchsregelungen direkt zu informieren. Geeignet ist auch eine Information per E-Mail und auf der Website der Einrichtung.

Das Schutz- und Hygienekonzept benennt neben konkreten Maßnahme auch eindeutig zugeordnete personelle Verantwortlichkeiten. Erforderlich ist eine Ansprechperson, an die sich Pflegebedürftige, deren Angehörige und andere Besuchende mit Fragen und Hinweisen zur Besuchsregelungen der Einrichtung wenden können. D die Kontaktmöglichkeiten werden transparent kommuniziert.

Sollte es zu Spannungen kommen, vermittelt die Heimaufsicht Berlin gern und unterstützt dabei, eine für alle Beteiligten tragbare Lösung zu finden:
“E-Mail(E-Mail Heimaufsicht)”:maitlo:heimaufsicht@lageso.berlin.de
Tel. (030) 90229 – 3333.

Des Weiteren stehen Ihnen

3. Besuchskonzept und Besuchsmanagement

Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen dürfen täglich Besuch empfangen; ausgenommen sind Menschen mit Atemwegsinfektionen. Besucherinnen und Besucher mit Atemwegsinfektionen dürfen die Einrichtung in keinem Fall betreten. Ein Besuch sollte bei Erkältungssymptomen (v.a. auch Fieber) und durch Covid19-Kontaktpersonen ebenfalls nicht erfolgen.

Die Anzahl der Besuchenden ist ausdrücklich nicht auf eine Person beschränkt, sollte aber drei Personen nicht überschreiten.

Um die Zahl der Besuchenden zu begrenzen und im Ausbruchsfall Kontakte nachverfolgen zu können, ist die Führung eines Besuchskalenders durch die Einrichtung erforderlich. Hierbei ist der Datenschutz zu berücksichtigen.

Das Besuchskonzept sollte folgende Regelungen beinhalten:
  • Maximale Dauer:
    Die maximale Dauer der Besuche sollte aus organisatorischen Gründen prinzipiell festgelegt werden. Dabei sind auch Einzelfälle, etwa wenn entfernt wohnende Angehörige oder andere Besucherinnen und Besucher den Besuch nur selten ermöglichen können, zu berücksichtigen. Die Einrichtungen sind ausdrücklich aufgefordert, hier im Interesse der Bewohnerinnen und Bewohner Lösungen in Abwägung mit den Möglichkeiten vor Ort zu finden.
  • Maximale Gesamtzahl von Besucherinnen und Besuchern:
    Es sollte abhängig von der aktuellen Belegung und den räumlichen Gegebenheiten festgelegt werden, wie viele Besucherinnen und Besucher sich maximal gleichzeitig in der Einrichtung aufhalten können, um die Abstands- und Hygieneregeln sicher einhalten zu können.
  • Regelungen zur Anmeldung
    Aufgeführt werden sollte, ob und in welcher Form eine Anmeldung erfolgen soll.
  • Verständliche und öffentlich zugängige Informationen für Besucherinnen und Besucher:
  • Alle Besucherinnen und Besucher sollen über die grundlegenden Hygiene- und Verhaltensmaßnahmen (Händedesinfektion, Abstandsgebot, Husten- und Niesetikette) leicht verständlich aufgeklärt und zu deren Einhaltung angehalten werden.
  • Zur Verstärkung können die Besucherinnen und Besucher aufgefordert werden, mit ihrer Unterschrift zu bestätigen, dass sie die Hygiene- und Verhaltensmaßnahmen während des Aufenthaltes in der Einrichtung strikt einhalten und die Hinweise des Einrichtungspersonals bzgl. der Besuchsregelungen befolgen.
  • Bei Nichteinhaltung der Hygiene- und Verhaltensmaßnahmen werden die Besuchenden zunächst an die Besuchsregeln erinnert. Werden die Regeln weiterhin nicht eingehalten, kann die Besuchsperson der Einrichtung verwiesen und ein Besuchsverbot für diese Person ausgesprochen werden (Hausrecht).
  • Besuchsmanagement/Logistische Festlegungen
    Wenn möglich sollten ein gesonderter Ein-/Ausgang für Besuchende, bereichsbezogene Zutrittsbeschränkungen sowie konkrete (kürzeste) Wege für die Besucherinnen und Besucher der Einrichtung (Flure, Sanitärräume, Besucherbereiche, Privatzimmer der Bewohnerinnen und Bewohner etc.) festgelegt werden, damit unnötige Kontakte zur Bewohnerschaft und zum Personal minimiert werden.
    Die (erste) Kontaktaufnahme sollte durch Personal der Einrichtung begleitet werden, damit ein direktes Aufsuchen des Besuchsortes sichergestellt wird.
    Beim Verlassen hat eine Abmeldung an ausgewiesener Stelle zu erfolgen.
    Das Besuchsmanagement kann mithilfe ehrenamtlichen Unterstützerinnen und Unterstützern geführt werden.

