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Brüder-Grimm-Preis des Landes Berlin geht 2017 gleich an zwei Theaterstücke

Pressemitteilung vom 20.11.2017

Am 18. November 2017 hat der Senator für Kultur und Europa, Dr. Klaus Lederer den mit 10.000 € dotierten Brüder-Grimm-Preis des Landes Berlin gleich an zwei Theaterstücke überreicht: Das Jugendstück »NASSER #7Leben« von Susanne Lipp nach Nasser El-Ahmad in der Regie von Maria Lilith Umbach und das Kinderstück »Sagt der Walfisch zum Thunfisch« von Carsten Brandau werden vom Kultursenat des Landes Berlins ausgezeichnet.

Dr. Klaus Lederer: „Man könnte denken, dass mit dem Preis anrührende Stücke für kleine Kinder ausgezeichnet werden – doch das ist ein Irrtum: Dieser Preis wird eben nicht für das beste Märchen vergeben, sondern er zeichnet modernes, zeitgenössisches Kinder- und Jugendtheater aus, gerade solche Stücke und Autorinnen und Autoren, die sich mit der aktuellen, oft gar nicht behaglichen Lebenswirklichkeit der Kinder und Jugendlichen auseinandersetzen.“

Die Jury, bestand aus Dramaturg Henrik Adler, Kulturjournalistin Ute Büsing und »Theaterzuschauer im Hauptberuf« Sascha Krieger, hat sich einvernehmlich dazu entschieden, den Preis zu teilen und für zwei Stücke zu verleihen. So wurden bewusst ein Kinder- und ein Jugendstück als Preisträger ausgewählt.

Als »Jugendgerecht, gegenwartsnah und unter die Haut gehend« beschreibt die Jury das dokumentarische Theaterstück »NASSER #7Leben« in der Inszenierung des GRIPS Theater, das auf der Biografie Nassar E-Ahmads basiert. Es beschreibt die Odyssee des verhätschelten Erstgeborenen einer libanesischen Familie, der mit 15 Jahren seine Homosexualität entdeckt.

In Christian Brandauers »Sagt der Walfisch zum Thunfisch« gehen die beiden Figuren Ich und Du durch alle Höhen und Tiefen des menschlichen Miteinanders. Ein »Sprachkunstwerk und philosophisches Abenteuer« aber auch eine »Herausforderung für das zeitgenössische Kindertheater« urteilt die Jury.

Die Preisverleihung fand am 18. November um 14.00 Uhr im THEATER AN DER PARKAUE mit Gästen aus der Berliner Kultur- und Theaterszene statt. Sie bildete den glanzvollen Schlusspunkt der Wiedereröffnung von Berlins Jungem. Vom 10. bis 18. November 2017 hieß das Haus in Lichtenberg darüber hinaus mit einer Doppelpremiere, einem programmreichen Familiensonntag und dem Theatergeburtstag seine Gäste herzlich willkommen im neuen-alten Haus.