Förderprogramm digitale Entwicklung im Kulturbereich

Zielgruppe / Ziele der Förderung

Förderempfängerinnen und Förderempfänger können Kultureinrichtungen, Vertreterinnen und Vertreter der Freien Szene und Zusammenschlüsse einzelner Personen mit (Wohn-) Sitz und Tätigkeitsschwerpunkt in Berlin sein.

An Einrichtungen der unmittelbaren Landesverwaltung werden zweckgebundene Mittel zur eigenständigen Bewirtschaftung übertragen oder zweckgebundene Zuschüsse ausgereicht.

Mit den Fördermitteln soll diese Zielgruppe die Möglichkeit erhalten, ihr Digitalbewusstsein und ihre Digitalaffinität zu vertiefen, d.h. die Bereitschaft und die Fähigkeit, sich auf die Möglichkeiten, Chancen, Anforderungen und Zwänge des digitalen Wandels in Wirtschaft und Gesellschaft einzulassen, Potentiale digitaler Technologien für ihre eigene Arbeit zu erschließen, Kompetenzen auszubauen und diese zu vermitteln.

Gegenstand der Förderung sind einzelne abgegrenzte digitale Vorhaben mit hohem Beispielwert, die das Potential der digitalen Entwicklung im Kulturbereich sichtbar machen und bei den Förderempfängerinnen und Förderempfängern eigene Kompetenzen im Umgang mit digitalen Anwendungen und Vorhaben auf- und ausbauen.

Im Mittelpunkt stehen die Selbstbefähigung der Förderempfängerinnen und -empfänger, der praktische Erkenntnisgewinn sowie dessen Kommunikation und Diskussion.

Gefördert werden Prozesse und Lösungsansätze sowie neue Werkzeuge – auch in prototypischer Form – zur digitalen Auffindbarkeit und Steigerung der Teilhabe am Kulturangebot.

Die angestrebten Ergebnisse sollen dementsprechend einen praktischen Erkenntnisgewinn für künftige Verbesserungen erbringen und auf Open-Source-Plattformen, wie GitHub oder Bitbucket, unter einer offenen Lizenz bereitgestellt werden, um die Verwertung und Weiterentwicklung der Projekte sicherzustellen.

Umzusetzende Ergebnisse sind demnach unter A) Open Source Lizenzen oder, wo es keine Software ist, unter B) Creative Commons oder GNU General Public Lizenzen zu stellen. Projektförderungen, die 100 % der förderfähigen Ausgaben umfassen, müssen unter Lizenzbedingungen gestellt werden, die den Kriterien der Open Knowledge Foundation Version 2 entsprechen.

Voraussetzungen / Bedingungen

  • Aufgrund haushaltsrechtlicher Bestimmungen können nur solche Projekte gefördert werden, die noch nicht begonnen haben. Ein Anspruch auf Förderung besteht nicht.
  • Zuschüsse für Vorhaben, für die bereits eine (Teil-)Finanzierung aus Mitteln der Senatsverwaltung für Kultur und Europa oder des Hauptstadtkulturfonds zugesagt ist, können nicht beantragt werden (dies betrifft nicht EU-Förderungen oder Mittel der dezentralen Kulturarbeit).
  • Digitale Erschließungen von Sammlungen werden nicht gefördert.

Umfang der Förderung

Die auf die Einzelprojekte entfallende Förderung kann bis maximal
150.000,00 Euro betragen. Die maximale Projektlaufzeit beträgt 1 Jahr ab Projektbeginn.

Vergabe der Fördermittel / Vergabeverfahren

Über die Zahl der zu fördernden Vorhaben sowie über die Bemessung der Fördermittel entscheidet eine Jury. Maßstab der Beurteilung ist die Berücksichtigung der in der Förderrichtlinie unter Ziffer 2. genannten Kriterien (siehe auch Zweck der Förderung) und die gleichmäßige Berücksichtigung der gesamten Zielgruppe (Einrichtungen und Freie Szene aller Sparten).

Über das Ergebnis werden alle Antragstellerinnen und Antragsteller per E-Mail informiert. Dies wird voraussichtlich Ende des Jahres 2020 erfolgen.

Die Projekttitel, und die Projektbeschreibungen sowie die Projektbeteiligten und die Fördersumme und später die Projektergebnisse werden der Öffentlichkeit bekannt gegeben.