4. Gewährleistung des Infektionsschutzes während des Besuchs

  • Mindestabstand
    - Grundsätzlich ist der Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten.
    - Mit einigen Maßnahmen kann dies erleichtert werden (z.B. Hinweisschilder, Wegmarkierungen, Tische mit entsprechendem Abstand etc.).
    - Bei bestehenden Grunderkrankungen wie Sehbeeinträchtigungen und/oder Hörbeeinträchtigungen bzw. für Personen, die über Körperkontakt kommunizieren, müssen im Einzelfall individuelle Lösungen gefunden werden, die das Infektionsrisiko minimieren.
  • Mund-Nase-Bedeckung
    - Gem. § 4 Abs. 1 Nr. 6 der SARS-CoV-2-Infektionsschutzverordnung ist in geschlossenen Räumen von den Besucherinnen und Besuchern und von den Bewohnerinnen und Bewohnern (wenn sie das Zimmer verlassen) eine geeignete Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.
    - Die Mund-Nasen-Bedeckung muss von den Besucherinnen und Besuchern grundsätzlich selbst mitgebracht werden.
    - Den Bewohnerinnen und Bewohnern stellt die Einrichtung einen Mund-Nasen-Schutz zur Verfügung.
    - Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Einrichtungen haben in den Innenräumen grundsätzlich einen Mund-Nasen-Schutzes zu tragen.
  • Händedesinfektion
    Beim Betreten der Einrichtung sollte von den Besucherinnen und Besuchern eine Händedesinfektion durchgeführt werden. Desinfektionsmittel und Hinweise zu deren Benutzung sollten daher unmittelbar im Eingangsbereich der Einrichtung platziert werden.
  • Begegnungsräume im Außenbereich
    Für die Besuche sollten Begegnungsmöglichkeiten auf dem Außengelände der Einrichtung geschaffen werden, die die Wahrung der Abstands- und Hygieneregeln gewährleisten. Diese Begegnungsmöglichkeit ist Besuchen in Innenräumen nach Möglichkeit vorzuziehen.
  • Begegnungsräume im Innenbereich
    - In dem Einrichtungsgebäude sollten – nach Möglichkeit – geeignete Besuchsbereiche eingerichtet werden, die möglichst nahe am Eingangsbereich liegen, eine angemessene Größe zur Wahrung des Mindestabstands sowie eine ausreichende Belüftungsmöglichkeit bieten.
    - Wenn Besuche außerhalb des Zimmers der Bewohnerin oder des Bewohners für die Bewohnerin nicht möglich sind, sollten verstärkt Anstrengungen unternommen werden, diese im Zimmer zu ermöglichen. Dafür sollten im Besuchskonzept besondere Schutzmaßnahmen getroffen werden. Ein wichtiger Aspekt ist hierbei eine gute Belüftung der Zimmer.
  • Einsatz von Schutzwänden
    Soweit konkrete Schutzmaßnahmen vor Tröpfcheninfektion, z.B. durch transparente Schutzwände, angewendet werden, ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nicht notwendig.
  • Entsorgung von Einmalartikeln
    Abfallbehälter zur Entsorgung von Einmalartikeln sind öffentlich zugängig und sinnvoll platziert.
  • Mobilität ermöglichen
    - Besucherinnen und Besucher soll auch das Schieben des Rollstuhls für ihre An- und Zugehörigen ermöglicht werden.
    - Da hierbei der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, ist im Freien eine Mund-Nasen-Bedeckung von der den Rollstuhl schiebenden Person zu tragen.
    - In geschlossenen Räumen besteht nicht nur für die besuchende Person, sondern grundsätzlich auch für die Person im Rollstuhl die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung.
    - Aus Gründen des Infektionsschutzes soll nur das Pflegepersonal die Pflegebedürftigen in und aus dem Rollstuhl verbringen.

