Pflegeausbildung

25.06.2019

Altenpflegerin beim Hausbesuch einer Patientin
Bild: Miriam Dörr - Fotolia.com

Die wichtigsten Fragen und Antworten (FAQ) zur Pflegeberufereform

Allgemeine Fragen

Generalistik bedeutet die Zusammenführung mehrerer Berufe zu einem gemeinsamen Berufsbild. Durch die Reform werden die Ausbildungen in der Altenpflege, der Gesundheits- und Krankenpflege sowie der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege zu einer neuen generalistischen Pflegeausbildung mit einheitlichem Berufsabschluss als Pflegefachfrau bzw. Pflegefachmann zusammengeführt.

In der neuen sogenannten generalistischen Pflegeausbildung werden unter Berücksichtigung des pflegewissenschaftlichen Fortschritts übergreifende pflegerische Kompetenzen zur Pflege von Menschen aller Altersgruppen und allen Versorgungsbereichen vermittelt: in Krankenhäusern, stationären Pflegeeinrichtungen und in der ambulanten Pflege.

Des Weiteren können die Auszubildenden neben der rein generalistischen Pflegeausbildung sich zum 3. Ausbildungsjahr für einen gesonderten Berufsabschluss in der Altenpflege oder Kinderkrankenpflege entscheiden.

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Die neue Pflegeausbildung kann ab dem 01.01.2020 beginnen. Von da an ist eine Ausbildung nach dem Krankenpflege- bzw. Altenpflegegesetz nicht mehr möglich, da diese Gesetze nach dem 31.12.2019 außer Kraft treten.
Im Rahmen der Über- bzw. Erarbeitung der landesseitigen Regelungen wird angestrebt, den erstmaligen Ausbildungsbeginn für die neue Ausbildung zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann auf den 1. April 2020 festzulegen.

Derzeit befindet es sich noch in der Diskussion, ob eine Einführung von einheitlichen Startterminen auch für die kommenden Jahre geben wird. Oder ob, angelehnt an das bisherige Verfahren in der Altenpflegeausbildung, ein sogenannter “unterjähriger Beginn” erfolgen wird.

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Die Ausbildungen, die noch bis zum 31.12.2019 nach dem Altenpflege- oder Krankenpflegegesetz begonnen werden, können auch nach diesen Regelungen abgeschlossen werden.

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Nein, nach § 64 PflBG bleibt die Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung nach dem Altenpflegegesetz oder dem Krankenpflegegesetz durch das Pflegeberufegesetz unberührt. Sie können weiterhin ihre jetzige Tätigkeit mit ihrem jetzigen Titel ausführen.

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Die generalistisch ausgebildeten Pflegekräfte können in allen Bereichen der Pflege arbeiten.

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Nein. Altenpflege- und Krankenpflegegesetz treten zum 31.12.2019 außer Kraft, so dass es nicht mehr möglich ist, eine Ausbildung danach zu beginnen. Den Ländern ist eindeutig bundesrechtlich kein Spielraum für eine Übergangsregelung eingeräumt worden.

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Anerkennung

Die neue generalistische Pflegeausbildung wird über die EU-Richtlinie über die Anerkennung von Berufsqualifikationen in anderen EU-Mitgliedstaaten automatisch anerkannt.
Für die Spezialisierung in der Altenpflege und der Kinderkrankenpflege gilt keine automatische Anerkennung. Hier können weiterhin im Rahmen einer Einzelfallprüfung die speziellen Berufsqualifikationen in anderen EU-Mitgliedstaaten anerkannt werden.

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Spezialisierung

Auszubildende haben ein Wahlrecht für das dritte Ausbildungsjahr. Sie können entscheiden, ob sie die generalistische Ausbildung fortsetzen oder eine Spezialisierung in der Altenpflege oder Kinderkrankenpflege anstreben.

Diese Möglichkeit wird sechs Jahre nach Beginn der neuen Pflegeausbildung durch die Bundesregierung überprüft. Der Deutsche Bundestag entscheidet dann, ob die jeweiligen Regelungen aufgehoben oder beibehalten werden.

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Ist im Ausbildungsvertrag ein Vertiefungseinsatz im speziellen Bereich der pädiatrischen Versorgung vereinbart, kann für das letzte Ausbildungsdrittel die Spezialisierung zur Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin bzw. zum Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger gewählt werden. Entsprechendes gilt, wenn ein Vertiefungseinsatz im Bereich der allgemeinen Langzeitpflege in stationären Einrichtungen oder der allgemeinen ambulanten Akut- und Langzeitpflege mit der Ausrichtung auf den Bereich der ambulanten Langzeitpflege vereinbart ist. Dann kann für das letzte Ausbildungsdrittel die Spezialisierung zur Altenpflegerin bzw. zum Altenpfleger gewählt werden.