Antragstellung

Bitte reichen Sie den Antrag – sowie alle Anlagen – elektronisch ein.
Das elektronische Antragsformular sowie die Möglichkeit zum Hochladen der erforderlichen Anlagen finden über untenstehenden Link. Das Förderprogramm Digitale Entwicklung im Kulturbereich finden Sie im Dropdown-Menü unten auf der Seite unter „Spartenoffene Förderung“ > „Förderung der digitalen Entwicklung im Kulturbereich 2021“.

Bisher geförderte Projekte

Derzeit laufen die elf Projekte der Ausschreibung für das Jahr 2020. Eine Übersicht über die unterschiedlichen Ansätze bietet kulturBdigital unter: https://kultur-b-digital.de/von-digitalen-konzertproben-bis-barrierefreiheit-projekte-der-foerderrichtlinie-im-ueberblick

Informationsblatt

PDF-Dokument (51.1 kB) - Stand: 07. September 2020

Musterfinanzierungsplan

XLSX-Dokument (22.9 kB) - Stand: 27. Mai 2020

Projektbeschreibung

PDF-Dokument (12.5 kB) - Stand: 07. September 2020

Förderrichtlinie

PDF-Dokument (194.7 kB) - Stand: 28. Mai 2020

FAQ – Antragsstellung & Auswahlverfahren

1. Gegenstand der Förderung & Förderkriterien

Die Genese des Förderinstruments hat gezeigt, dass im Kulturbereich noch viele Fragen offen sind im Umgang mit digitalen Vorhaben. Daraus ist die Leitidee geboren worden, dass es einen geschützten Raum geben muss, in dem sich die Kulturschaffenden mit digitalen Vorhaben ausprobieren können, ohne bei einem „Scheitern“ des Projekts mit Rückforderungen rechnen zu müssen.

Der Zweck der Förderung, hier als Selbstbefähigung bezeichnet, zielt darauf ab, dass Kulturschaffende im Rahmen von digitalen Vorhaben praktische Erkenntnisse erlangen und so ihre Kompetenzen im Umgang mit digitalen Vorhaben ausbauen. So sollen sie unterstützt und in die Lage versetzt werden, den in der Gesellschaft gestiegenen Erwartungen gerecht zu werden, überkommene Anforderungen und geänderte Nutzungsgewohnheiten besser bzw. wirtschaftlicher zu bedienen und die eigenen Ziele besser zu erreichen und die Teilhabe, Sichtbarkeit, Reichweite, Breitenwirkung und auch barrierefreien Zugang zum Kulturangebot im Land Berlin zu verbessern.

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Ausgeschlossen von der Förderung sind Vorhaben, die ausschließlich auf die Digitalisierung von Sammlungsbeständen (Kulturgüter) oder den Auf- und Ausbau von digitaler Infrastruktur abzielen.

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Jain. Projekte sollten die in der Förderrichtlinie genannten Förderkriterien beachten und ihr Vorhaben daran ausrichten. Geht es zum Beispiel bei dem Relaunch um einen reinen Tapetenwechsel und ein Update des „Look and Feel“? Oder sollen neue Funktionalitäten implementiert werden, um Zugang und Teilhabe des Publikums zu erhöhen? Bauen Sie durch den Relaunch neue Kompetenzen auf? Welches neue Wissen lässt sich daraus ziehen, dass auch anderen Kulturschaffenden von Nutzen sein könnte?

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Künstlerische Projekte sind grundsätzlich auch förderfähig, müssen aber auf die genannten Kriterien eingehen. Auch eine für ein konkretes künstlerisches Problem gefundene technische Lösungen kann – adaptiert und modifiziert – in anderen Nutzungskontexten relevant sein.

Machen Sie sich aber bewusst, dass Ergebnisse aus künstlerisch ausgerichteten Projekten gemäß Förderrichtlinie auch unter einer offenen Lizenz publiziert werden sollen. Sollte dies ein zu starres Korsett für Ihr künstlerisches Projekt sein, wäre vielleicht ein Blick in andere Förderprogramme sinnvoll. Der Kulturförderpunkt berät zu Fördermöglichkeiten.

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Projektergebnisse können auch nicht-technischer Natur sein, für die eine Publikation mit Lizenzen für Open Source-Software nicht passt. Ergebnisse wie Erfahrungsberichte, Artikel oder Methodenevaluationen z.B., sollten stattdessen mit einer Lizenzform der Creative Commons-Lizenzen veröffentlicht werden. Ziel ist es, auch anderen Kulturschaffenden einen offenen Zugang zu Projektergebnissen zu ermöglichen. Zu diesem Zweck sind möglichst offene Lizenzen zu wählen. Umfangreiche Informationen zu Creative Commons-Lizenzen finden Sie auf der Website der Creative Commons. Bitte achten Sie auch bei der Publikation der Ergebnisse auf einen Publikationsort (z.B. Ihre Website, externes Repositorium, etc.), der einen langfristigen und vor allem offenen Zugang gewährleistet.

