2. Auflage der Soforthilfe für finanziell notleidende Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften

Die Senatsverwaltung für Kultur und Europa stellt im Fachbereich des Beauftragten für Kirchen, Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften aufgrund der Corona-Pandemie eine 2. Auflage der Soforthilfe für kleine Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften, welche sich sozial, integrativ oder religionsübergreifend engagieren, bereit.

Die Corona-Pandemie hält weiter an und trifft auch Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften. Besonders kleinere Gemeinschaften beziehen ihre finanziellen Mittel durch Spenden, welche bei Versammlungen gegeben werden. Gegenwärtig können keine oder nur für begrenzte Personenzahlen Versammlungen stattfinden, so dass die Einnahmequellen der Gemeinschaften wegfallen oder stark verringert sind. Manche Gemeinschaften haben bereits ihre Rücklagen zur Deckung laufender Kosten eingesetzt und sind nicht mehr liquide.

Zahlreiche dieser kleinen religiösen und weltanschaulichen Gemeinschaften engagieren sich häufig kaum bemerkt durch vielfältige soziale Aktivitäten in ihrer Nachbarschaft. Beispielsweise leisten sie Hausaufgabenhilfe, bieten Sprachkurse an, engagieren sich für Integration, verantworten Bildungsarbeit, gestalten den Dialog der Religionen. Die Gemeinschaften bereichern durch ihr soziales, integratives und religionsübergreifendes Engagement die Berliner Gesellschaft und bilden ein wesentliches Element des „sozialen Kiezes“ vor Ort. Diese wichtigen Aktivitäten sollen auch in Zukunft weiterhin möglich sein.

Aus diesem Grund können die engagierten Gemeinschaften einen Antrag auf Soforthilfe stellen. Der Antrag ist bis zum 06.11.2020 zu stellen. Der Förderzeitraum kann frühestens mit dem Eingang des Antrages in unserem Haus beginnen (gern vorab per Mail). Er endet spätestens am 31.12.2020.
Bedingungen für die Förderung sind unter anderem, dass die Gemeinschaft ihren Sitz im Land Berlin hat und sich sozial, integrativ oder religionsübergreifend engagiert. Gefördert werden können Miet-, Mietneben- und Personalkosten, laufende Sachmittel, sowie coronabedingte Sachausgaben, wie beispielsweise die Anschaffung von Plexiglastrennwänden, Personenleitsysteme, Absperrbänder, Desinfektionsmittel, Druckkosten für Hinweisschilder etc.

Es können ausschließlich Kosten gefördert werden, welche nach dem Datum der Antragstellung entstanden sind.

Kosten, die ohne die Corona-Pandemie nicht entstanden wären (z.B. Neuanschaffung technischer Geräte) sind nicht förderfähig. Für eine mögliche spätere Prüfung sind einige Belege bereits in Kopie mit einzureichen. Die Originalbelege mit Datum sind aufzubewahren und mit dem Verwendungsnachweis nachzureichen.

Diese und weitere Förderkriterien sind nachfolgend im Antrag und im Informationsblatt zur Soforthilfe zu finden.

Informationsblatt zur Soforthilfe II

PDF-Dokument (75.0 kB) - Stand: 15. Oktober 2020

Antrag auf Soforthilfe II

DOCX-Dokument (41.3 kB) - Stand: 15. Oktober 2020