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Das Wahlrecht steht ausschließlich der oder dem Auszubildenden zu. Die Entscheidung haben die Auszubildenden frühestens sechs und spätestens vier Monate vor dem dritten Ausbildungsjahr bekannt zu geben.

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Der Träger der praktischen Ausbildung schließt zunächst mit dem oder der Auszubildenden einen Vertrag über eine generalistisch ausgerichtete Pflegeausbildung ab.
Im Falle der Ausübung eines Wahlrechts muss der Träger der praktischen Ausbildung den Ausbildungsvertrag entsprechend anpassen.

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Je nach Ausübung des Wahlrechts erlangt der Absolvent den Titel Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin bzw. Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger oder Altenpflegerin bzw. Altenpfleger.

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Vorbehaltene Tätigkeit

§ 4 Pflegeberufegesetz (PflBG) regelt für den Pflegebereich erstmals bestimmte berufliche Tätigkeiten, die dem Pflegeberuf nach dem Pflegeberufegesetz vorbehalten sind. Dies sind die Erhebung und Feststellung des individuellen Pflegebedarfs, die Organisation, Gestaltung und Steuerung des Pflegeprozesses sowie die Analyse, Evaluation, Sicherung und Entwicklung der Qualität der Pflege. Der Arbeitgeber darf Personen, die keine Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung nach dem Pflegeberufegesetz haben oder deren Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung ruht, die in § 4 PflBG aufgeführten Aufgaben weder übertragen noch die Durchführung dieser Aufgaben durch diese Personen dulden.

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Ja, die Regelung aus § 4 Pflegeberufegesetz (PflBG) gilt über § 58 Absatz 3 PflBG gleichermaßen für alle künftigen Pflegefachkräfte nach dem PflBG, wie auch für alle Pflegefachkräfte, die ihre Ausbildung nach dem Krankenpflegegesetz (KrPflG) und dem Altenpflegegesetz (AltPflG) absolvieren oder absolviert haben. Die Absolventen nach dem KrPflG und dem AltPflG erhalten dabei allerdings keine Berechtigung in allen Berufssparten, angelehnt an den generalistischen Abschluss, zu arbeiten. Entscheidend für deren Arbeitstätigkeitsfeld ist die haftungsrechtliche Verantwortung der Krankenhäuser und der Pflegeeinrichtungen.

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Ausbildung: Dauer, Zugangsvoraussetzungen, Struktur

In Vollzeitform dauert die Ausbildung drei Jahre und in Teilzeitform höchstens fünf Jahre (§ 6 Abs. 1 PflBG).

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Voraussetzung für den Zugang zu der Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann ist

1. der mittlere Schulabschluss (MSA) oder ein anderer als gleichwertig anerkannter Abschluss oder
2. der Hauptschulabschluss (BBR) oder ein anderer als gleichwertig anerkannter Abschluss, zusammen mit dem Nachweis

a) einer erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildung von mindestens zweijähriger Dauer,

b) einer erfolgreich abgeschlossenen landesrechtlich geregelten Assistenz- oder Helferausbildung in der Pflege von mindestens einjähriger Dauer, die die von der Arbeits- und Sozialministerkonferenz 2012 und von der Gesundheitsministerkonferenz 2013 als Mindestanforderungen beschlossenen „Eckpunkte für die in Länderzuständigkeit liegenden Ausbildungen zu Assistenz- und Helferberufen in der Pflege“ (BAnz AT 17.02.2016 B3) erfüllt,

c) einer bis zum 31. Dezember 2019 begonnenen, erfolgreich abgeschlossenen landesrechtlich geregelten Ausbildung in der Krankenpflegehilfe oder Altenpflegehilfe von mindestens einjähriger Dauer oder

d) einer auf der Grundlage des Krankenpflegegesetzes vom 4. Juni 1985 (BGBl. I S. 893), das durch Artikel 18 des Gesetzes vom 16. Juli 2003 (BGBl. I S. 1442) aufgehoben worden ist, erteilten Erlaubnis als Krankenpflegehelferin oder Krankenpflegehelfer,
oder

3. der erfolgreiche Abschluss einer sonstigen zehnjährigen allgemeinen Schulbildung (eBBR).
(§ 11 Abs. 1 PflBG)

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Die Ausbildung besteht aus theoretischem und praktischem Unterricht und einer praktischen Ausbildung.
Der theoretische und praktische Unterricht wird an staatlichen, staatlich genehmigten oder staatlich anerkannten Pflegeschulen erteilt und hat einen Umfang von 2100 Stunden. Der Unterricht erfolgt anhand eines Lehrplans, den die Pflegeschule erstellt.
Die Durchführung der praktischen Ausbildung erfolgt auf der Grundlage eines Ausbildungsplans, den der Träger der praktischen Ausbildung erstellt. Die praktische Ausbildung hat einen Umfang von 2500 Stunden. Die Auszubildenden leisten im Rahmen der praktischen Ausbildung Pflichteinsätze in den allgemeinen und speziellen Bereichen der Pflege, einen Vertiefungseinsatz sowie weitere Einsätze (Anlage 7 Pflegeberufe-Ausbildungs- und Prüfungsverordnung – PflAPrV).
Zum Ende des zweiten Ausbildungsdrittels findet eine Zwischenprüfung statt.

Wesentlicher Bestandteil der praktischen Ausbildung ist die von den Einrichtungen zu gewährleistende Praxisanleitung im Umfang von mindestens 10 Prozent der während eines Einsatzes zu leistenden praktischen Ausbildungszeit. Die Auszubildenden werden durch Beschäftigte in den Einrichtungen, die die Funktion als Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter übernehmen, vor Ort in die pflegerischen Aufgaben und Tätigkeiten schrittweise anhand des Ausbildungsplans eingewiesen und angeleitet.
Die Pflegeschule unterstützt die praktische Ausbildung durch die von ihr in angemessenem Umfang zu gewährleistende Praxisbegleitung.

Die Struktur der Ausbildung erfordert eine enge Zusammenarbeit der Pflegeschule, des Trägers der praktischen Ausbildung und den weiteren an der praktischen Ausbildung beteiligten Einrichtungen. Um diese Zusammenarbeit abzusichern und erfolgreich zu gestalten, schließen die Beteiligten entsprechende Kooperationsverträge.

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Auf die Dauer der Ausbildung werden angerechnet (§ 13 Abs. 1 PflBG):

  1. Urlaub, einschließlich Bildungsurlaub oder Ferien,
  2. Fehlzeiten aufgrund mutterschutzrechtlicher Beschäftigungsverbote bei Auszubildenden, die einschließlich der Fehlzeiten nach Nr. 3 eine Gesamtdauer von 14 Wochen nicht überschreiten,
  3. Fehlzeiten wegen Krankheit oder aus anderen, von der Auszubildenden oder dem Auszubildenden nicht zu vertreten Gründen
    • bis zu 10 Prozent der Stunden des theoretischen und praktischen Unterrichts sowie
    • bis zu 10 Prozent der Stunden der praktischen Ausbildung

Hierbei ist nach Maßgabe der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung zu beachten, dass die Fehlzeiten bei der Absolvierung eines Pflichteinsatzes in der praktischen Ausbildung 25 Prozent der für diesen Pflichteinsatz vorgesehenen Stundenzahl nicht überschritten werden dürfen. Dadurch wird sichergestellt, dass genügend Anteile für einen erfolgreichen Abschluss des betreffenden Pflichteinsatzes absolviert wurden. Urlaub ist in der unterrichtsfreien Zeit zu gewähren (§ 1 Abs. 4 PflAPrV).

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Nein, § 7 Absatz 1 Nr. 3 Pflegeberufegesetz (PflBG) verlangt einen Pflichteinsatz in einer ambulanten Einrichtung, die zur Versorgung nach § 71 Absatz 1, § 72 Absatz 1 SGB XI und des SGB V zugelassen ist. Erst im Rahmen des Vertiefungseinsatzes beim Träger der praktischen Ausbildung kann eine Ausrichtung auf den Bereich der Langzeitpflege vereinbart werden.

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Stationäre Hospize können nicht als Einrichtungen und Träger der praktischen Ausbildung im Sinne von § 7 Absatz 1, 8 Pflegeberufegesetz (PflBG) angesehen werden. Eine Beteiligung von Hospizen an der praktischen Ausbildung kommt aber im Rahmen der weiteren Einsätze zur Vermittlung der (besonderen) Ausbildungsinhalte nach § 7 Absatz 2 PflBG als andere geeignete Einrichtung in Betracht.