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Bitte beachten Sie auch hier die in der Förderrichtlinie genannten Förderkriterien: Die Förderung zielt auf einen Kompetenzerwerb durch eine praktische Auseinandersetzung mit digitalen Technologien und Methoden ab. Schulungs- und Workshopteilnahmen sind daher nur im Kontext und zur Realisierung der eigenen Projektaktivitäten möglich – z.B. um Kolleg*innen zur Erstellung oder Benutzung einer im Projekt geplanten oder zu entwickelnden Anwendung zu befähigen oder um sie mit Methoden vertraut zu machen, die zur Umsetzung eines im Projekt erstmals erprobten, neuen digitalen Formats notwendig sind. Workshops / Tagungen sind jedoch kein Selbstzweck.

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Es geht bei den Zielen der Förderung insbesondere um das praktische Ausprobieren durch Kulturschaffende. Eine reine Studie, die von Digital-Profis erarbeitet wird, dürfte für sich allein nicht ausreichen, auch wenn sie den Kulturakteur*innen zur freien Verfügung gestellt werden soll.

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Projektvorhaben müssen – trotz des Ziels der Selbstbefähigung – verhältnismäßig sein: Ist der Nachbau eines etablierten, nachhaltig finanzierten und alle Bedarfe bereits erfüllenden Services wirklich notwendig? Wird dadurch die von Ihnen im Projektvorhaben identifizierte Problemstellung gelöst oder nur auf einen anderen, selbst konzipierten Service verlagert? Reagieren Sie mit einem eigenen Angebot hingegen auf deutliche Schwach- oder Leerstellen in den bereits etablierten Angeboten, stellt sich die Situation anders dar. Projekte, die Defizite – gerade mit Blick auf die Bedarfe von Kulturschaffenden – in den etablierten Services identifizieren und diese durch eigenständige Angebote sinnvoll komplementieren bzw. einen anderen funktionalen Rahmen bieten, sind grundsätzlich förderfähig.

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Die Finanzierung digitaler Infrastruktur ist zwar ein wichtiges Thema, aber von dem Förderprogramm „Digitale Entwicklung im Kulturbereich“ grundsätzlich nicht umfasst. Daher

sind der Bedarf und die Wirtschaftlichkeit der Maßnahme im Kontext des Projektvorhabens im Förderantrag nachvollziehbar darzustellen, sofern mit Fördermitteln eine eigene technische Ausstattung bzw. Infrastruktur aufgebaut werden soll.

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Ziel ist es, dass sich die Projekte nach Ende der Förderung selbst tragen. Es ist nicht beabsichtigt, Strukturen zu schaffen, die auf Dauer von einer Förderung abhängig sind. Dennoch können die Projektergebnisse grundsätzlich im Rahmen von Folgeprojekten erweitert werden, hierauf besteht aber kein Anspruch. Daher ist im Rahmen der Projektbeschreibung auf die Nachhaltigkeit / Maintenance der Projektergebnisse einzugehen.

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Grundsätzlich ist dies erwünscht. Es darf sich daraus aber keine Doppelförderung desselben Projekts ergeben. Wenn das laufende Projekt durch eine abgrenzbare digitale Anwendung ergänzt wird, ist dies grundsätzlich förderfähig.

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Nein, nicht alle Kriterien müssen gleichzeitig/ qualitativ gleichwertig erfüllt werden. Dies wäre ein Weg, den Kriterien gerecht zu werden, aber keine Bedingung. Ebenso sind Verbundprojekte möglich, aber nicht erforderlich.

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Grundsätzlich ist eine Anschlussförderung möglich, es besteht aber kein Anspruch auf Zuwendungen. Zudem konkurrieren die Förderanträge im Förderprogramm digitale Entwicklung im Kulturbereich untereinander. Die „Fortsetzung“ des Projekts muss zudem wiederum für sich genommen als abgrenzbares Vorhaben zu qualifizieren sein, weil die Logik der Projektförderung von einem Projektstart und einem Projektende ausgeht. Zudem ist zu beachten, dass das Förderprogramm nicht darauf abzielt, Strukturen zu schaffen, die auf Dauer auf eine Förderung angewiesen sind. Daher sollen im Förderantrag Angaben zur Nachhaltigkeit, Wartung, Aktualisierungen im Anschluss an die geförderte Projektlaufzeit gemacht werden.

