Direkt zum Inhalt der Seite springen

Soziale Dienste der Justiz Berlin

Gerichtshilfe

Die Gerichtshilfe allgemein

Das Strafrecht sieht im Rahmen von Strafverfahren, insbesondere bei der Strafzumessung aber auch bei Entscheidungen zur Strafvollstreckung vor, dass die persönlichen Lebensumstände der von einem Ermittlungs- und/oder Strafverfahren Betroffenen zu berücksichtigen sind. Deshalb beauftragen Staats-/Amtsanwaltschaft, Gerichte und Gnadenstelle die Gerichtshilfe, über die persönlichen Lebensverhältnisse zu berichten und die Umstände zu ermitteln, die insbesondere für

die Strafzumessung
die Strafaussetzung zur Bewährung
die Einstellung des Verfahrens
die Bewilligung von Zahlungserleichterungen


von Bedeutung sein können. Darüber hinaus berät die Gerichtshilfe über die verschiedenen Möglichkeiten der Tilgung von Geldstrafen und Geldbußen sowie die Erfüllung von anderen gerichtlichen Auflagen und Weisungen.
Gerichtshelferinnen und Gerichtshelfer informieren im Bedarfsfalle auch über weitere Hilfsangebote. Unabhängig vom Auftrag der Staats-/Amtsanwaltschaft, der Gerichte oder der Gnadenstelle können die Betroffenen selbst Kontakt zur Gerichtshilfe aufnehmen. Die Gerichtshilfe ist allerdings keine Rechtsberatung. Die Zusammenarbeit mit der Gerichtshilfe ist freiwillig.

Gesetzliche Grundlagen: §§ 160 Abs. 3, 453, 461, 463d StPO






Neben der regionalen Zuständigkeit gibt es in der Gerichtshilfe folgende spezialisierte Zuständigkeiten:
Gerichtshilfe für männliche Erwachsene

Freie/Gemeinnützige Arbeit


Jährlich werden in Berlin über 46.000 Geldstrafen verhängt. Immer mehr Verurteilte können ihre Geldstrafe jedoch nicht bezahlen und die Verbüßung einer Ersatzfreiheitsstrafe droht. Bei Zahlungsunfähigkeit kann eine Geldstrafe auch durch freie Arbeit getilgt werden. Freie Arbeit ist unentgeltliche gemeinnützige Arbeit, die bei anerkannten gemeinnützigen Einrichtungen abgeleistet wird. Dies gilt analog bei gerichtlichen Arbeitsauflagen.mehr Infos

Beratung bei Geldstrafen und gerichtlichen Auflagen für Frauen (Frauenprojekt),
Die Sozialen Dienste der Justiz bieten eine spezielle Beratung für strafrechtlich in Erscheinung getretene Frauen an.
Als Mitarbeiterinnen des Frauenprojektes nehmen wir Aufgaben der Gerichts- und Bewährungshilfe wahr.mehr Infos

Zum Frauenprojekt


Gerichtshilfe für Menschen in Untersuchungshaft

Gerichtshilfe für Inhaftierte, gegen die ein Ermittlungs- bzw. Hauptverfahren anhängig und eine Berichterstattung von Staatsanwaltschaft oder Gericht angefordert worden ist.
Die Gerichtshelfer/innen suchen die überwiegend in Untersuchungshaft befindlichen Inhaftierten auf. Es ist das Ziel, den auftraggebenden Stellen schnellstmöglich die für eine Strafverfolgung relevanten persönlichen Lebens- und Entwicklungsdaten zu übermitteln.


Kontakt:


Dienstgruppe 13 in der
Außenstelle Neukölln
Buschkrugallee 95
12359 Berlin
Fax: 9(0)1989 - 333
Telefon (Vermittlung): 9(0)1989-0

Auftragsentwicklung
Die Auftragsentwicklung im Bereich der Gerichtshilfe verläuft seit Jahren in einem kontinuierlichen Aufwärtstrend.

Insbesondere im Bereich der Geldstrafenvollstreckung wird dies deutlich:
Aufträge 1996: 3.659
Aufträge 2003: 8.203

Zentrale

Soziale Dienste der Justiz / Zentrale
Salzburger Str. 21 - 25
10825 Berlin

Stadtplan


Tel.: +49(0)30-9013-0 / intern: intranet[.intern]
Fax.: +49(0)30-9013-2810 / intern: 913-2810
Email: Poststelle@sozdj.berlin.de