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Gegenstand der Zwischenprüfung ist die Ermittlung des Ausbildungsstandes zum Ende des zweiten Ausbildungsdrittels. Die Ausbildung kann unabhängig vom Ergebnis der Zwischenprüfung fortgesetzt werden.

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Nein. Die Zwischenprüfung stellt keinen Berufsabschluss dar. Für einen Gesundheits- und Krankenpflegehelfer wird eine gesonderte staatliche Prüfung verlangt. Die Ausbildung im Rahmen des PflBG kann auf die Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpflegehelfer angerechnet werden.

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Praxisanleitung

Für die Tätigkeit als Praxisanleiter bzw. Praxisanleiterin müssen folgende Voraussetzungen vorliegen (§ 4 Abs. 2 und 3 PflAPrV):

  • ein Abschluss in einer dreijährigen in Deutschland anerkannten Pflegeausbildung
  • eine mindestens einjährige Berufserfahrung in dem Einsatzgebiet, in dem die Anleitung erfolgen soll
  • die einjährige Berufserfahrung muss innerhalb der letzten fünf Jahre in dem entsprechenden Pflegebereich erworben worden sein
  • eine berufspädagogische Zusatzqualifikation von mindestens 300 Stunden
  • berufspädagogische Fortbildung von mindestens 24 Stunden pro Jahr
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Die Praxisanleitung erfolgt im Umfang von mindestens zehn Prozent der während eines Einsatzes zu leistenden praktischen Ausbildungszeit, geplant und strukturiert auf der Grundlage des vereinbarten Ausbildungsplanes (§ 4 Abs. 1 PflAPrV).
Das bedeutet, dass z.B. bei dem Pflichteinsatz in der stationären Langzeitpflege mit 400 Stunden die Praxisanleitung davon im Umfang von mindestens 40 Stunden erfolgt.

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Nein, die gemäß § 4 Absatz 1 PflAPrV vorgegebene mindestens 10%ige Praxisanleitung bezieht sich ausschließlich auf die Zeit des Auszubildenden. Das bedeutet, dass die Vor- und Nachbereitungen, etwaige Teilnahme der Praxisanleiter_innen an Prüfungen oder ähnliches, nicht in der Zeit der mindestens 10%igen Praxisanleitung stattfinden darf.

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Ausbildungsvertrag / Träger der praktischen Ausbildung

Auszubildende schließen mit dem Träger der praktischen Ausbildung einen schriftlichen Ausbildungsvertrag ab (§ 16 Abs. 1 PflBG).
Das bedeutet, dass es zwingend keines weiteren Vertrages mit der Pflegeschule nach den Regelungen des Pflegeberufegesetzes (PflBG) bedarf. Im Falle eines Bildungsgutscheines sind die dafür geltenden Regelungen zu beachten.

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  1. die Bezeichnung des Berufs, zu dem nach den Vorschriften des Pflegeberufegesetzes ausgebildet wird sowie den gewählten Vertiefungseinsatz einschließlich einer Ausrichtung nach § 7 Absatz 4 Satz 2 PflBG,
  2. den Beginn und die Dauer der Ausbildung,
  3. Angaben über die der Ausbildung zugrunde liegende Ausbildungs- und Prüfungsverordnung,
  4. eine Darstellung der inhaltlichen und zeitlichen Gliederung der praktischen Ausbildung (Ausbildungsplan),
  5. die Verpflichtung der Auszubildenden oder des Auszubildenden zum Besuch der Ausbildungsveranstaltungen der Pflegeschule,
  6. die Dauer der regelmäßigen täglichen oder wöchentlichen praktischen Ausbildungszeit,
  7. die Dauer der Probezeit,
  8. Angaben über Zahlung und Höhe der Ausbildungsvergütung einschließlich des Umfangs etwaiger Sachbezüge nach § 19 Absatz 2 PflBG,
  9. die Dauer des Urlaubs,
  10. die Voraussetzungen, unter denen der Ausbildungsvertrag gekündigt werden kann,
  11. einen in allgemeiner Form gehaltenen Hinweis auf die dem Ausbildungsvertrag gegebenenfalls zugrunde liegenden tariflichen Bestimmungen, Betriebs- oder Dienstvereinbarungen sowie auf die Rechte als Arbeitnehmer im Sinne von § 5 des Betriebsverfassungsgesetzes oder von § 4 des Bundespersonalvertretungsgesetzes des Trägers der praktischen Ausbildung (§ 16 Abs. 2 PflBG)
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Der Träger der praktischen Ausbildung ist verpflichtet (§ 18 Abs. 1 PflBG),