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Drittmittel sind zulässig. Zuschüsse für Vorhaben, für die bereits eine (Teil-)Finanzierung aus Mitteln der Senatsverwaltung für Kultur und Europa oder des Hauptstadtkulturfonds zugesagt ist, können nicht beantragt werden (dies betrifft nicht EU-Förderungen oder Mittel der dezentralen Kulturarbeit).

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2. Förderempfänger*innen

Kultureinrichtungen sind Institutionen, wie Museen oder Theater. Einzelne, unabhängige Kulturschaffende werden als Vertreterinnen oder Vertreter der Freien Szene zu qualifizieren sein. In beiden Fällen kommt es auf die inhaltliche Arbeit an.

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Der Tätigkeitsschwerpunkt definiert sich nach dem Wirkbereich. Dieser muss schwerpunktmäßig in Berlin liegen. Er darf aber auch über die Landesgrenzen hinweg reichen. Dies ist der Digitalität immanent, weil sie in der Regel ortsungebunden wirkt.

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Das sind solche Einrichtungen, die im Sinne von § 2 AZG unmittelbar in die Verwaltung eingegliedert sind und daher keine Zuwendungen erhalten können, da letztere gesetzlich als Leistungen außerhalb der Verwaltung definiert sind. Beispiele hierfür sind das Brücke-Museum oder die Gedenkstätte Deutscher Widerstand. Um eine Gleichbehandlung aller Antragstellenden zu gewährleisten, finden alle Förderbestimmungen auf diese Einrichtungen entsprechende Anwendung und können zweckgebundene Mittel beantragen.

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Dabei handelt es sich um einen haushaltsrechtlichen Begriff. Nach § 9 der Berliner Landeshaushaltsordnung (LHO) kann der Beauftragte für den Haushalt die Bewirtschaftung von Einnahmen, Ausgaben und Verpflichtungsermächtigungen auf andere Organisationseinheiten übertragen (Auftragswirtschaft). Dieser Weg wird gegangen wenn es sich bei den Antragstellenden um Einrichtungen handelt, die im Sinne von § 2 des Allgemeinen Zuständigkeitsgesetzes (AZG) unmittelbar in die Verwaltung eingegliedert sind und daher keine Zuwendungen erhalten können, da letztere gesetzlich als Leistungen außerhalb der Verwaltung definiert sind. Beispiele hierfür sind das Brücke-Museum oder die Gedenkstädte Deutscher Widerstand.

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Nein, die Rechtsform ist unerheblich, es kann sich also beispielsweise auch um eine natürliche Person oder eine GmbH handeln.

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Lose Zusammenschlüsse, wie Initiativen oder Kollektive, dürften mit Blick auf das Projekt rechtlich als Gesellschaften bürgerlichen Rechts zu qualifizieren sein. Sie sind dann insoweit teilrechtsfähig und antragsbefugt

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Verbundprojekte von Kulturakteuren mit Wirtschaftsunternehmen und Hochschulen sind möglich, wenn die Projektleitung bei der/dem Kulturpartner*in liegt. Warum? Ziel der Förderung ist die Selbstbefähigung der Kulturakteure im Umgang mit digitalen Vorhaben, daher soll der/die Kulturpartner*in ihr/sein Personal einsetzen, so dass mindestens 51% der förderfähigen Personalausgaben auf die/den Kulturpartner*in entfallen. Ratio: Es soll so viel digitale Expertise wie möglich aufgebaut werden, die auch nach Projektende noch bei der/dem Kulturpartner*in vorhanden ist. Wird ausschließlich Expertise von außen eingekauft, ist ein nachhaltiger Kompetenzaufbau bei der/dem Kulturpartner*in nicht gewährleistet. Dies ist eine Ausprägung des erwähnten Leitgedanken der Selbstbefähigung.

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3. Antragstellung

Sie finden alle relevanten Informationen auf der Website der Senatsverwaltung

Technische Fragen zum Online-Antragsformular können Sie ans Antragscenter richten:

Monika Fritsch
Tel.: (030) 90 228 718
E-Mail: Monika.Fritsch@Kultur.berlin.de

Inhaltliche Fragen können Sie richten an:
Titus Laser
Tel.: (030) 90 228 352
E-Mail: titus.laser@kultur.berlin.de

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Die auf die Einzelprojekte entfallende Förderung kann bis maximal 150.000,00 Euro betragen.

