Breiten- und Freizeitsport

Skater
Bild: camera4

Die Basis Berlins als Sportstadt ist der Breiten- und Freizeitsport und das Engagement der Ehrenamtlichen in den Vereinen. Hier werden dem Sport heute unbestritten diverse positive Effekte und Aufgaben zugeschrieben, wie beispielsweise die Sozialisation von Kindern und Jugendlichen, wichtige Beiträge zur Gesundheitsvorsorge, Unterstützung der Integration von Minderheiten, Gewaltprävention oder seine Bedeutung als Wirtschafts- und Standortfaktor. Die eigene sportliche Betätigung ist darüber hinaus ein gelebtes Bekenntnis zur Eigenverantwortlichkeit und zur eigenen Leistung. Sport übernimmt in einer Großstadt wie Berlin jedoch auch eine Schlüsselrolle als Anlaufstelle für ein gesellschaftliches Miteinander im Alltag und ist damit ein wichtiges Stück Lebensqualität. Über eine Million Sporttreibende gibt es in Berlin. Rund die Hälfte davon sind in den etwa 2000 Berliner Vereinen aktiv. Kein Wunder – die Angebote für Freizeitsportler sind vielfältig. Zu jeder Jahreszeit sind Zehntausende in den zahlreichen Parks und Grünanlagen oder in eines der 38 Schwimmhallen oder 31 Frei- und Sommerbädern aktiv. Aber auch Trendsportarten, wie Skaten, oder Speed-Badminton sind in der Hauptstadt zuhause.

So fördert Berlin den Breiten- und Freizeitsport

Sportanlagen für fast jeden Bedarf
Breiten- und Freizeitsportler finden in Berlin vielseitige Bedingungen für Training und Wettkampf vor. Die sowohl aufwendigste als auch umfassendste Förderung des Berliner Sports ist die entgeltfreie Bereitstellung sowie die kontinuierliche Sanierung und Instandhaltung vielfältigster Sportanlagen. Diese seit Jahrzehnten bewährte Förderung ist Grundlage für die Arbeit der Vereine und für die zahlreichen Erfolge, die daraus erwachsen. Sie erreicht aber ebenso die vereinsungebundenen Sportlerinnen und Sportler. Im Jahr 2010 wurde mit dem Senatsbeschluss und dem in Kraft treten der Neufassung der Sportanlagen-Nutzungsvorschriften die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die entgeldfreie Nutzung der Sportstätten auch in den kommenden Jahren gesichert bleibt und nunmehr auch für Tageseinrichtungen des Landes Berlin und für Kindertagesstätten gilt.

Großsportvereine für den Freizeitsport
Gemeinsam mit dem Landessportbund Berlin e. V. ist die Senatssportverwaltung bemüht, breiten- und freizeitsportliche Angebote für Bevölkerungskreise zu erschließen, die nicht in Vereinen organisiert sind. Mit dem Sport Club Siemensstadt Berlin e. V. und dem Turn- und Sportverein GutsMuths 1861 e. V. werden z.B. zwei freizeitsportorientierte Großsportvereine gefördert, die damit in die Lage versetzt werden, vielfältige Kurse für alle Altersgruppen anbieten zu können. Im Rahmen des Vorhabens wurden zwei an den freizeitsportlichen Aktivitäten orientierte öffentliche Sportanlagen eingerichtet, die den Vereinen zur Nutzung überlassen wurden. Mittlerweile bieten diverse Vereine Kursangebote für Nichtmitglieder an.

Sport im Park 2019: Projektaufruf!

So können Sportorganisationen ihre Sport- und Bewegungsangebote mit Fördermitteln der Senatsverwaltung für Inneres und Sport unterstützen lassen:
Voraussetzungen:
1. Die Sportangebote sollen im Freien, in möglichst gut zu erreichenden Parks oder Grünanlagen stattfinden.
2. Einzelne oder mehrere als förderungswürdig anerkannte Sportorganisationen sollen zwischen Mai und August 2019, an fünf Tagen in der Woche, möglichst mindestens zwei Stunden täglich Sport bzw. Bewegung anbieten. Willkommen sind insbesondere Angebote, die die Bedürfnisse von Familien berücksichtigen.
3. Die Sportangebote müssen kostenlos (auch ohne Eintritt für einen Park oder ein Freibad) und ohne Anmeldung von allen Menschen mit unterschiedlichen sportlichen Niveaus genutzt werden können.
4. Nur als förderungswürdig anerkannte Sportorganisationen, können sich bewerben. Die Projekte sind selbst für die Nutzung der Grünflächen verantwortlich und sollten daher frühzeitig Kontakt zu den Grünflächenämtern aufnehmen.

  • Hinweis: Mit den Fördermitteln können vorrangig Übungsleiter, die Anschaffung von Sportgeräten und Werbung finanziert werden.
  • Anmeldungen per Mail an Sabine Sabathil:
  • Anmeldefrist: 13.03.2019
  • Rückfragen an: Sabine Sabathil: (030) 90223 2960

Die Anmeldung erfolgt zunächst mit der Darstellung der Projektidee auf einer Din-A4-Seite und einer groben Einschätzung des Finanzbedarfes (Bitte per E-Mail). Dabei ist auch darzustellen, ob und in welcher Höhe Eigenmittel (Geld) bzw. Eigenleistungen (lokale Werbemaßnahmen, Nutzung vorhandener Sportgeräte) eingebracht werden. Wir streben an, dass mindestens 100 Euro Eigenmittel eingebracht werden.