5. Sonderregelungen für besonders vulnerable Bewohnerinnen und Bewohner

Besonderheiten bei Menschen mit fortgeschrittenen kognitiven Einschränkungen

Menschen mit fortgeschrittener Demenz oder weit fortgeschritten Erkrankungen und schwerwiegenden Leistungseinbußen können sich nicht auf veränderte Besuchsregelungen mit Verständnis einlassen. Sie haben häufig ein starkes Bedürfnis nach körperlicher Nähe und sind besonders und vermehrt auf die Hilfe und Sorge des gesamten Pflege- und Betreuungsteams angewiesen. Auf der Beziehungsebene sind insbesondere die Bestätigung, das Vermitteln von Sicherheit, Vertrauen und Zugehörigkeitsgefühl von Bedeutung. Auch um den Problemen wie Schmerzen, Einsamkeit und Kontrollverlust zu begegnen. Ihnen und ihren Nahestehenden gebührt unbedingt diese Haltung empathischer Zuwendung, Wertschätzung und Leidenslinderung.
Deshalb sollten die Besuchsregelungen für diese Menschen weitaus großzügiger gestaltet werden. So trägt eine strikte Trennung zu den Angehörigen, z.B. durch transparente Stellwände, zu Verunsicherung bei und führt dazu, dass die Kommunikation während des Besuchs z.T. stark eingeschränkt ist, erst recht, wenn neben den Stellwänden auch noch Schwerhörigkeit oder Taubheit seitens der Bewohnerinnen und Bewohner hinzu tritt.
Auch dass diese Personengruppe Besuch im Besuchsbereich empfängt, ist ggf. nicht förderlich. Diese Änderung der Umgebung ist für die an ihren geschützten Bereich gewöhnten Bewohnerinnen und Bewohner mit Stress verbunden. Hier müssen individuelle Lösungen gefunden werden. So sollten die Besuche geplant und möglichst außerhalb der Hauptbesuchszeiten stattfinden, um unnötige Kontakte zu vermeiden. Ein Besuch im eigenen Zimmer mit umfangreicherer persönlicher Schutzausrüstung (PSA) ist ggf. sinnvoller als in einem Besuchsbereich.

Besonderheiten bei schwerstkranken und sterbenden Menschen

Bei Schwerstkranken und Sterbenden sind Besuche zum Zwecke der Versorgung am Lebens-ende und der Sterbebegleitung stets zulässig und unterliegen keinen Beschränkungen. Dabei handelt es sich nicht nur um präfinale Bewohnerinnen und Bewohner, sondern auch um Palliativ-bedürftige in der Präterminal- und Terminalphase. Die Hygienemaßnahmen innerhalb der Einrichtung gelten auch für die Besucherinnen und Besucher der Schwerstkranken und Sterbenden. Diese sollten auf deren Wunsch hin nach Möglichkeit in einem Einzelzimmer untergebracht sein. In diesem Zimmer kann von den Hygienemaßnahmen abgewichen werden. Beim Vorliegen oder dem Verdacht auf eine COVID-19-Infektion von Schwerstkranken und Sterbenden erhalten die Besuchenden eine geeignete Schutzmaske (mindestens FFP-2) von der Einrichtung. Angehörige und Nahestehende von Schwerstkranken und Sterbenden sind in deren Betreuung und Versorgung einzubeziehen. Dies gilt auch im Kontext der vom Runden Tisch Hospiz- und Palliativversorgung Berlin empfohlenen „Berliner Notfallverfügung“, die vor dem Hintergrund der „Gesundheitlichen Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase“ nach § 132g SGB V entwickelt worden ist. Die Fach- und Spezialberatungsstelle „Zentrale Anlaufstelle Hospiz“ (ZAH)“ hat angesichts des gestiegenen Vorsorgebedarfs in Reaktion auf die COVID-19-Pandemie hierzu ein kostenloses Sondertelefon „Notfallverfügung“ für über 60-Jährige und deren Angehörigen und Nahestehenden geschaltet: Tel. (030) 4071- 1114
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I Grundlagen