  1. die Ausbildung auf der Grundlage des Ausbildungsplanes zeitlich und sachlich gegliedert so durchzuführen, dass das Ausbildungsziel in der vorgesehenen Zeit erreicht werden kann,
  2. zu gewährleisten, dass die vereinbarten Einsätze der praktischen Ausbildung durchgeführt werden können,
  3. sicherzustellen, dass die Praxisanleitung im Umfang von mindestens zehn Prozent der während eines Praxiseinsatzes vom Auszubildenden zu leistenden Stunden stattfindet,
  4. Ausbildungsmittel einschließlich Fachbücher, Instrumente und Apparate kostenlos der oder dem Auszubildenden zur Verfügung stellen, die zur praktischen Ausbildung und zum Ablegen der staatlichen Abschlussprüfung erforderlich sind, und
  5. die Auszubildende oder den Auszubildenden für die Teilnahme an Ausbildungsveranstaltungen der Pflegeschule und für die Teilnahme an Prüfungen freizustellen und bei der Gestaltung der Ausbildung auf die erforderlichen Lern- und Vorbereitungszeiten Rücksicht zu nehmen.
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Pflegeschule / Lehrkräfte

Die Pflegeschule stellt durch ihre Lehrkräfte für die Zeit der praktischen Ausbildung die Praxisbegleitung in den Einrichtungen der praktischen Ausbildung in angemessenem Umfang sicher. Aufgabe der Lehrkräfte ist es, die Auszubildenden insbesondere fachlich zu betreuen und zu beurteilen sowie die Praxisanleiterinnen oder die Praxisanleiter zu unterstützen.

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Die Pflegeschule trägt die Gesamtverantwortung für die Koordination des Unterrichts mit der praktischen Ausbildung. Sie prüft, ob der Ausbildungsplan für die praktische Ausbildung den Anforderungen des schulinternen Curriculums entspricht und ob die praktische Ausbildung entsprechend des Ausbildungsplans durchgeführt wird.

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Die Lehrkräfte müssen, soweit sie theoretischen Unterricht erteilen, über eine entsprechende, insbesondere pflegepädagogische, abgeschlossene Hochschulausbildung auf Master- oder vergleichbarem Niveau und, soweit sie praktischen Unterricht erteilen, über eine entsprechende, insbesondere pflegepädagogische, abgeschlossene Hochschulausbildung verfügen (§ 9 Abs. 1 Nr. 2 PflBG).

Die Länder können darüber hinausgehende Anforderungen bestimmen. In Berlin befinden sich diese derzeit in der Überarbeitung. Des Weiteren hat der Bundesgesetzgeber den Ländern über § 9 Absatz 3 Satz 2 Pflegeberufegesetz (PflBG) die Möglichkeit eröffnet, für Lehrkräfte für die Durchführung des theoretischen Unterrichts befristet bis zum 31.12.2029 zu regeln, inwieweit die erforderliche Hochschulausbildung nicht oder nur für einen Teil der Lehrkräfte auf Master- oder vergleichbarem Niveau vorliegen muss. Ob und wie Berlin davon Gebrauch macht, wird derzeit noch geklärt.

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  • Die bisher tätigen Lehrkräfte und Schulleitungen (auch ohne Master/Stichtag 31.12.2019) bzw. Personen, die bis zum 31.12.2019 die aktuell erforderliche Qualifikation nach dem Altenpflegegesetz (AltPflG), Krankenpflegegesetz (KrPflG) oder nach der Verordnung zur Durchführung des Gesundheitsschulanerkennungsgesetzes (GesSchulAnerkV) vorweisen, können in diesen Funktionen auch nach dem 31.12.2019 ohne weitere Nachqualifizierung beschäftigt werden und erfüllen damit die Voraussetzung aus § 9 Abs. 1 PflBG. Wenn Schulen solches Personal einstellen, dann gelten die Voraussetzungen der personellen Mindestanforderungen nach § 9 Abs. 1 Nr. 1 und 2 PflBG als erfüllt. Entsprechend brauchen sie keinen nachträglichen Masterabschluss. Dies gilt auch über den 31.12.2029 hinaus.
  • Grundsätzlich müssen neue Pflegeschulen die Mindestanforderungen, insbesondere die Qualifikationsanforderungen der Lehrkräfte, erfüllen. Jedoch können die Länder für die Lehrkräfte für die Durchführung des theoretischen Unterrichts befristet bis zum 31. Dezember 2029 durch Landesrecht regeln, inwieweit die erforderliche Hochschulausbildung nicht oder nur für einen Teil der Lehrkräfte auf Master- oder vergleichbarem Niveau vorliegen muss. Diese Möglichkeit wird derzeit im Rahmen der Änderung der GesSchulAnerkV geprüft.
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Schulgeld / Ausbildungsvergütung

Nein. Das Pflegeberufegesetz enthält eine ausdrückliche Regelung, die das Erheben von Schulgeld verhindert.

