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21.12.2012: Info-Broschüre "Rechtsextremistische Musik" neu aufgelegt

Berliner Verfassungsschutz warnt: Rechtsextreme Bands auch in Berlin aktiv

Der Berliner Verfassungsschutz hat die „Info-Broschüre“ „Rechtsextremistische Musik“ aktualisiert. Auf 58 Seiten wird anschaulich erklärt, was man unter rechtsextremistischer Musik versteht, welche Bands es gibt und welche Ideologie sich hinter den Texten verbirgt.

Zwar ist klar, dass allein durch Musik niemand zum Feind der freiheitlichen Demokratie wird. Das Erleben von Musik in bestimmten emotionalen und sozialen Kontexten kann jedoch den Weg in den Rechtsextremismus bereiten.

In Berlin waren im Jahr 2012 sechs Bands in der entsprechenden Szene aktiv. Interessant ist, dass diese auf Grund der konsequenten Verfolgung durch die Berliner Sicherheitsbehörden in den vergangenen Jahren inzwischen ihre Strategie geändert hat. An die Stelle von kompromissloser Verbreitung rechtsextremistischer Ideologie treten jetzt zunehmend kommerzielle Musikproduktionen. Damit verbunden ist auch eine sprachliche und inhaltliche Verschiebung der Textbotschaften: Um sich strafrechtlicher Konsequenzen zu entziehen, werden die Texte – trotz ihrer nach wie vor rassistischen und antisemitischen Aussagen – zunehmend durch Szene Codes verklausuliert. Daher gilt es, wachsam zu bleiben und über die Gefahren aufzuklären.

Aktuell plant – eigenen Angaben zufolge – die NPD-Jugendorganisation „Junge Nationaldemokraten“ (JN) für Januar 2013 die Veröffentlichung einer neuen sogenannten „Schulhof-CD“. Diese CD soll insgesamt 14 Musiktitel enthalten. (Siehe Aktuelle Meldung vom 7. Dezember 2012.)

Die Broschüre hat eine Auflage von 3000 Exemplaren. Sie ist kostenlos beim Berliner Verfassungsschutz zu bestellen oder hier herunter zu laden.