Alle Pflegeeinrichtungen sind verpflichtet, einen Pandemieplan vorzuhalten. Gemäß § 2 Abs. 1 SARS-CoV-2-Infektionsschutzverordnung haben Pflegeeinrichtungen entsprechend der spezifischen Anforderungen des jeweiligen Angebots ein individuelles Schutz- und Hygienekonzept zu erstellen und auf Verlangen der zuständigen Behörde vorzulegen. Bei der Erstellung des Schutz- und Hygienekonzepts sind die einschlägigen Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts zum Infektionsschutz in ihrer jeweiligen Fassung und die Vorgaben der jeweiligen Arbeitsschutzbehörden zu berücksichtigen. Bestandteil des Konzeptes ist auch der Ausweis von Verantwortlichen; darunter einer Ansprechperson, an die sich Pflegebedürftige, deren Angehörige und andere Besuchende mit Fragen und Hinweisen zur Besuchsregelungen der Einrichtung wenden können. Wesentliche Ziele der zu veranlassenden Schutzmaßnahmen sind
  • die Reduzierung von Kontakten
  • die Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern
  • die Verwendung eines geeigneten Mund-Nasen-Schutzes in Innenräumen
  • die Steuerung des Zutritts
  • die Vermeidung von Ansammlungen
  • eine ausreichende Belüftung im Innenraum
    Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Einrichtungen haben in den Innenräumen grundsätzlich einen Mund-Nasen-Schutzes zu tragen.

Gemäß § 4 Abs. 1 Nr. 6 SARS-CoV-2-Infektionsschutzverordnung ist in Pflegeeinrichtungen von Besucherinnen und Besuchern sowie von den Bewohnerinnen und Bewohnern in geschlossenen Räumen eine geeignete Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, sofern sie sich außerhalb ihres Zimmers aufhalten oder Besuch empfangen.

Die Ausnahmeregelungen nach § 4 Abs. 2 SARS-Cov-2-Infektionsschutzverordnung finden Anwendung.

Auch in Pflege-Wohngemeinschaften und sonstigen Einrichtungen mit Pflegebereich sollen die Spielräume für Besuche unter Einhaltung der Hygieneanforderungen ausgeschöpft werden. Die Umsetzung der Regelungen dieses Hygiene-Rahmenkonzeptes werden entsprechend der örtlichen Möglichkeiten empfohlen.

Das Personal hat die gängigen Vorgaben zum Infektionsschutz zu berücksichtigen und einzuhalten.

Die jeweils geltenden Handlungsempfehlungen für Berliner Einrichtungen der stationären Lang- und Kurzzeitpflege sind zu berücksichtigen und umzusetzen.

II Zutritts- und Besuchsregelungen

Mindestens das kurzzeitige Verlassen der Einrichtung ist den Bewohnerinnen und Bewohnern grundsätzlich zu ermöglichen. Die Bewohnerinnen und Bewohner sowie ggf. die sie begleitenden Besucher haben sich dabei an die im öffentlichen Raum geltenden Corona-Schutzregelungen zu halten und tragen die volle Verantwortung für die Einhaltung des Infektionsschutzes während des Verlassens der Einrichtung.

Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen dürfen täglich Besuch empfangen; ausgenommen sind Menschen mit Atemwegsinfektionen. Die Anzahl der Besuchenden ist ausdrücklich nicht auf eine Person beschränkt, sollte aber zeitgleich drei Personen nicht überschreiten.

Besuche von mit der Seelsorge betrauten Personen, Besuche aus Rechtsgründen (insbesondere zwingende Angelegenheiten im Zusammenhang mit einer rechtlichen Betreuung) sowie Besuche von Dienstleistern zur medizinisch-pflegerischen Versorgung, der Versorgung mit Heil- und Hilfsmitteln und zur weiteren, auch körpernahen, Grundversorgung (z. B. Friseure, Fußpflege) sind, gegebenenfalls unter Auferlegung erforderlicher Verhaltensregeln, stets zulässig. Ehrenamtlichen, die innerhalb der Einrichtung Teilangebote durchführen, ist der Zutritt ebenfalls zu ermöglichen.

