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ViVe – Vielfalt in der Verwaltung

Berlin ist eine Stadt der Vielfalt und die Berliner Verwaltung steht vor der Aufgabe, mit der Vielfalt der Bevölkerung umzugehen. Als Dienstleisterin muss sie darauf achten, bei der Konzeption und dem Angebot von Verwaltungsleistungen stets unterschiedliche Lebens- und Bedarfslagen zu berücksichtigen.
Die Verwaltung für Vielfalt zu sensibilisieren und Kompetenzen im Umgang mit Vielfalt zu stärken, war das Ziel des von Mai 2013 – April 2015 durchgeführten Projekts “Vielfalt in der Verwaltung”. Im Fokus stand dabei der direkte Kontakt zwischen Verwaltung und Bevölkerung.

Das Projekt wird von der LADS zusammen mit dem Verein Eine Welt der Vielfalt Berlin durchgeführt. Kooperationspartnerinnen waren die Verwaltungen der Bezirke Lichtenberg, Pankow und Tempelhof-Schöneberg.

Das Projekt wurde aus Mitteln des Europäischen Integrationsfonds, der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen und im ersten Jahr auch aus Mitteln des Bundesministeriums des Innern finanziert

Im Folgenden gibt es eine Darstellung der Ziele des Projekts, der Projektmodule sowie der Produkte des Projekts.

Ziele des Projekts

  • Erhöhung der Qualität von Verwaltungsleistungen durch eine stärkere Berücksichtigung der Vielfalt der Bevölkerung
  • Vernetzung zentraler Akteur_innen in Bezug auf Chancengleichheitsstrategien auf Senats- und Bezirksebene
  • Anstoß und Verstärkung von Diversityprozessen in den Bezirken
  • Erhöhung der Diversity-Kompetenz von Verwaltungsmitarbeitenden

Projektmodule

Bestandsaufnahme

In allen beteiligten Bezirken wurde zu Beginn des Projekts eine Bestandsaufnahme durchgeführt. In dieser wurde erfasst, welche Aktivitäten zur Förderung des Umgangs mit Vielfalt im jeweiligem Bezirk bereits bestanden und welche Bedarfslagen darüberhinaus von den Akteur_innen vor Ort gesehen wurden. Für die Analyse wurden Interviews mit Schlüsselpersonen aus den Bezirksämtern geführt. Die Bestandsaufnahme steht hier als Download zur Verfügung.

Bestandsaufnahme bestehender Diversity-Maßnahmen

PDF-Dokument (4.6 MB)

Initiierung und Begleitung von Diversty-Teams in den Bezirken

Der zentrale Projektbaustein war die Initiierung und Begleitung von Diversity-Umsetzungsteams in den Bezirken. Diese Teams sollten möglichst aus Beschäftigten mit Führungsverantwortung aus unterschiedlichen Arbeitsbereichen zusammengesetzt sein. Sie hatten die Aufgabe, im ersten Projektjahr Empfehlungen für Maßnahmen zum Umgang mit Vielfalt zu entwickeln und im zweiten Projektjahr deren Umsetzung zu begleiten. So konnten gemeinsam mit den bezirklichen Akteur_innen im Projektverlauf spezifische Bedarfslagen und Themen herausgearbeitet werden.

Workshops für Bürger_innen

Um zu ermitteln, welche Wünsche und Bedürfnisse Bürger_innen an eine Diversity-gerechte Verwaltung haben, werden in jedem der beteiligten Bezirke Workshops mit Vertreter_innen von Interessensgemeinschaften durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Workshops wurden wiederum an die Diversity-Teams rückgespiegelt. Im Ergebnis haben die Verwaltungen viele der Anregungen der Bürger_innen aufgegriffen und in einen Empfehlungskatalog integriert.

Diversity-Fortbildungsreihe

Für Verwaltungsmitarbeitende und Vertreter_innen aus Organisationen und Vereinen der drei Bezirke Lichtenberg, Tempelhof-Schöneberg und Pankow wurde eine Diversity-Fortbildungsreihe angeboten. In mehreren Modulen wird ein vertieftes Wissen zu Diversity und den einzelnen Dimensionen von Geschlecht, ethnische Herkunft, Hautfarbe, Behinderung, Alter, Religion, Weltanschauung und Sexuelle Identität vermittelt. Die Fortbildung wurde mit folgendem Flyer beworben.

Netzwerke für eine Diversity-gerechte Verwaltung

Im Rahmen des Projekts wurde das Netzwerk „Vielfalt und Chancengleichheit“ koordiniert und weiter entwickelt. Im Netzwerk sind auf Landesebene die Bereiche vertreten, die für die Förderung von Chancengleichheit und Nichtdiskriminierung aktiv sind. Das Ziel des Netzwerks besteht darin, Strategien und Aktivitäten zur Förderung von Vielfalt und Chancengleichheit in Berlin zu fördern. Die Treffen des Netzwerks tragen dazu bei, dass sich die Teilnehmenden regelmäßig über ihre Projekte, Aktivitäten und Initiativen zur Förderung von Vielfalt und Chancengleichheit informieren. Der Austausch von Erfahrungen mit Strategien und Konzepten trägt dazu bei, die Qualität der Arbeit der Bereiche zu erhöhen. Zudem gelingt es durch die Vernetzung besser, Vorgehensweisen aufeinander abzustimmen und gemeinsame Projekte anzustoßen. Um die Arbeit des Netzwerks breiter bekannt zu machen, hat das Netzwerk eine Broschüre herausgegeben. Diese Broschüre kann hier eingesehen werden.

Über das Netzwerk Vielfalt und Chancengleichheit in der Berliner Verwaltung

PDF-Dokument (134.9 kB)

Produkte des Projekts

Emblem der Europäischen Union

Dieses Projekt wird aus Mitteln des
Europäischen Integrationsfonds kofinanziert