Corona-Virus

Auf unserer Sonderseite informieren wir über alles, was für Künstler*innen von Nutzen sein kann und hier finden Sie die aktuellen Informationen des Landes Berlin.

Inhaltsspalte

Berliner Gedenktafel für Ruth Berghaus

Pressemitteilung vom 20.09.2017

Im Namen des Landes Berlin ehrt der Staatssekretär für Kultur, Dr. Torsten Wöhlert, die Regisseurin, Choreographin und Intendantin Ruth Berghaus mit einer Berliner Gedenktafel.

Die Enthüllung der Tafel findet am morgigen Donnerstag, 21. September 2017, um 16.00 Uhr in der Breiten Straße 7 in 13187 Berlin statt.

Das Berliner Gedenktafel-Programm ehrt seit 1985 Persönlichkeiten und erinnert an Ereignisse oder Institutionen, die zur vielfältigen kulturellen, politischen oder wissenschaftlichen Bedeutung Berlins beigetragen haben. Für die Umsetzung der Tafelanbringung sind die Historische Kommission zu Berlin und das Aktive Museum Faschismus und Widerstand in Berlin arbeitsteilig verantwortlich.

1927 in Dresden geboren, schloss Ruth Berghaus ihr Studium in der Palucca-Schule Dresden mit dem Titel einer „Tanzregisseurin“ ab. Sie war bis 1954 Meisterschülerin bei Gret Pallucca und Wolfgang Langhoff an der Deutschen Akademie der Künste, der späteren AdK der DDR, in Ost-Berlin. Zugleich arbeitete sie als Choreografin und Regieassistentin am „Theater der Freundschaft“.

Bekannt und berühmt wurde sie an den verschiedenen Theatern im Ostteil Berlins, beginnend mit ihrer ersten Arbeit als Opernregisseurin an der Staatsoper unter den Linden mit Paul Dessaus „Lukullus“, einer legendären Inszenierung, die noch bis in die 1990er Jahre zum Repertoire der Staatsoper gehörte.
Ruth Berghaus arbeitete unter anderem an der Komischen Oper und als Intendantin am Berliner Ensemble. Ab 1980 inszenierte sie auch in der Bundesrepublik und feierte große Erfolge an der Oper Frankfurt, in Brüssel, Wien, Hamburg, Stuttgart und Basel.

Die Laudatio auf Ruth Berghaus hält der Schriftsteller Friedrich Dieckmann.