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Sportmuseum Berlin

Das Sportmuseum Berlin mit seinen beiden Standorten in Westend (Olympiapark) und in Grünau (Wassersportmuseum) besitzt die umfangreichste und vielfältigste Sportsammlung in Deutschland. Für eine zukünftige Präsentation erfolgt im Moment eine grundlegende Neukonzeption des Museums.
An beiden Standorten finden zudem umfangreiche Baumaßnahmen statt: Im Olympiapark wird die Maifeldtribüne zu einem Ausstellungsgebäude umgestaltet. In Grünau werden neue Ausstellungs- und Arbeitsräume ihren Platz unter der Tribüne auf dem Regattagelände finden.
Das neue Grünauer Wassersportmuseum wird im Frühjahr 2024 eröffnet werden, das Ausstellungsgebäude im Olympiapark in der ersten Jahreshälfte 2025. Bis dahin kann in Grünau die Interimsausstellung besichtigt werden.

Bitte beachten Sie, dass die Sonderausstellungen im Lichthof des Hauses des Deutschen Sports im Olympiapark gerade überarbeitet werden.

Übersicht

Sportmuseum Berlin - Lieblingsstück des Monats

Unser Lieblingsstück des Monats

Bruchstück der Außenhaut eines Papierpaddelbootes

In den 1920er Jahren entwickelten Mitglieder der Arbeitersportbewegung ein kostengünstiges Verfahren zum Bau von Booten. Kurt Salzberg, Lehrer an der List-Oberschule Pankow und ein begeisterter Wassersportler, entdeckte dieses um 1950 wieder. Nach dem Vorbild der Arbeiterboote wurde von Salzberg und seinen Schülern auf ein Lattenholzgerüst, ähnlich einem Faltboot, Papier als Außenhaut aufgebracht. Dieses wurde vorsichtig lackiert und auf den noch feuchten Lack eine weitere Lage Papier geklebt. Mehrere Schichten ergaben dann die Bootshaut.

Zwei dieser Schulboote wurden 1986 von dem Gründer des Grünauer Wassersportmuseums, Werner Philipp, wiederentdeckt. Ein Stück dieser Bootshaut wird heute im Museum aufbewahrt. Auf der Rückseite lässt sich noch ein Artikel aus der Zeitung „Neues Deutschland“ vom 28.9.1951 lesen, in dem über eine Verwandte des DDR-Chefkommentators Karl-Eduard von Schnitzler berichtet wird.

Zeitgeschichtliche und erinnerungskulturelle Projekte im Sportmuseum Berlin

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Das Sportmuseum initiiert fortlaufend vielfältige kulturelle Projekte. Zurzeit stehen folgende Arbeiten im Vordergrund:

  • Die Ungesehenen. Dramatische Höhepunkte im Sport
  • Sport in Fotoalben und auf Bildpostkarten: Sport als Erlebnis von Natur, Gemeinschaft und Körperermächtigung
  • Graphic Novel: Tony, Mojo und Jo auf der Suche nach Olympia

Alle Projekte werden von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa gefördert.

Mehr Informationen

Das künftige Sportmuseum Berlin - Erlebnis und Lernort

In der geplanten Dauerausstellung werden die Besucher:innen anhand von originalen Objekten, musealen und sportiven Inszenierungen sowie interaktiven Medien eine Zeitreise durch die Berliner Sportgeschichte erleben können. Die neuen multifunktionalen Flächen werden aber auch für Wechselausstellungen und Veranstaltungen genutzt werden. Darüber hinaus entsteht unter dem Motto „Sport im Museum = Museum in Bewegung“ ein Sportlab, das mit interaktiven Sportangeboten dazu einlädt, sich auszuprobieren, seine Kräfte zu messen und die Entwicklung des Sports selbst zu erfahren. Die bisherigen Informations- und Serviceangebote des Besucherzentrums am Glockenturm werden in das Gesamtkonzept des neuen Museumsstandortes integriert und ausgebaut.

Die Maifeldtribünen - Der Umbau zum Ausstellungzentrum

Die Tribünen bilden mit dem Glockenturm ein denkmalgeschütztes Gebäudeensemble, sie fanden jedoch lange weniger Beachtung und sind teilweise stark sanierungsbedürftig. Bevor der endgültige Ausbau der künftigen Museumsräume im Nordflügel der Maifeldtribüne beginnen kann, werden derzeit deshalb Abdichtungsarbeiten und Erhaltungsmaßnahmen, die das gesamte Bauwerk betreffen, durchgeführt.

Finanziert wird das Baurojekt durch die von der Senatskanzlei im Frühjahr 2013 bewilligten Mittel aus dem Europäschen Kulturfonds für Regionale Entwicklung (EFRE) – „Kulturinvestitionsprogramm – KIP“, die Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin (DKLB) und Investitionsmittel des Landes Berlin.

Interimsausstellung Sportmuseum Berlin - Grünauer Wassersportmuseum

Im Herbst 2016 musste das auf dem Regattagelände in Grünau beheimatete Wassersportmuseum aufgrund der Sanierung der Regattatribüne schließen. Maßgebliche finanzielle Förderung erhält die Instandsetzung der Museumsflächen aus Bundes- und Landesmitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW). Nach Abschluss der Baumaßnahmen werden dem Museum im Mittelteil der Tribüne moderne Ausstellungs- und Arbeitsräume zur Verfügung stehen.
Bis zur Wiedereröffnung gibt die Interimsausstellung „Wasserfahren auf Havel, Spree und Dahme“ einen Einblick in die vielfältigen Sammlungen von Sportmuseum und Wassersportmuseum. Etwa 130 Exponate vermitteln einen Eindruck von der Vielfalt des Wasserfahrsports und dessen Bedeutung für Grünau, Berlin und darüber hinaus. So sind unter anderem die deutschen Olympia-Silber-Boote von 1936 und 1968, eine Sammlung von Riemen und Skulls von 1890 bis 1996, Campingartikel und Ausrüstungen des Wasserwanderns aus den 1920er Jahren, Pokale und Preise sowie vielfältige Zeugnisse aus der Geschichte mehrerer Bootsvereine zu sehen.

Ort
Regattagelände Grünau – Haus West – Olympiacafé
Regattastraße 211
12527 Berlin

Öffnungszeiten:
Mittwoch 10:00 – 16:00
jeden letzten Samstag im Monat 10:00 – 16:00

Gruppen, Schulklassen und Führungen nach vorheriger Anmeldung: wassersportmuseum@spomu-berlin.de
Tel: 030 6744002

In der Ausstellung ist das Tragen einer medizinischen Maske Pflicht.

Der Eintritt ist frei

Das Sportmuseum wird gefördert durch: