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Strafverfolgung am Alexanderplatz

Pressemitteilung vom 01.06.2018

In einem gemeinsamen Presserundgang haben Innensenator Andreas Geisel, Justizsenator Dr. Dirk Behrendt, Polizeipräsidentin Dr. Barbara Slowik und der Leiter der Staatsanwaltschaft Berlin, Jörg Raupach, über die Strafverfolgung am Alexanderplatz informiert. Die am 15. Dezember 2017 eingerichtete „Alex-Wache“ hat sich als zentrale Anlaufstelle für Opfer von Straftaten bewährt und trägt zur Stärkung des Sicherheitsgefühls auf dem Alexanderplatz bei. Zusätzlich zur „Alex-Wache“ wurde bereits zum 1. November 2017 bei der Kriminalpolizei der örtlich zuständigen Direktion 3 die Ermittlungsgruppe (EG) „Alex“ gegründet. Durch eine täterorientierte Bearbeitung von Ermittlungsvorgängen, insbesondere im Zusammenhang mit (Gruppen-) Gewaltdelikten, trägt sie zu einer effektiven Strafverfolgung und Minderung des Gewaltpotentials bei. Die EG „Alex“ arbeitet eng und vertrauensvoll mit dem nun eingesetzten Koordinator der zuständigen Abteilung der Staatsanwaltschaft zusammen.

Vergleicht man den fünfmonatigen Zeitraum seit der Einrichtung der „Alex-Wache“ am 15. Dezember 2017 bis zum 15. Mai 2018 mit demselben Zeitraum ein Jahr zuvor, so fällt auf, dass die Fallzahlen bei Vermögens- (-86) und Rohheitsdelikten ( 72) sowie beim Hausfriedensbruch (-31 Fälle) rückläufig sind. Insbesondere Straftaten unter Anwendung von Gewalt, wie einfache (-33), gefährliche/schwere Körperverletzungsdelikte (-21) und Raub (-3), sowie Betrugsdelikte haben abgenommen. Angestiegen sind die Fallzahlen hingegen bei sog. „Kontrolldelikten“ (z. B. Ladendiebstahl und Betäubungsmitteldelikte). Da sich die Entdeckung dieser Delikte naturgemäß mit einer erhöhten Polizeipräsenz bzw. Kontrolldichte häuft, ist auch diese Entwicklung ein Erfolg.

Innensenator Andreas Geisel sagt hierzu: „Die positive Entwicklung am Alexanderplatz zeigt, was Polizeipräsenz bewirken kann. Es ist jedoch nicht die Polizeipräsenz allein. Ein ganzheitlicher Ansatz ist gefragt, der sowohl auf Prävention als auch auf Strafverfolgung setzt. Geht es um eine effiziente, zielgerichtete und wirkungsvolle Strafverfolgung, ist eine enge Kooperation zwischen Polizei und Justiz essentiell. Wirkungsvoll ist die Strafverfolgung nämlich vor allem dann, wenn die Strafe sprichwörtlich „auf dem Fuße“ folgt.“

Justizsenator Dr. Dirk Behrendt erklärt dazu: „Bei der Staatsanwaltschaft reagieren wir nun mit einer Sondersachbearbeitung für Gewaltdelikte am Alexanderplatz auf die aktuelle Situation. Im Fokus stehen täterorientierte Ermittlungen gegen Personen, die im Bereich Alexanderplatz durch wiederholte Gewalttaten auffallen. Für die gute Zusammenarbeit mit der Polizei bin ich allen Beteiligten dankbar. Wir machen den Alexanderplatz damit für die Berlinerinnen und Berliner sicherer.“