Erfolgen Besuche innerhalb des Hauses, muss auf eine gute Belüftung vor, während und nach dem Besuch im Rahmen der gesundheitlichen Voraussetzungen geachtet werden.

Im Falle einer bestätigten COVID-19 Infektion in der Einrichtung kann die Leitung der Einrichtung im Rahmen einer Gefährdungsabschätzung für die Bewohnerinnen und Bewohner im Einvernehmen mit dem Gesundheitsamt die Besuchsregelung für betroffene Wohnbereiche oder einzelne Organisationseinheiten entsprechend der baulichen Gegebenheiten einschränken oder ein Besuchsverbot festlegen. Eine Einschränkung der Besuchsregelung oder ein Besuchsverbot hat befristet zu erfolgen und ist gegenüber der Heimaufsicht anzuzeigen.

Für die Betreuung, Begleitung und den Besuch von Schwerstkranken und Sterbenden gelten unabhängig vom Aufenthaltsort keine Beschränkungen.

III Einzelsituationen

Besucherinnen und Besuchern soll auch das Schieben des Rollstuhls für ihre An- und Zugehörigen ermöglicht werden. Da hierbei der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, ist im Freien eine Mund-Nasen-Bedeckung von der den Rollstuhl schiebenden Person zu tragen. In geschlossenen Räumen besteht nicht nur für die besuchende Person, sondern grundsätzlich auch für die Person im Rollstuhl die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. Das Verbringen in den Rollstuhl und aus dem Rollstuhl heraus hat nicht durch die besuchende Person, sondern durch das Pflegepersonal zu erfolgen.

Eine Isolation von Bewohnerinnen und Bewohnern bei Rückkehr von einem stundenweisen Verlassen der Einrichtung (z.B. aus Anlass eines Spaziergangs, Einkaufs oder Arztbesuchs) ist grundsätzlich nicht erforderlich und sollte nur im begründeten Einzelfall bei einem deutlich erhöhten Infektionsrisiko erfolgen.

Die Hygienemaßnahmen innerhalb der Einrichtung gelten auch für die Besucherinnen und Besucher der Schwerstkranken und Sterbenden. Diese sollten auf deren Wunsch hin nach Möglichkeit in einem Einzelzimmer untergebracht sein. In diesem Zimmer kann von den Hygienemaßnahmen abgewichen werden. Für bettlägerige Bewohnerinnen und Bewohner und hier insbesondere Menschen mit fortgeschrittener Demenz oder weit fortgeschritten Erkrankungen und schwerwiegenden Leistungseinbußen im Einzelzimmer kann ebenfalls von den Hygienemaßnahmen abgewichen werden. Beim Vorliegen oder dem Verdacht auf eine COVID-19-Infektion von Schwerstkranken und Sterbenden erhalten die Besuchenden eine geeignete Schutzmaske (mindestens FFP-2) von der Einrichtung.

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Ziel: Bewohnerinnen und Bewohner vor einer Erregerübertragung schützen.