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Bei Verbundprojekten muss die Projektleitung bei den Kulturpartnerinnen bzw. dem Kulturpartner liegen. Mindestens 51% der förderfähigen Personalausgaben müssen auf den Kulturpartner bzw. die Kulturpartnerin entfallen.

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Es gibt keine quantitative Beschränkung hinsichtlich der eingereichten Anträge.

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Grundsätzlich ist es möglich, einen Änderungsantrag zu stellen und das Projekt damit inhaltlich zu erweitern. Es besteht aber nicht die Möglichkeit, im Nachhinein die Fördersumme zu erhöhen oder den Bewilligungszeitraum zu verlängern. Etwaige Erweiterungen müssen daher schon zu Beginn in der Projektskizze und im Finanzierungsplan dargestellt werden, da sie im Nachhinein nur kostenneutral geändert werden können und sich die Bewilligung qualitativ auf die Projektskizze bezieht. Weicht das Projekt hiervon ab, kann es zu Rückforderungen kommen.

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Die Umsetzung der Projekte soll möglichst mit eigenem Personal geschehen. Wenn die Frage nach den Honoraren bedeutet, dass die Projektarbeit ausschließlich von Externen erbracht wird, werden die Ziele der Förderung (Selbstbefähigung, Erfahrung, Ausbau von Kompetenzen im Umgang mit digitalen Vorhaben etc.) wohl nicht erreicht. Das wirkt sich nachteilig auf die Förderentscheidung aus. Anders ist dies jedoch bei (losen) Zusammenschlüssen der Freien Szene. In diesem Fall sollten die Honorare aber das Besserstellungsverbot beachten und sich an der TV-L anlehnen.

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Es gilt das sog. Besserstellungsverbot. Danach darf die Vergütung von Projektmitarbeitenden nicht höher sein, als die Vergütung vergleichbarer Verwaltungsmitarbeitenden. Es bietet sich dabei an, die Vergütung der Projektmitarbeitenden an den Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) anzulehnen.

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Nein, es müssen nur die Kosten kalkuliert werden. Namen müssen in der Finanzplanung nicht genannt werden.

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Das mit der Förderung verfolgte Ziel der Selbstbefähigung zielt darauf ab, dass bei den Akteuren bzw. in den Einrichtungen digitale Kompetenzen auf- und ausgebaut werden. Daher sollte darauf geachtet werden, dass auch nach Projektende die Erfahrungen und Erkenntnisse hier verbleiben und nicht mit den temporären / externen Projektmitarbeitenden „abwandern“.

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Ja, die Dokumentation der Erfahrungen, des Erkenntnisgewinns und dessen öffentliche Diskussion ist Ziel der Förderung. Daher sind die hierauf entfallenden Personalausgaben zuwendungsfähig. Auch die technische Dokumentation zu den im Projekt entwickelten digitalen Lösungen sollte in der Projektplanung zeitlich und – wenn sie durch den /die Förderempfänger*in selbst erfolgt – auch in den Personalausgaben berücksichtigt werden. Erstellt eine externe Dienstleister*in die Dokumentation, sind die entsprechenden Kosten als Fremdleistungen anzugeben.

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In der Finanzierung einer Stelle darf sich ein Projekt nicht erschöpfen. Die für das Projekt erforderlichen Personalkosten stellen jedoch grundsätzlich zuwendungsfähige Ausgaben dar. Zudem ist zu beachten, dass sich die Projektförderung auf einzelne abgrenzbare Vorhaben beschränkt und schon aus diesem Grund nicht zur Schaffung von Stellen geeignet ist.

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Der Einsatz von Eigenmitteln ist der Regelfall. Im Einsatz eigener Mittel manifestiert sich die Motivation und die Ernsthaftigkeit mit der das Projekt angegangen wird. Durch Drittmittel kann das für die Projekte zur Verfügung stehende Budget natürlich erhöht werden. D.h. es können ggf. mehr Projekte realisiert werden, weil der Anteil der Mittel aus dem Berliner Landeshaushalt um die Höhe der Drittmittel reduziert werden kann.

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Sofern mit Fördermitteln (ausnahmsweise) eine eigene technische Ausstattung aufgebaut werden soll, sind der Bedarf und die Wirtschaftlichkeit der Maßnahme nachvollziehbar darzustellen.