Der Ort (gut erreichbar und im Freien), die Art des Sportangebotes, die Uhrzeit (welche Wochentage, von wann bis wann, die erwartete Zielgruppe (zum Beispiel Familien, arme Menschen, Menschen mit Migrationshintergrund, Frauen und Mädchen) und die geschätzte Anzahl der Teilnehmenden pro Tag sind anzugeben.

Nach Auswahl der Projekte erhalten die betreffenden Sportorganisationen in einem zweiten Schritt Antragsformulare, mit der Aufforderung, diese vollständig ausgefüllt einzureichen.

Berliner Bäder in jedem Bezirk

Nicht nur Spaß und Bewegung – Schwimmen und der sichere Umgang mit dem Element Wasser gehören heute zu den wichtigen Grundkompetenzen in der modernen Gesellschaft. Berlins Maxime – in jedem Bezirk im Sinne der Vorsorge ein solides Angebot an attraktiven Bädern für die Bevölkerung zur Verfügung zu stellen – wurde bereits im Jahr 2007 durch ein “Bädersanierungsprogramm 2007-2013” mit einem Volumen von 50 Mio. € in die Tat umgesetzt. Mit zusätzlichen Mitteln aus ergänzenden Förderprogrammen (Umweltentlastungsprogramm II, Investitionspakt und Konjunkturpaket II) in Höhe von über 21 Mio.€ wurden außerdem weitere Maßnahmen zur energetischen Sanierung der Schwimmhallen vorgenommen. Insgesamt konnten seit 2007 Sanierungen an fast 45 Standorten durchgeführt und erfolgreich abgeschlossen werden. Damit die hohen technischen und hygienischen Anforderungen an die Berliner Bäder-Betriebe auch künftig gehalten werden können, stellt das Land Berlin seit dem Jahr 2010 einen zusätzlichen jährlichen Zuschuss von 5 Mio. € für den weiteren Abbau des Instandhaltungsstaus zur Verfügung.

Ehrenamtliches Engagement für den Sport

Der Berliner Sport wäre nicht ohne die enorme ehrenamtliche Arbeit in seinen Vereinen, Fachverbänden und Sportarbeitsgemeinschaften denkbar. Die rund 60.000 ehrenamtlich Tätigen in den über 2.000 Berliner Sportvereinen sind die größte Stärke des Berliner Sports. Die ehrenamtlichen Helfer bilden auch das Fundament für eine erfolgreiche Jugendarbeit im Sport. Sie stellen ihre Fähigkeiten und ihre Zeit für den Verein zur Verfügung. Ohne ihr Wirken gäbe es keinen Sportverein, denn es sind meist Ehrenamtliche, die die Vereine organisieren und verwalten, die die Mitglieder betreuen, den Sport und noch viel mehr möglich machen.

Ziel des Berliner Senats ist es, die Rahmenbedingungen für Engagement und Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger weiter zu verbessern. Zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements hat der Senat in den letzten Jahren u.a. folgende Instrumente der Anerkennungskultur eingeführt:

Die “Berliner Ehrenamtskarte” ist für überdurchschnittlich engagierte Bürgerinnen und Bürger bestimmt. Mit der Karte bekommen diese Menschen als Dankeschön für ihren Einsatz Vergünstigungen bei zahlreichen öffentlichen und privaten Einrichtungen. mehr

Der “Berliner FreiwilligenPass” ist ein Nachweis für bürgerschaftliches Engagement und soll Dank und Anerkennung der Leistungen zum Ausdruck bringen. Außerdem kann er mit einer Beschreibung der dabei geförderten Kompetenzen als Nachweis des gezeigten Einsatzes bei Bewerbungen oder Anrechnungsverfahren in Bildung und Beruf eingesetzt werden.

Trend- und Funsport

Viele Trends sind eine vorübergehende Erscheinung und werden durch neue Entwicklungen abgelöst, einige aber schaffen es, in der Vielfalt der verschiedenen Sportarten einen festen Platz einzunehmen – manche werden gar olympisch. So ist z.B. Beachvolleyball heutzutage gar nicht mehr aus dem Sportgeschehen wegzudenken. Klettern, Skaten, Biken oder Speed-Badminton haben inzwischen neben den klassischen Disziplinen in der Sportstadt Berlin ihren festen Platz. Aber Jugger, Fahrrad-Trial, Slacklinen und viele weitere werden immer beliebter.
Über die Stadt verteilt gibt es die verschiedensten speziellen Sportanlagen, aber auch Treffpunkte für Gleichgesinnte. Die Senatsverwaltung für Inneres und Sport steht mit den Vertretern der verschiedenen Disziplinen und den Verantwortlichen in den Bezirken in einem steten Dialog über die künftigen Ziele und Bedürfnisse. Neu erschienen ist jetzt eine Trendsport-Broschüre, die einen Überblick über die aktuellen Trends gibt.

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