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Erstmals Berliner Preis gegen Lebensmittelverschwendung ausgelobt

Pressemitteilung vom 09.03.2021

Berlin lobt erstmals einen Preis für Lebensmittelretterinnen und Lebensmittelretter aus. Einzelpersonen, Initiativen, Projekte, Vereine und Unternehmen können sich von heute an bis zum 28. März bei der Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung bewerben. Die Auszeichnung mit dem Titel „Berliner Lebensmittelretter:in 2021” wird am 15. April verliehen und ist mit 5.000 Euro dotiert.

Hierzu erklärt Verbraucherschutzsenator Dr. Dirk Behrendt:
„Es ist ein Skandal, wie viele gute Lebensmittel in der Tonne landen. In Berlin gibt es zahlreiche Projekte, die mit kreativen und tollen Ideen der Lebensmittelverschwendung den Kampf angesagt haben. Mit dem Preis wollen wir dieses wichtige Engagement würdigen und zugleich die Lebensmittelverschwendung verringern.“

Weitere Informationen und das Bewerbungsformular ist auf der Internetseite der Senatsverwaltung zu finden.

Hintergrund:
Die Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung bekämpft auch mit der „Berliner Ernährungsstrategie“ die Lebensmittelverschwendung. Nach Angaben der Verbraucherzentralen in Deutschland landen Jahr für Jahr bundesweit rund 12 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Verbraucherinnen und Verbraucher werfen demnach pro Kopf etwa 75 Kilogramm Lebensmittel im Jahr weg, rund 50 Kilogramm davon sind vermeidbar. In der Summe sind das jedes Jahr Lebensmittel im Wert von circa 20 Milliarden Euro. Um die Lebensmittel zu transportieren, die in Deutschland jährlich auf dem Müll landen, sind 480.000 Sattelschlepper notwendig. In eine Reihe gestellt, ergibt das die Strecke von Lissabon nach St. Petersburg.

Erst in der vergangenen Woche haben die Vereinten Nationen einen Bericht zur weltweiten Lebensmittelverschwendung vorgestellt. Demnach sind 2019 rund 17 Prozent der verkauften Lebensmittel weltweit im Müll gelandet. Das waren 931 Millionen Tonnen Lebensmittel, die in den Mülleimern von Privatwohnungen, Restaurants, Läden und anderen Essensanbietern endeten.