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Der Finanzierungsplan ist das allgemeine Muster der Senatsverwaltung für Kultur und Europa. Es erscheint sinnvoll, die hier in Rede stehenden Positionen unter 3.4. (Anschaffungen / Technik) zu kalkulieren.

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Es gibt einen Musterfinanzierungsplan der zwingend verwendet werden muss. Er wird im Rahmen der Antragsstellung zur Verfügung gestellt.

Ziffer 1.2. der Allgemeinen Nebenbestimmungen für Zuwendungen zur Projektförderung (ANBest-P) sieht vor, dass alle mit dem Zuwendungszweck zusammenhängenden Einnahmen (insbesondere Zuwendungen, Leistungen Dritter) und der Eigenanteil der Zuwendungsempfänger*in als Deckungsmittel für alle mit dem Zuwendungszweck zusammenhängenden Ausgaben einzusetzen sind. Der Finanzierungsplan ist hinsichtlich des Gesamtergebnisses, der Stellenplan (vorgesehene Beschäftigung von Personal) auch hinsichtlich der einzelnen Stellen, verbindlich. Die Einzelansätze dürfen um bis zu 20 % überschritten werden, soweit die Überschreitung durch entsprechende Einsparungen bei anderen Einzelansätzen ausgeglichen werden kann. Zudem besteht darüber hinaus auch im Nachhinein die Möglichkeit, im Wege eines Änderungsantrags den Finanzierungsplan kostenneutral zu ändern.

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Der Projektträger ist für den Antrag verantwortlich. Wie allgemein bedeutet das, dass es klare Vertretungsregeln geben muss. Ist der/die Antragsteller*in bspw. eine GmbH, so ist der Antrag in der Regel von der Geschäftsführung zu unterschreiben. Lose Zusammenschlüsse, wie Initiativen oder Kollektive, dürften rechtlich als Gesellschaften bürgerlichen Rechts zu qualifizieren sein. Hier sollte bei der Antragsstellung eine Vertretung benannt werden, weil sonst immer alle Gesellschafter*innen / Mitglieder gemeinsam handeln müssen.

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Das Antragsformular, die Projektbeschreibung und der Finanzierungsplan sind in deutscher Sprache auszufüllen, alle anderen Anlagen können auch in englischer Sprache eingereicht werden.

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4. Art, Umfang und Höhe der Förderung

In 2020 stehen rund 750.000 € zur Förderung der digitalen Entwicklung zur Verfügung.

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Eine Mindestfördersumme ist nicht vorgesehen, in der Richtlinie ist lediglich ein Maximum von 150.000 € / pro Projekt vorgesehen. Zudem wird im Rahmen der Förderentscheidung die Plausibilität des Finanzplans und damit die finanzielle Tragfähigkeit des Projekts geprüft. Es ist durchaus gewünscht, auch Vorhaben mit geringerer Fördersumme einzureichen.

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Es handelt sich dann nicht um Drittmittel, sondern Eigenanteil im Rahmen der Fehlbedarfsfinanzierung.

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Je mehr Eigenanteil desto besser, da hierdurch die Ernsthaftigkeit der Projektdurchführung unterstrichen wird. Letztlich hängt es von der eigenen Leistungsfähigkeit der Antragstellenden ab.

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5. Auswahl

Über die Zahl der zu fördernden Vorhaben sowie über die Bemessung der Fördermittel entscheidet eine Jury. Maßstab der Beurteilung ist die Berücksichtigung der in der Förderrichtlinie unter Ziffer 2. genannten Kriterien (siehe auch Zweck der Förderung) und die gleichmäßige Berücksichtigung der gesamten Zielgruppe (Einrichtungen und Freie Szene aller Sparten).

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Eine Vorabsichtung durch die Senatsverwaltung ist nicht vorgesehen.

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Über das Ergebnis werden alle Antragstellerinnen und Antragsteller per E-Mail informiert. Dies wird voraussichtlich Ende des Jahres 2020 erfolgen.

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2021 wird es eine neue Förderrunde Digitale Entwicklung im Kulturbereich geben.

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Im Jahr 2022 – entsprechend ist eine Ausschreibung Ende des Jahres 2021 geplant.

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6. Umsetzung

Der Projektbeginn hängt vom Antrag ab. Nach Zusage kann mit einer Förderung voraussichtlich ab Januar 2021 gerechnet werden.

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Maßnahmen können erst nach Zusage und nur in Ausnahmefällen vorzeitig begonnen werden.

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