  • Hände-Desinfektionsmittel und Einmaltaschentücher sollten in allen Bereichen, auch den Wohnbereichen der Bewohner, bereit gestellt werden
  • Mülleimer zur Entsorgung von Einmalartikeln sollten im Innenbereich vor der Tür aufgestellt werden
  • Die Beobachtung des Gesundheitszustandes des Personals.
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  • Bei begründeter Verdachtssymptomatik (Atemwegsinfekt oder Fieber) Isolation des Betroffenen im eigenen Zimmer, dann
    • Rücksprache mit unmittelbarem Vorgesetzten über weiteres Vorgehen
    • umgehende telefonische Information des Hausarztes / der Hausärztin bzw. des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes mit Beschreibung (nicht Bewertung!) der Symptomatik und des Gesundheitsamtes – bei lebensbedrohlicher Symptomatik des Rettungsdienstes mit Hinweis auf mögliche COVID-19-Erkrankung
  • Auslösen des Pandemieplans
  • Information Geschäftsführung, Heimaufsicht und Angehörige / Betreuer
  • Bei entsprechendem klinischen Zustand weitere Isolation in der Einrichtung bis Ergebnis der Diagnostik vorliegt (aktuell 1 Tag)
  • In der Pflege von Erkrankten mit Fieber oder Atemwegserkrankungen sollte den Empfehlungen entsprechende Schutzausrüstung verwendet werden
  • Schutzausrüstung und Hinweise zu deren Benutzung sollten unmittelbar vor den Wohnbereichen platziert werden
  • Bei Krankenhauseinweisung oder Transfer in andere Einrichtung: Überleitungsmanagement – Transportdienst auf Erkrankung hinweisen
  • Informationsweiterleitung intern und extern nach Pandemieplan
  • Kontakte mit Erkranktem zurückverfolgen und dokumentieren
  • Anweisungen der Gesundheitsbehörde folgen
  • Prüfung des Einsatz von einzelnen Pflegekräften speziell nur bei Erkrankungsfällen (auch auf ambulante Dienste anwendbar)
Liegt ein bestätigter Covid-19-Fall vor, sind anhängende Vorgehensweisen in der Zusammenarbeit mit den Gesundheitsämtern unbedingt zu berücksichtigen:
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NEU: SARS-CoV-2 Kontaktpersonennachverfolgung

Infografik des RKI für Personal in Alten- und Pflegeheimen bei regulärer Personalverfügbarkeit sowie bei relevantem Personalmangel

Kontaktpersonen Kategorie I

Kontaktpersonen Kategorie II

  • Kontakt zu bestätigtem COVID 19 – Fall im Rahmen von Pflege und/oder medizinischer Untersuchung mit mehr als 2 m Abstand zu jedem Zeitpunkt
    Maßnahmen: nach Einschätzung des GA gemäß Kat I oder III