Der Träger der praktischen Ausbildung hat der oder dem Auszubildenden für die gesamte Dauer der Ausbildung eine angemessene Ausbildungsvergütung zu zahlen.

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In der Erprobungszeit wird es drei neue Abschlüsse geben:

Pflegefachfrau bzw. Pflegefachmann

  • generalistisch einsetzbar und EU-rechlich anerkannt

Altenpflegerin bzw. Altenpfleger (nach PflBG)

Die Auszubildenden können sich nach zwei Jahren Ausbildung entscheiden, ob sie

  • generalistisch weitermachen oder
  • im dritten Ausbildungsjahr weiter, wie bisher, als Altenpflegerinnen/Altenpfleger ausgebildet werden wollen.

Die Entscheidung haben die Auszubildenden frühestens sechs und spätestens vier Monate vor dem dritten Ausbildungsjahr bekannt zu geben.
Wahlmöglichkeiten haben die Auszubildenden nur, wenn Sie auch einen entsprechenden Vertiefungseinsatz gewählt haben. Der Vertiefungseinsatz ist beim Träger der praktischen Ausbildung durchzuführen. Das heißt, wer mit einer Altenpflegeeinrichtung den Ausbildungsvertrag abschließt und dort entsprechend seinen Vertiefungseinsatz absolviert, kann ausschließlich die Spezialisierung in der Altenpflege oder die Generalistik wählen.

Die Spezialisierung ist nicht automatisch EU-rechlich anerkannt. Die Altenpflegerin bzw. der Altenpfleger muss das bisher übliche Anerkennungsverfahren durchlaufen.

Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen bzw. Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger (nach PflBG)

Die Auszubildenden können sich nach zwei Jahren Ausbildung entscheiden, ob sie

  • generalistisch weitermachen oder
  • im dritten Ausbildungsjahr weiter, wie bisher, als Kinderkrankenpflegerinnen/Kinderkrankenpfleger ausgebildet werden wollen.

Die Entscheidung haben die Auszubildenden frühestens sechs und spätestens vier Monate vor dem dritten Ausbildungsjahr bekannt zu geben.

Wahlmöglichkeiten haben die Auszubildenden nur, wenn Sie auch einen entsprechenden Vertiefungseinsatz gewählt haben. Der Vertiefungseinsatz ist beim Träger der praktischen Ausbildung durchzuführen. Das heißt, wer einen Ausbildungsvertrag mit entsprechendem Vertiefungseinsatz z.B. in einer Kinderkrankenpflegestation abschließt, hat ausschließlich die Wahlmöglichkeit zwischen der Kinderkrankenpflege und der Generalistik.

Die Spezialisierung ist nicht EU-rechlich anerkannt. Die Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin bzw. der Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger muss das bisher übliche Anerkennungsverfahren durchlaufen.

Informationen zum Berufsfeld Altenpflege nach dem Altenpflegegesetz

Auf der folgenden Seite erhalten Sie Informationen zum Berufsfeld Altenpflege nach dem Altenpflegegesetz, das zum 01.01.2020 vom Pflegeberufegesetz abgelöst wird.

Informationen zum Berufsfeld Gesundheits- und Krankenpflege nach dem Krankenpflegegesetz

Auf der folgenden Seite erhalten Sie Informationen zum Berufsfeld Gesundheits- und Krankenpflege nach dem Krankenpflegegesetz, das zum 01.01.2020 vom Pflegeberufegesetz abgelöst wird.

Informationen zum Berufsfeld Gesundheits- und Kinderkrankenpflege nach dem Krankenpflegegesetz

Auf der folgenden Seite erhalten Sie Informationen zum Berufsfeld Gesundheits- und Kinderkrankenpflege nach dem Krankenpflegegesetz, das zum 01.01.2020 vom Pflegeberufegesetz abgelöst wird.