Kontaktpersonen Kategorie III

  • Kontakt zu bestätigtem COVID 19 – Fall im Rahmen von Pflege und/oder medizinischer Untersuchung mit weniger als oder 2 m Abstand
  • mit Verwendung von Schutzausrüstung
    Maßnahmen: keine Meldung an GA, keine Kontaktreduktion, tägliches Selbstmonitoring, tägliche Abfrage und Dokumentation durch Hygienefachktraft;
    bei Symptomen (ab Halskratzen) sofort wie Kategorie I
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  • Appell zum freiwilligen Verzicht auf Besuch von Veranstaltungen
  • Mitarbeiter mit akuten Atemwegserkrankungen (auch „banalen“ Erkältungen) sollten zu Hause bleiben (ggf. Arztbesuch / telefonischer Arztkontakt, AU)
  • Personen, die aus einem Risikogebiet zurückgekehrt sind, aber keine Symptome haben, wird eine freiwillige Quarantäne empfohlen
  • Personen, die aus einem Risikogebiet zurückgekehrt sind und entsprechende Symptome bekommen haben, sollten zu Hause bleiben, Kontakte zu anderen Personen meiden und sich umgehend telefonisch mit dem Hausarzt, KV-Notdienst oder den Abklärungszentren in Verbindung setzen.
  • Personen, die Kontakt zu einem Erkrankten hatten, müssen sich auch ohne Symptome unverzüglich mit dem Gesundheitsamt in Verbindung setzen.
  • Den Anweisungen des Gesundheitsamtes ist entsprechend Folge zu leisten, der Arbeitgeber unmittelbar zu informieren.
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  • Möglichst vollständiger Verzicht auf Reisen
  • Personen, die aus einem Risikogebiet zurückgekehrt sind, aber keine Symptome haben, sollten in eine freiwillige 14-tägige Isolation gehen
  • Personen, die aus einem Risikogebiet zurückgekehrt sind und entsprechende Symptome bekommen haben, siehe Maßnahmen bei Erkrankungsverdacht.
  • Personen, die Kontakt zu einem Erkrankten hatten, müssen sich auch ohne Symptome unverzüglich mit dem Gesundheitsamt in Verbindung setzen bzw. diesem gemeldet werden.
  • Den Anweisungen des Gesundheitsamtes ist entsprechend Folge zu leisten.
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  • Pandemieplan muss den Umgang mit Personalengpässen umfassen (s. Vorbereitung).
  • Reichen die geplanten Maßnahmen nicht aus, muss der Pflegedienst in Abstimmung mit den Vertragsparteien eine Priorisierung der Leistungen in Abhängigkeit von der individuellen Situation begründet vornehmen, z.B.:
    • Auf welche hauswirtschaftlichen Leistungen kann für einen Zeitraum verzichtet werden (oder auf Angehörige/Nachbarn übertragen werden), oder der Rhythmus verändert werden?
    • Welche grundpflegerischen Maßnahmen können in größeren Abständen durchgeführt (alle 2 Tage statt täglich) oder von Angehörigen/Nachbarn übernommen werden?
  • Einschränkung pflegerischer Leistungen sind dem Kostenträger mitzuteilen.
  • Einschränkungen ärztlich verordneter Maßnahmen (z.B. RR-Kontrolle) können nur nach Rücksprache mit dem/der verordnenden Arzt/Ärztin erfolgen, die Krankenkasse ist unverzüglich darüber zu informieren.
  • In medizinischen Notfällen ist der Rettungsdienst zu informieren.
  • Das unbedingte Ziel ist die Vermeidung von Krankenhauseinweisungen, die für die Klientinnen und Klienten i.d.R. mit einer höheren Gefährdung einhergehen.
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  • Grundsätzlich sind alle hygienischen Maßnahmen laut Hygieneplan einzuhalten.
  • Gibt es für einzelne Produkte Lieferengpässe, müssen zuerst andere Anbieter kontaktiert werden und danach, ggf. nach Rücksprache mit Hygienefacharzt/-ärztin oder behandelndem Arzt/Ärztin auf alternative Produkte zurückgegriffen werden.
  • Kostenträchtigere Alternativlösungen (z.B. geschlossene Absaugsysteme, um den Einsatz von Mundschutz zu reduzieren) sind im Einzelfall mit dem jeweiligen Kostenträger abzustimmen.
  • Der Ressourcenverbrauch sollte überprüft und – wo möglich – eingeschränkt werden.
  • Unter bestimmten Umständen ist auch der mehrfache Gebrauch von Einwegartikeln denkbar.
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Schwere Verläufe der Covid-19-Erkrankungen sind vor allem bei betagten, multimorbiden Menschen zu erwarten. Die Fachgesellschaft Palliative Geriatrie verweist darauf, dass die Indikation für eine Krankenhauseinweisung von multimorbiden alten Menschen mit einer Covid-19-Erkrankung sehr sorgfältig abzuwägen und höchstens bei Komplikationen von Begleiterkrankungen gegeben ist.
  • Link (https://www.fgpg.eu/wp-content/uploads/2020/03/FGPG-Empfehlungen-zur-Betreuung-betagter-und-gebrechlicher-Menschen-im-Kontext-Covid-19_20200322.pdf)
Verwiesen wird auch auf die: Damit eine gute Betreuung und Versorgung der wunschgemäß in ihrem vertrauten Umfeld verbleibenden sterbenden Menschen erfolgen kann, sollten frühzeitig oder spätestens bei Diagnosestellung der Infektion wichtige Fragen der Versorgungsplanung am Lebensende geklärt werden. Hier besteht für Pflegeheime die Option, die Gesundheitliche Versorgungsplanung einzuführen und zu nutzen. Instrumente wie eine Patientenverfügung oder eine Notfallverfügung können insbesondere in kritischen Situationen eine sehr hilfreiche Grundlage zum Fällen von Entscheidungen sein. Mit ärztlichem Attest kann die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) einbezogen werden. Aktuelle Listen der SAPV-Strukturen veröffentlicht u.a. Home Care Berlin: Die ambulanten Hospizdienste und andere hospizliche und Trauerangebote sind nach Bezirken z.B. von der Zentralen Anlaufstelle Hospiz gelistet.

Schwerstkranke und Sterbende unterliegen keinen Beschränkungen für den Empfang von Besuch! Wichtig ist aber auch hier, dass in der aktuellen Pandemie-Situation dem Schutz aller beteiligten Personen Rechnung getragen wird.

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